Freitag, 21. April 2017

Das Schreiben | Meine Einstellung hat sich verändert





Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch mit euch über meine aktuelle Einstellung zum Thema Schreiben an sich sprechen. 

Auch wenn man es am Blog vielleicht nicht so deutlich merkt, mir ansieht oder spürt: Ich habe eine komplett andere Einstellung, was das Schreiben, Sarah Force und mein Marketing angeht.

Wie, was? Willst du plötzlich nicht mehr vom Schreiben leben? 

Nein, keine Sorge. Das ist noch immer der Plan :) 

Der große Unterschied ist jedoch, dass ich diesen Plan, den ich mit ausgefahrenen Krallen, harter Arbeit und etlichen Entscheidungsprozessen gegenüber anderen verteidigt habe, nicht mehr so verbissen sehe. 

Im letzten Jahr stand ich förmlich vor dem großen Nichts. Ich hatte fertig studiert, fand und fand einfach keine Arbeit, mit der ich mich wohlfühlte und die mich interessierte und der soziale Druck wurde immer größer. Was andere glaubten, was man mit 25 alles schon geleistet haben muss, war belastend und machte meine Entscheidungsfindung nicht besser. 

Also entschied ich mich für einen Schritt, den ich aus heutiger Sicht noch immer verstehe, aber gleichermaßen falsch wie demütigend finde. Nach abgeschlossenem Studium begann ich eine Ausbildung, die Geld, sofortige Übernahme und finanzielle Sicherheit versprach. Klingt erst einmal alles nett. Vor allem mit dem Hintergrund, dass ich so gar nichts mit meinem Studium hätte anfangen können, was mich zu dem Zeitpunkt interessierte. 

Seit ich diese Entscheidung gefällt hatte, ging es mir schlecht. Diese riesige Angst, dass ab Beginn der Ausbildung keine Zeit mehr zum Schreiben blieb, das, was ich am meisten liebte, zurückstellen zu müssen, für etwas, was ich eigentlich nicht wollte. 

Ich arbeitete also jeden Tag. Und mit jedem Tag meine ich auch jeden Tag. Ich sah es verbissen und ich biss mich fest. In diesen Traum, der die absolute Erlösung eines Lebens versprechen sollte, in das ich mich selbst hineingeworfen hatte. 

Der Druck, so schnell und bald wie möglich veröffentlichen zu müssen, es so perfekt wie möglich zu machen, damit direkt Einnahmen fließen und ich so fix wie möglich aus der Ausbildung, die nicht einmal begonnen hatte, rauszukommen, war immens. Nicht nur einmal schlich sich mir der Gedanke in den Kopf, dass ich meine Zeit verschwendete. 

Aber was hatte ich zu dem Zeitpunkt für eine Wahl? Jeder braucht Geld zum Leben. Leider wächst es nicht auf Bäumen. 

Ohne es zu bemerken, ging es nicht mehr um das Schreiben an sich. Darum, Ideen, die ich liebe, aufzuschreiben. Sie zu hegen, pflegen und daraus etwas Tolles zu kreieren. 

Es ging darum, mich zu befreien. 

Auch wenn der Unterschied vielleicht für manche nicht greifbar ist, für mich ist er riesig. 
Ich hatte vergessen, zu lieben, was ich tue. 

...

Für manche mag es wie Zeitverschwendung vorkommen, dass ich stundenlang nach dem einen perfekten Lied für meine Playlist suche. Tausende von Pins bei Pinterest sammle. Skizzen anfertige, aus denen ich im Nachhinein mangels Talent eh nicht schlau werde. Blätter und Notizbücher mit Millionen von Szenen füllen, die ich vielleicht nie schreiben werde. Aber das ist für mich das Schreiben. Es zu L E B E N. 

Und genau das tat ich im letzten Jahr nicht mehr. Ich produzierte. Was für einen gewissen Zeitraum okay ist. Mit dem richtigen Hintergrund. Doch nicht so. Nicht so verzweifelt.

Ich bin noch immer SO froh, dass ich nach vier Wochen die Ausbildung verlassen habe und mich für meinen jetzigen Job entschieden habe. Auch wenn fast alle gesagt haben, dass das dumm ist, eine zukunftssichere Sache zu schmeißen und sich für eine Honorartätigkeit zu bewerben. Ein Job, von dem ich nicht mal wusste, ob er für mich funktioniert. 

Sorry, euch enttäuschen zu müssen, aber das hat es :D 
Ich LIEBE meinen Job, auch wenn er manchmal schwierig ist. Und ich habe Zeit. Zeit, um zu schreiben. 

Es gibt einen Spruch, der sagt, dass man drei Hobbys lieben sollte:
Eines, das dir Geld bringt.
Eines, das dich fit hält.
Eines, dass dich kreativ werden lässt.
(an Nummer 2 arbeite ich noch ;))

Zuerst tat ich es als eines dieser Zitate ab, die nett sind, aber keine große Bedeutung haben. 
Doch mittlerweile steckt für mich mehr Wahrheit dahinter als mir manchmal lieb ist :D 

Ich habe das Lehren während meiner Studienzeit lieben gelernt und ich sage ganz ehrlich, dass es mir fehlen würde, sollte ich einmal genug vom Schreiben verdienen, um theoretisch aufzuhören. Ich habe den besten Job der Welt mit kostenlosen Reisetipps inklusive. Was will man mehr? 

Seit ich mein "Hobby" zum Beruf gemacht habe, habe ich Geld, was beruhigt. Was den sozialen Druck nimmt. Was noch besser daran ist, dass ich all die Sorgen, Ängste, Zweifel und dieses verbissene Gefühl los bin. Und ich kann reisen. Nicht heute. Nicht morgen. Aber generell. Etwas, was auch mit eine meiner größten Leidenschaften ist.

Ich habe keine Situation mehr, aus der ich verzweifelt fliehen muss. Weil ich das, was ich mache, liebe. Weil es mir Spaß macht und ich es nicht mehr hergeben will.

Seitdem ist das Schreiben für mich so viel entspannter geworden. Natürlich möchte ich gern alle Geschichten erzählen, die in meinem Kopf ihr Unwesen treiben. Das wäre toll. Aber ich sehe es nicht mehr so verbissen und so verzweifelt. Ich lasse mir Zeit damit.

Ich schreibe, weil ich es liebe. Und mittlerweile liebe ich es wieder, mich in Szenen einzuigeln und dazu tausende Pins zu sammeln und diesen einen perfekten Soundtrack zu entwerfen. 

Daher mein Rat an alle Schreiberlinge da draußen: Sucht euch einen Job, der euch zufrieden macht. Kein Durchgangsjob, bis ihr den Absprung schafft. Ihr sollt keine Durststrecke passieren müssen, bis ihr vom Schreiben leben könnt. So funktioniert das nicht. Ihr beißt euch fest, verzweifelt und habt keine Energie mehr für das, worum es euch eigentlich geht.

Sucht euch etwas, das euch auch Spaß macht. Einen Plan B, der euch so viel Kraft gebt, dass ihr weiterhin schreiben könnt und wollt.

Dann findet ihr automatisch von allein Zeit und Energie dafür, euren Traum zu leben. Da bin ich mir sehr sicher.

Habt Geduld.







Kommentare:

  1. Wäre ich Autorin hättest du mir damit jetzt definitiv Mut gemacht :D. Toller Post und so herrlich positiv ♥. Ich freue mich für dich ♥♥♥♥♥

    Liebe Grüße
    Insi Eule

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo meine Lieblings-Landei-Eule ♥,

      danke für deine Worte. Mut zu machen, zu motivieren und inspirieren ist genau mein Ziel :D


      Sarah

      Löschen
  2. Hallo liebe Sarah,

    was für ein toller und motivierender Post. FÜr dich und auch andere Leser.
    Ich finde deine Worte und deine Einstellung bemerkenswert und drücke dir weiter die Daumen für all das, an dem du arbeitest und dir vorgenommen hast :-)

    Liebe Grüße,
    Alex

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Alex,

      dankeschön :)

      Ich hoffe, dass ich mir das so weiter erhalten kann :D

      Liebe Grüße,
      Sarah

      Löschen

 
"Dreamer" Design by Mira @CopyPasteLove