Freitag, 12. Mai 2017

Die Zeitungswanderin | Ausarbeitung der Welten




Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch etwas darüber erzählen, wie ich die verschiedenen Welten für Die Zeitungswanderin ausgearbeitet habe.

Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass im ersten Teil der Trilogie verschiedene Orte bereist werden. Das gibt das Wort "Wanderin" im Titel ja schon preis ;) und keine Sorge, ich werde auch nicht das Warum, Wie oder Details verraten. Sondern nur, dass es Welten gibt und wie ich diese entworfen habe.

Detaillierte Posts, die Welten samt Besonderheiten und Wesen zu beschreiben, werden folgen, sobald das Manuskript (irgendwann in diesem Leben) veröffentlicht ist. Da es bis dahin aber dauern wird, möchte ich keine weiteren Informationen darüber im Internet rumfliegen haben, da ich doch etwas Sorge habe, dass man sich die eine oder andere Idee abschaut.

Ich habe mir im Vorfeld einige Gedanken gemacht, woraus eine Welt besteht. Damit meine ich gar nicht mal ausschließlich die Gesellschaft, das ist eher ein untergeordneter Punkt, sondern vorrangig die Geographie, das Klima, ein bisschen Geschichte und Kultur.

Da Die Zeitungswanderin ein Fantasyroman ist, habe ich zuerst fantastische Wesen aufgelistet. Manche haben leider nicht den Weg ins Manuskript gefunden, aber gaben mir trotzdem ein gutes Gefühl für die Welt und wie sie tickt.
Zur Inspiration dienten mir hierbei hauptsächlich Fabelwesen, Monster-Guides von Spielen wie Guild Wars oder Runes of Magic. Damit will ich nicht sagen, dass ich die Wesen kopiert habe, aber ich habe Inspirationen erhalten, in welcher Art von Geographie welche Wesen leben könnten und diese nach meinen Vorstellungen geschaffen. So gibt es zum Beispiel einen fünfbeinigen Vogel, der die Größe eines Straußes hat.
(Ich mag die Notiz "Vogel greift Weltenbewohner hat, besitzt leckeres Fleisch" x))

Danach folgten einige Gedanken zur Politik. Wie ist die Gesellschaft organisiert, wie können Bürger über Entscheidungen bestimmen? Gibt es überhaupt eine Entscheidungsfreiheit, Demokratie oder sind sie vom Adel abhängig oder sogar einer höheren Macht?
Hier habe ich verschiedene historische Modelle angeschaut und überlegt, welches davon in die Welt passt. Ist sie eher konservativ, wie es in Anas Heimat ist, oder modern, wie bei Nayeli? Gibt es überhaupt Autoritätspersonen oder wird alles gemeinsam abgestimmt? Machen die Bewohner der verschiedenen Welten ihre Entscheidungen vielleicht auch von den Göttern abhängig?

Anschließend ging es an die Kultur. Sind die Welten eher mittelalterlich geprägt oder hoch technologisiert? Wie gestaltet ein normaler Bürger seinen Alltag? Welche Kleidung tragen sie? Gibt es Religionen, kulturelle Feste, etc?
So viel sei verraten: Leser können sowohl in Teil eins und zwei kulturellen Festen in Anas Heimat beiwohnen :)


Topographie - wie sieht es in der Welt aus? Gibt es Berge? Das Meer? Oder nur Wüste? Gibt es vielleicht gar keine Natur, sondern nur Städte? Damit einher ging für mich auch das Klima. Ist es eher warm, kalt, schwül oder angenehm?
Hier habe ich vor allem bei der Überarbeitung noch einige Passagen eingestreut, um die Unterschiede der Welten zu verdeutlichen. Das ist mir im ersten Entwurf und auch während der ersten zwei Überarbeitungsdurchgänge verschütt gegangen :D
Während meiner Reisen in verschiedene Länder achte ich beim Packen immer darauf, wie das Wetter im Zielland ist. Beispielsweise brauchte ich in Bali keine lange Hose oder Jacke. Ich finde, dass das ein wichtiger Aspekt ist und ich hoffe, es ist mir gelungen, den im Manuskript einzubauen.

Dann habe ich noch aufgelistet, wie es mit der Bevölkerung aussieht. Sind die Welten übervölkert oder eher einsam? Gibt es Personen, die anderen überlegen sind, mehr Rechte haben oder sind alle gleichberechtigt?
Dieses Gefälle ist wohl am stärksten in Ana verankert, gleichzeitig aber auch in ihrem Antagonisten. Warum und wieso, das werdet ihr dann erfahren ;)

Ein bisschen traurig war ich nach der ganzen Arbeit schon, dass nicht alle Details ins Manuskript fließen konnten. Immerhin waren da einige sehr gute Ideen dabei. Sie in anderen Romankonzepten unterzubringen, finde ich irgendwie blöd, da sie schließlich für diese Welt erschaffen wurden und nicht einfach nur existieren sollen.

Ich habe beim Lesen von Herr der Ringe zum Beispiel immer das Gefühl gehabt, einen Reiseführer zu lesen, keinen Fantasyroman. Da mir diese Erfahrung sehr deutlich im Gedächtnis geblieben ist, habe ich lieber darauf verzichtet, alles Wissen in die Kapitel zu pressen, sondern mich lieber für die Handlung entschieden.

Also bleiben ein paar Geheimnisse, sonst wäre es ja langweilig :D



So viel in Kürze. Ich hoffe, dass der Post trotz fehlender Details, die ihn etwas lebendiger gemacht hätten, interessant war.

Wie plant ihr fantastische Welten? Gibt es ein bestimmtes Konzept, das ihr dabei verfolgt? Oder plant ihr nur die Dinge, die für euren Handlungsstrang wichtig sind?







Kommentare:

  1. Hallo liebe Sarah,

    schön eine kleine Auflistung zu sehen, wie du mit dem Bau der Welten umgegangen bist.
    Ich finde es immer wichtig, sich nicht einfach darauf zu stürzen, sondern es vorher gut zu planen und gehe dabei immer selber so weit ins Detail wie ich kann. Wie du aber schon sagtest, man benutzt meistens gar nicht alles was man sich überlegt, aber ich finde es hilft deutlich im Entwicklungs- und Schreibprozess.
    Die Notiz zum Vogel klingt witzig haha :-D
    Deine Vorgehensweise ist jedenfalls super. :-)

    Liebe Grüße,
    Alex

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    1. Hallo liebe Alex,

      genau das ist aber das Schwierige, finde ich - das gute Mittelmaß abzuwägen, wie viel man wirklich planen sollte, da man sowieso weiß, dass nur 20% vom Worldbuilding letztendlich auch ins Manuskript fließen. Trotzdem ist diese Hintergrundarbeit immens wichtig.

      Haha, dachte ich mir auch. Irgendwas werde ich mir mit der Notiz gedacht haben... die Frage ist nur, was :D

      Liebe Grüße,
      Sarah

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  2. Fünfbeiniger Vogel? Also ich kann mich nicht erinnern, dem in Band 1 begegnet zu sein... die Vorstellung ist so strange xD. Alles was mehr als 4 Beine hat finde ich allgemein irgendwie gruselig xD.

    Deine Entscheidung dich auf die Handlung zu konzentrieren begrüße ich übrigens sehr ^^. "Herr der Ringe" hat für mich als Buch nämlich nicht funktioniert... leider... ich hätte es gerne gemocht >.<'. Gerade auch, weil ich die Filme echt gefeiert habe... Naja, man kann nicht alles haben ^^'.

    Liebe Grüße
    Insi Eule

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    1. Hallo liebe Insi!

      Nein, der kam auch nicht vor. Das war so dieses typische "geplant und dann nicht benutzt". Ich finde es auch etwas befremdlich, aber es macht Spaß, sich so etwas Absurdes auszudenken :D

      ENDLICH! Ich hatte bisher den Eindruck, dass ich als Einzige empfinde, dass "Herr der Ringe" sich eher liest wie ein Reiseführer und nicht wie ein Roman. Die Filme mag ich aber auch nicht. Versteh das, wer will.

      Liebe Grüße,
      Sarah

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