Freitag, 7. April 2017

Das Schreiben | Stiftempfehlung: Schneider Slider Memo XB



Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch einen Stift vorstellen, mit dem ich seit einiger Zeit sehr gute Erfahrungen mache. Bevor jemand fragt: Nein, das ist keine Kooperation oder dergleichen. Es ist eine Vorstellung eines Produkts, von dem ich überzeugt bin. Nicht mehr, nicht weniger.


Jetzt runzeln wahrscheinlich einige die Stirn und fragen sich, was an einem Stift so besonders ist, dass man ihm einen gesamten Blogpost widmet.

Für mich ist der Stift neben Blättern (oder Notizbüchern :)) und der Tastatur samt Computer das wichtigste Tool, um überhaupt schreiben zu können. Vor allem, wenn ich plotte oder dabei bin, eine Idee, die noch in ihren Kinderschuhen steckt, zu entwickeln, greife ich ungern auf Technik zurück. Ich habe das Gefühl, dass ich mich, bewaffnet mit Stift und Papier, besser auf eine weniger konkrete Idee einlassen kann. Daran hat sich seit Jahren nichts geändert.

Leider ist es so, dass ich vor allem in den letzten Jahren immer wieder Probleme mit meinem rechten Handgelenk hatte - als Rechtshänder nicht nur nervig, sondern auch einschränkend. Da ich mit links schreibe wie in der Vorschule und das hundert Jahre braucht, muss ich etwas mehr auf meine Schwachstellen achten. 

Also begann ich, mich nach Schreibwerkzeugen umzusehen, die mein Handgelenk etwas entlasten und nicht sofort wehtun.

Normale Kugelschreiber schieden direkt aus.


Ich kaufte einen Lamy Füller, da das Schreiben durch die Füllermine weicher ist. Den benutze ich auch täglich, um meine Tagebuchseiten im Bullet Journal zu füllen. Trotzdem merke ich auch hier nach einer langen Schreibsession, dass mir das Handgelenk wehtut. Ich liebe es nach wie vor, mit Füller zu schreiben. Alles sieht direkt edler aus. Aber den Zweck dahinter erfüllt mein Lamy nicht 100%ig.

Also machte ich einen neuen Versuch mit dem Herlitz My Pen. Ein Kugelschreiber, der mit einer Kugelschreibermine betrieben wird, die aber Tinte schreibt. An sich schreibt der Stift wirklich gut und ich finde die Kosten für die Minen auch gerade noch so okay. Das Problem hierbei ist, dass ich von klein auf eine seltsame Haltung habe, wenn ich schreibe. Bei mir liegt der Stift nicht auf dem Mittelfinger, sondern auf dem Ringfinger. Dadurch verschiebt sich der Griff am Stift komplett, wodurch durch die vorgegebene Kerbung das Schreiben für mich mit diesem Stift unmöglich ist. Es ist fühlt sich immer unbequem und falsch an. Dadurch verkrampfe ich mich viel mehr, als ich es ohnehin schon tue :D 

Vor einigen Wochen hatte einer meiner Teilnehmer den Schneider Slider Memo XB auf dem Tisch zu liegen. Als ich ein paar Sätze korrigierte griff ich nach dem Stift und war direkt begeistert. Obwohl es ein Kugelschreiber ist, gleitet die Mine über das Papier, wie ein zarter Lufthauch. Der Vergleich war super, oder? :D

Selten habe ich so ein angenehmes Gefühl beim Schreiben gehabt. So unangestrengt. So wenig verkrampft. Ich war angetan und informierte mich ein wenig im Internet, was der Stift so kann. Ein wenig abgeschreckt hat mich die Dicke der Mine. Das mag ich eigentlich nicht so gern. 


Kennzeichnend für diesen Stift ist die Viscoglide Technologie. Der Stift gleitet wirklich über das Papier und das muss weder hochwertig, noch teuer sein. Ich schreibe auf meinen 1€-Shop Blöcken genauso gut wie in meinen Leuchtturmbüchern oder dem Moleskinepapier.

Ich bestellte mein erstes Set mit den Farben blau, schwarz, rot, pink, lila und orange. 

Bisher kann ich nicht sagen, wie lange eine Mine hält. Leider sieht man nicht, wie viel schon verschrieben ist und auffüllbar sind die Stifte auch nicht. Ob das gut oder schlecht ist, sollte jeder für sich entscheiden. Ich habe hierzu sehr unterschiedliche Meinungen gelesen, das muss ich wohl erst einmal abwarten.

Die Stifte kamen an, als ich gerade mit einer Sehnenscheidenentzündung zu kämpfen hatte. Ich habe sie also unter härtesten Bedingungen getestet :D 

Während ich mit meinem Lamy und anderen Schreibgeräten deutlich gespürt hatte, dass etwas mit meiner Hand nicht stimmt, spürte ich es bei dem Schneider Slider Memo XB nicht so stark. Natürlich tat es irgendwann auch weh, aber bei weitem nicht in der Intensität, wie ich es bisher jedes Mal hatte.

Die Dicke der Mine wird nicht mein Favorit werden, aber ich kann mittlerweile damit leben. Dass ich lange schmerzfrei und unverkrampft schreiben kann ist für mich viel wichtiger. Das Einzige, was mich wirklich stört und was andere vielleicht nicht so eng sehen, ist, dass der geschriebene Strich der Mine manchmal unterbrochen ist.

Hier mal ein Bild davon, falls meine Beschreibung missverständlich war:


An sich ist das wirklich kein Drama, aber so im Gesamtbild stört es mich schon etwas. (vor allem bei dem Preis für die Stifte...)


Insgesamt bin ich unglaublich zufrieden. Ich kann mehrere Seiten an einem Stück schreiben und meine Hand beschwert sich nicht, so wie es bei anderen Stiften der Fall ist. Ich könnte sogar mit einer Sehnenscheidenentzündung schreiben, was vorher undenkbar war. Wenn ich also mehrere Stunden plotte und plane und Notizen festhalten muss, oder mein Bullet Journal pflege, ist der Stift der perfekte Begleiter.

Ich habe direkt eine 10er-Packung in Blau bestellt und möchte nun nach und nach vollständig auf diese Stifte umsteigen und alle anderen Kugelschreiber aus meinem "Büro" verbannen. 

Weitere Informationen: Schneider Slider Memo XB


Mit welchem Stift schreibt ihr am liebsten? Was könnt ihr empfehlen? Ich bin neugierig! :) 




Kommentare:

  1. Hallo liebe Sarah,

    ein interessanter Post. Ich bin selber immer noch auf der Suche nach einem guten Stift. Vielleicht sollte ich diesen hier auch mal ausprobieren.
    Da ich aber auch das Problem habe - aus welchen Gründen auch immer - das mir die Hand beim schreiben sehr schnell weh tut, schreibe ich sehr ungern mit Stiften. Für mein BuJo mache ich da eine Ausnahme und habe eine ganze Weile in einem Laden gestanden und alle möglichen Stifte ausprobiert. Da ich nie sehr lange schreibe, ging es mir da aber auch darum, dass ich ganz gut damit schreiben kann und das Schriftbild okay ist.

    Die besten Erfahrungen habe ich da momentan mit meinem Pilot Hi-Tecpoint Ink Liquid V7. Zwar gibt es keinen tollen Griff, aber für kurze Einträge schreibt es sich super mit ihm. :-D

    Liebe Grüße,
    Alex

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    1. Hallo liebe Alex!

      Mensch, so schnell wie du kommentierst, hast du doch bestimmt Druckerschwärze an den Fingern ;)

      Ein guter Stift klingt im ersten Moment völlig überschätzt, ist es aber nicht. Zumindest nicht, wenn man viel mit der Hand schreibt / schreiben muss.
      Ich hatte das Problem auch immer, aber das liegt wohl an meiner "falschen" Haltung, dass ich da sehr schnell verkrampfe. Aber nun ist es auch zu spät, mich umzugewöhnen^^

      Ich finde die Preise für die Stifte echt in Ordnung, auch wenn du damit nicht zurechtkommst. Kugelschreiber hat man ja irgendwie immer rumzufliegen :)

      Aber solang du dich mit deinem Modell wohl fühlst, ist es doch super :)

      Liebe Grüße,
      Sarah

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