Dienstag, 28. Februar 2017

Persönliches | Februar 2017





Der kürzeste Monat in diesem Jahr ist rum. Ich mag den Februar nicht besonders. Das kalte, manchmal auch nasskalte Wetter, die Temperaturen, die teilweise noch einmal ganz schön sinken und der Hauch von Frühling, der sich doch nur wieder in stürmischen Böen oder Schneefällen verkriecht. Ist der Januar noch von den Neujahrsvorsätzen überschattet, gibt der Februar einem nicht viel, auf das man sich freuen kann (es sei denn, man liebt Fasching :D), daher bin ich froh, dass wir nun in den März starten und uns hoffentlich über baldiges Frühjahrswetter freuen können. 


Der Februar begann turbulent: Ich habe Besuch von den Bali-Mädels erhalten und wir hatten ein paar schöne Tage verbringen können, die vollgestopft waren mit Sightseeing, Umherschlendern und Quatschen.
Ich Intelligenzbestie bin natürlich wieder mal ausgerutscht und mit meinem Ellenbogen auf eine Eisfläche geknallt. Mein Arzt konnte vom Röntgenbild her nicht genau sagen, ob er gebrochen war, aber ich hatte für ein paar Tage höllische Schmerzen und einige Wochen eine erhebliche Bewegungseinschränkung. Eine Woche später bekam ich dann auf der anderen Seite eine beginnende Sehnenscheidenentzündung. Perfekte Kombination. Das hieß außerdem Sportpause. Gerade jetzt, wo ich mich wieder eingefuchst hatte. Nunja. Kann ich wohl nicht ändern. Jetzt ist es wieder okay. Hier und da bin ich noch eingeschränkt, aber ich kann mir ohne fremde Hilfe einen Zopf machen und das ist viel wert :)
Ansonsten habe ich sehr, sehr viel gearbeitet. Ich versuche besser in meinem Job zu werden, was mehr Einsatz von Zeit und Energie erfordert. Aber es macht mir Spaß und ich tue das gern. Außerdem habe ich einige Vorbereitungen für etwas getroffen, was jobbedingt vielleicht Ende des Jahres realisiert wird (dazu irgendwann mal mehr, je nachdem, was daraus wird). Dazu gehörte auch eine Menge Papierkram. Bürokratie in Deutschland ist ja eh schon die Hölle, aber wieso es Selbstständigen SO schwer gemacht werden muss, verstehe ich einfach nicht. So nach dem Motto "selber Schuld, wenn du keinen Arbeitgeber willst, der dir das zur Hälfte abnimmt!", thanks for nothing, Deutschland.
Unglaublich gefreut haben mich die Sonnenstrahlen, die gegen Mitte Februar immer mal wieder ihre Ärmchen ausgestreckt haben. Da geht man gleich mit einer ganz anderen Energie in den Tag. Leider hielt das viel zu kurz an, denn danach gab es nur noch trübes und stürmisches Wetter. Perfekt, um zu schreiben :D


Ich fahre mit meiner neuen Methode sehr gut und habe das Gefühl, dass ich mich dadurch besser fokussieren kann und produktiver arbeite. Fakt ist aber, dass mir durch meinen Job Zeit fehlt, die ich im letzten Jahr noch hatte, weswegen es, logischerweise, langsamer vorangeht. Das nervt mich etwas, aber das in so geringem Maße, dass ich damit gut leben kann. Geld und einen tollen Job zu haben ist auch nicht so verkehrt :D
Zwar schüchtert mich die Überarbeitung von Die Weltenbewahrerin zunehmend mehr ein und sorgt für eine Menge Druck, Angst und Zweifeln, aber die ignoriere ich. Mehr oder weniger :D Ich habe diesen Monat die 200-Seiten-Marke in der Überarbeitung geknackt, was mich glücklich und ängstlich zugleich macht. 200 Seiten sind im Kasten und könnten mir eigentlich Ruhe verschaffen. Getan, ist getan und ich bin im Großen und Ganzen auch zufrieden. Aber jetzt geht es an den schwierigeren Teil und ich habe Angst, dass ich das nicht so hinbekomme, wie ich es will. Immerhin laufen jetzt alle Fäden von drei Romanen zusammen und das muss gut werden. Zumal die Hälfte der Zeit, die ich für die Überarbeitung angepeilt habe, nun vorbei ist. 200 Seiten sind mehr als die Hälfte, aber dafür hat es das letzte Drittel echt in sich. Das stresst mich etwas, aber ich weiß, dass der einzige Weg, dieses Gefühl wegzubekommen, ist, weiterzumachen. Jeden Tag einen Schritt nach dem anderen.
Ich habe den Plot für die zwei Short Stories von Amicitia fertiggestellt und der darf nun bis zum Camp NaNoWriMo ruhen :) leider habe ich noch immer keine zufriedenstellende Idee für den Plot von dem dritten Amicitia-Band. Aber ich möchte nichts erzwingen, was ich dann in Kleinstarbeit wieder ändern darf, deshalb lasse ich mich hierbei Zeit und wende mich eher einem anderen Band der Reihe zu, den ich dieses Jahr ebenfalls bis zum Detailplot planen wollte.
Den größten Fortschritt habe ich wohl für WTIS gemacht. Ich habe alle Notizen meiner Recherche geordnet, in verschiedene Gruppen unterteilt und übersichtlich ausgedruckt. Da das dann doch recht schnell ging, ging es an den Feinschliff der Charaktere. Auch hierbei bin ich komplett fertig geworden, was mich sehr freut. Nun kann ich im März die Storyline im Detail ausplanen das wird super, wenn auch sehr herausfordernd.
Insgesamt geht es also voran. Zwar weniger dort, wo es mir wichtig wäre (Überarbeitung), aber jeden Tag ein Schritt weiter in die richtige Richtung. Und da ich mich ja nicht mehr mit anderen vergleichen will, erfreue ich mich einfach an meinen eigenen Arbeitsfortschritten.

The Snow Child von Eowyn Ivey hat mich fast den gesamten Monat über begleitet. Mein Lesetempo ist wunderbar langsam und das gefällt mir total gut so. Aber lassen wir das. Ich habe in dieser Kategorie nun schon genug über meine Leseflaute gejault. Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen, sodass ich direkt die Printversion einziehen lassen musste. Es war so einfühlsam, zart und liebevoll und hach. Außerdem habe ich einen Poetry-Band gelesen: Letters to you von Almaz A. Ich verfolge die Texte schon länger auf Instagram und habe praktisch jedes Bild geherzt. Diese Sprachmagie trifft mich direkt ins Herz und da zögerte ich nicht lange und las das Buch. Selten habe mich poetische Worte SO sehr berührt und ich weiß, dass ich das kleine Büchlein immer wieder aus dem Regal ziehen werde und lesen. Es inspiriert, lässt Wunden heilen und berührt. Begonnen habe ich mit Unterwegs von Jack Kerouac. Die Handlung ist furchtbar wirr, die Charaktere sind mir egal und überzeugen kann es mich überhaupt nicht. Aber trotzdem lässt es sich gut weglesen und daher probiere ich es mal. Gegen Ende des Monats habe ich das Flow Lesebuch gelesen und ordentlich Inspiration erhalten. Ein wenig konnte es meine Liebe zum geschriebenen Wort wieder entfachen, aber die Zeit... Würde ich meine Lesechallenge darauf ausrichten, mit abgebrochenen Büchern zu gewinnen, wäre ich auf dem perfekten Weg :/


Der Februar stand ganz im Monat von Pretty Little Liars. Ich habe die zweite Staffel beendet (und wie erwartet war die Auflösung dumm) und trotzdem direkt Staffel drei weitergeschaut. Die Serie ist echt nicht gut, aber so geschickt aufgebaut, dass ich nicht aufhören kann. Daher folgte auch Staffel vier. Kein Wunder, dass sich meine Augen langsam anfühlen wie Fernseher. Da aber nur fünf Staffeln auf Netflix verfügbar sind, habe ich das Thema zumindest sehr bald abgehakt. Es fuchst mich wie sonst was, dass man anscheinend nach Staffel fünf immer noch nicht weiß, wer A ist. Trotzdem geht das Prinzip für mich total auf und ich bin sehr gespannt, was die jüngsten Entwicklungen bedeuten. Danach folgen aber erst einmal ein paar Filme. So einen Marathon halte ich nicht auf Dauer durch :D Natürlich habe ich wieder GNTM geschaut und bin dieses Jahr mit der Auswahl von "Heidis Mädchen" etwas glücklicher als im letzten Jahr. Es sind sehr viele interessante Gesichter bei, deren Entwicklung wirklich spannend werden könnte.



Diesen Monat habe ich kaum Musik gehört. Das liegt größtenteils daran, dass mein Mp3 den Geist aufgibt und man außer Modellen, die USB-Sticks gleichen und 12€ kosten und Versionen von 200€ kaum etwas findet. Da die Technologie es nicht schafft, Smartphone Akkus wenigstens zwei Tage leben zu lassen, fällt das Musik hören unterwegs flach und ich darf mich bescheuerten Gesprächen von ätzenden Fahrgästen widmen, anstatt in meine Inspirationswelten abzutauchen. Es fehlt mir echt extrem.
Während der Überarbeitung habe ich sehr viel Two Steps from Hell gehört. Und ich liebe, liebe, liebe meine WTIS-Playlist. Hach. Dazu aber irgendwann mehr :)




Der März steht vor der Tür und wird bis auf einige wenige Tage sehr entspannt. Um ehrlich zu sein, freue ich mich darauf. Der Januar war ziemlich chaotisch, der Februar toll, aber so kurz und ereignisreich und ich freue mich darauf, wenn im März ein wenig Ruhe einkehrt. Die Überarbeitung wird weiter im Fokus stehen und das Plotten an verschiedenen Projekten. Das wird toll!


"Soll ich Ihnen noch eine Sportbefreiung für die Schule ausstellen?"
(Mein Orthopäde. Oder seitdem wohl Dr. Charming)


Wie habt ihr den Februar erlebt? Freut ihr euch auch auf den kommenden Frühling? Oder vermisst ihr den Schnee mit seiner einzigartigen Magie?


Liebe Grüße





Freitag, 24. Februar 2017

Das Schreiben | Projektpatenschaft


via


Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch erzählen, warum meiner Meinung nach jeder Autor eine Projektpatenschaft einführen sollte und was daran so erfüllend ist.

Ich habe im letzten Jahr sehr stark gemerkt, dass es manchmal sehr frustrierend ist, dass man niemanden um sich hat, den man vollständig in seine Ideen einweihen kann. Dass es niemanden gibt, mit dem man jedes noch so kleine Detail besprechen kann, mit Spoilern um sich werfen und vor allem eine zweite Meinung zu den Ideen und dem Handlungsverlauf hört.

Daher habe ich mir überlegt, dass ich für meine Schreibprojekte gern eine Projektpatenschaft ins Leben rufen möchte. Langfristig ist geplant, dass jedes Projekt / jede Reihe einen Projektpaten erhält, der vollkommen eingeweiht ist und mir mit Rat und Meinung zur Seite steht. Natürlich nicht gleichzeitig, sonst bin ich ja nur damit beschäftigt, Mails zu schreiben und zu beantworten ;) sobald ein Buch veröffentlicht ist, ist die Patenschaft nicht beendet, aber stillgelegt. Es gibt ja nichts mehr für die Person zu tun ;) aber bis dahin wird es wohl noch dauern...

Aber was bedeutet Projektpatenschaft genau?

Momentan existiert eine aktive Patenschaft. Sie ist quasi ein Testlauf, da wir beide ausprobieren, wie das Konzept funktioniert und in (un)regelmäßigem E-Mail-Austausch stehen. 

Es begann damit, dass ich fragte, ob überhaupt Interesse an so einer Patenschaft besteht und was diese beinhaltet: 

Natürlich Vertrauen an erster Stelle. Ich würde niemanden in meine unveröffentlichten Projekte einweihen, der nachher selbst alles ins Internet setzt oder munter drauflos plappert, was Sarah da wieder auf die Beine stellt. Damit einher geht für mich auch Verschwiegenheit jedem und allem gegenüber.

Und dann habe ich erst einmal begonnen, den Projektpaten zu fragen, was er sich als erste Information wünscht. Denn man darf nicht vergessen, dass niemand so sehr im Projekt steht wie der Autor selbst. Andere sanft in die eigene Gedankenwelt einzuführen kann sich wirklich lohnen :D 

War das getan, habe ich selbst entschieden, welche weiteren Informationen ich von dem Projekt zum aktuellen Stand preisgeben möchte. Beispielsweise bin ich mit der Ausarbeitung der Charaktere noch nicht so zufrieden, daher gebe ich sie noch nicht raus. Eine Art Inhaltsangabe, auch wenn ein Teil davon fehlt, habe ich verschickt, um eine Meinung zu einem Problem zu erhalten. 

Sobald ich mit dem Plotten durch bin, wird die gesamte Handlung an den Projektpaten weitergegeben, der dann quasi als Alphaleser in der Theorie funktioniert. Später, wenn der Entwurf geschrieben ist, vielleicht sogar als Betaleser. 

Der Grund, warum ich hier keinen Namen nenne, oder das Projekt erwähne, liegt daran, dass ich das aufgrund der Verschwiegenheit vorerst noch für mich behalten möchte. Sollte ich meine Meinung dazu ändern und der Projektpate damit einverstanden sein, verlinke ich diese Person in der Projektübersicht (wobei manche sich das vielleicht schon denken können ;)).

Mir tut es enorm gut zu wissen, dass da jemand ist, der sich auf das irgendwann veröffentlichte Buch freut. Der mitfiebert und interessiert ist. Das gibt eine enorme Motivation und gleichzeitig auch den nötigen Tritt in den Allerwertesten, am Ball zu bleiben und weiter zu arbeiten, um abzuliefern. Momentan dümple ich ja eher in meinen eigenen gesetzten Deadlines umher, die aber niemand kennt und demnach kann nur ich mich selbst aufraffen und motivieren (oder die Deadlines mal wieder verschieben).

Mir gibt die Projektpatenschaft also nicht nur Ansporn, sondern auch ein gewisses Gefühl von Ruhe. Ich weiß, dass ich mit jemandem eventuell auftretende Probleme besprechen kann. Dass ich nicht alles mit mir und meinen Charakteren ausdiskutieren muss. Ich kenne ihre Meinung und meine eigene auch. Daher ist es manchmal nicht so einfach, eine Lösung zu finden.
Außerdem ist es immer gut, dass jemand von außen noch einmal auf den Plot schaut und vielleicht Plotlöcher entdeckt, die man selbst als solche gar nicht wahrgenommen hat. 

Ich kann also jedem nur empfehlen, das einmal auszuprobieren und wenn ihr die richtige Person gefunden habt, der ihr das nötige Vertrauen entgegenbringt, dann wird das super!





Freitag, 17. Februar 2017

Amicitia | Reise durch Polen #2




Hallo ihr Lieben!

Kommen wir nun zum zweiten Teil dieser Serie. 

Ich habe euch im letzten Post versprochen, euch dieses Mal mehr von Polen selbst zu zeigen. Tadaaa, here we go :D

In den ersten paar Kapiteln begeben sich die Protagonisten in einen Nationalpark, in dem sie umherwandern und tolle Naturschauspiele bewundern können. Dieser Park ist sehr stark an den Babiogórski Park Narodowy angelehnt, der sich südlich von Krakau befindet. Da es nicht immer passt, wirkliche Orte mit exakter Benennung ins Manuskript einzubauen, verzichte ich manchmal darauf. Jedoch diente dieser Nationalpark als Vorlage für den, den Lee und ihre Freunde besuchen. 


Wikipedia verrät mir, dass die Besonderheit des Parks darin besteht, dass es sich um die darin enthaltene Vegetation um Urwälder handelt, die nie wirtschaftlich genutzt wurden. Insgesamt kann man dort also verschiedene Pflanzen, Bäume, Moose und Tiere sehen. (Quelle)

Sehr eindrucksvoll fand ich die entwurzelten Bäume, die wir immer mal wieder in dem Park gesehen haben. Da mich das auch im Nachhinein noch so beschäftigt hat, habe ich auch diese im Manuskript einfließen lassen. 


Manche Bäume waren entwurzelt worden und hatten eine Fläche an Wurzelwerk mitgerissen, die es an Größe mit jedem Fußballtor aufnehmen konnte. An einigen Stämmen klebten riesige Pilze, die wir mit vor Ekel verzogenen Gesichtern begutachteten.
(Auszug aus Amicitia - Chaos zu sechst)

Ich habe versucht, einige detaillierte Beschreibungen einfließen zu lassen, damit die Leser auch das Gefühl haben, sie wären nach Polen gereist. Zumindest literarisch gesehen :D 


In diesem Kapitel spielt auch das Wetter eine besondere Rolle und ein damit verbundenes Lied. Doch das werdet ihr irgendwann selbst herausfinden können ;) 

Ich hoffe, euch hat der Post gefallen und falls ihr Rückfragen habt, lasst es mich wissen! :)



Freitag, 10. Februar 2017

Die Zeitungswanderin | Nayelis Wohnung



Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch auf Wunsch von Alex und Insi Nayelis Wohnung vorstellen. 

Wie ihr anhand der Vorstellung ihrer Figur erfahren konntet, wohnt Nayeli nicht in derselben Welt wie Ana. Während diese in einer eher mittelalterlich angehauchten Umgebung aufwächst, so ist Nayelis Zuhause definitiv futuristischer. 

Nayeli hat großes Glück, dass sie im luxuriösesten Teil der Stadt aufwächst. So ist die Wohnung trotz wenigen Wohnraums sehr groß und weitläufig geschnitten. Dennoch wirken die Zimmer sehr beengt, da die vielen technischen Gerätschaften, so auch Roboter, ihren Platz brauchen. 


Wenn man die Wohnung nach Einlass durch einen Augenscanner betreten kann, steht man in einem kleinen Flur mit Garderobe. Danach geht es direkt in das große Wohnzimmer, an dem eine Küche angrenzt.
Das Wohnzimmer ist komplett in den reinsten Weißtönen gehalten, die man sich vorstellen kann. Allgemein ist Nayelis Welt eher steril von der Atmosphäre her. Der Blick fällt direkt auf einen riesigen Flatscreen, der beinahe die halbe Wand zur Rechten einnimmt. Dort gegenüber steht ein Esstisch. Links davon ist die Küche mit allerlei sonderbaren Gerätschaften, die man sich so vorstellen kann. Da Nayelis Familie jedoch wenig selbst kocht und von den Robotern kochen lässt, weiß vermutlich niemand, wozu man so viel technischen Schnickschnack hat :D

Rechts vom Wohnzimmer ist Lupitas und Mwaras Schlafzimmer. Dort stehen nur Bett und Schrank drin. Ein kleiner Arbeitsplatz ist im Wohnzimmer eingerichtet. Da alle Arbeiten über den Computer ablaufen, braucht man keinen großen Platz dafür. Außerdem wird strikt zwischen Arbeit und Privatleben getrennt (was jedoch nicht für Schüler zutrifft).
Daneben befindet sich das Bad, das ihr im ersten Teil der Trilogie in einer für Nayeli wichtigen Szene kennenlernen werdet ;) 

Nayelis Zimmer
Am Ende des Wohnzimmers zweigen zwei Räume ab. Einer gehört Yari, Nayelis Bruder und der andere ihr. 
Wenn man Nayelis Zimmer betritt, steht direkt neben der Tür auf der linken Seite die Aufladestation für Kylie, ihren persönlichen Roboter (der ihr meistens Schokolade bringt). Daneben steht links das Bett. Auf der rechten Seite steht ein Schreibtisch, auf dem meistens Unordnung herrscht, da Nayeli nicht immer alle technischen Spielereien beseitigt, bevor sie zur Schule oder schlafen geht. Ansonsten ist das Zimmer mit allerlei futuristischen Geräten zugestopft, deren Sinn mir Nayeli zwar versucht hat zu erklären, den ich aber nicht wirklich verstehe. Vielleicht ist unsere technische Entwicklung für so ein Vorstellungsvermögen noch zu jung :D 


Ich hoffe, ich konnte eurem Wunsch nachkommen, Nayelis Wohnung zu skizzieren und es war interessant für euch! :) 




Montag, 6. Februar 2017

Inspiration #2




Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das mich jedes Mal aufs Neue inspiriert und fasziniert:



Als ich 2009 meine Hardcore-Zocker-Phase von Sacred hatte (ja, okay, momentan auch wieder :D) habe ich auch sehr viel Silbermond gehört. Ihr Lied "Krieger des Lichts" kam für mich wie gerufen und ich hatte es während des Spielens ständig im Hinterkopf.


Irgendwann erzählte Steffi in einem Podcast, dass sie das Buch von Paulo Coelho gelesen hatte und dass das Lied darauf basiert (wenn man Buch und Lied kennt, entdeckt man auch die inhaltlichen Parallelen). Für mich war als überzeugter Zocker für das Licht, Silbermondfan und Leseratte klar, dass ich das Buch lesen musste.

Das tat ich dann auch und ich war vollkommen gefesselt. Das Buch ist kein Roman, sondern eher ein spiritueller Wegweiser für den Alltag. Auf jeder Seite kann man eine Weisheit des Kriegers des Lichts lesen. Paulo Coelho verpackt Werte wie Mitgefühl, Geduld, Durchhaltevermögen und innere Stärke in eine wunderbare, poetische Sprache, in der sich jeder zuhause fühlen kann. 

Da ich momentan wieder Sacred spiele und das Lied im Hinterkopf hatte, habe ich das Buch Ende 2016 erneut gelesen und sogar noch viel mehr Weisheiten gefunden, in denen ich mich selbst erkannt habe. Es lohnt sich also, das Buch in unregelmäßigen Abständen immer wieder zu lesen.

Es hat mich jedenfalls inspiriert, weiter und härter an meinen Zielen zu arbeiten, gleichzeitig aber auch ausgeglichen und ruhig zu sein. Denn ein Krieger des Lichts überstürzt nichts, er wägt ab und entscheidet genau. 

Ein Krieger verbringt seine Tage nicht damit, 

eine Rolle zu spielen, die andere für ihn ausgesucht haben. 

(S. 27)







Freitag, 3. Februar 2017

Das Schreiben | Wieso eine Manusriptidee in der Tonne landet


via

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mit euch über ein etwas ernsteres Thema sprechen. Ich weiß, dass ich mich damit in die Nesseln setzen werde und mich danach bestimmt der eine oder andere unsympathisch findet. Das nehme ich aber in Kauf. Denn ich möchte heute etwas loswerden, was mich seit einigen Monaten beschäftigt. Mich daran hemmt, etwas umzusetzen, was ich gern möchte und mich obendrein enorm traurig macht.

Mir brennt das Thema sehr auf der Seele und ich habe mich entschieden, öffentlich darüber zu sprechen.

Ich verurteile hier niemanden, ich greife auch niemanden an. Ich möchte auch nicht sagen, dass alle so handeln. Aber manche. Das ist manchmal ausreichend.

Es geht um das vielseits diskutierte Thema Diversität in Romanen.
Ich denke, dass jeder, der liest, schreibt oder mit halbwegs offenen Augen und Ohren durch die Welt geht, merkt, dass dieses Thema einen sehr großen Raum eingenommen hat. Nicht nur in Bezug auf den Alltag, sondern auch im literarischen Bereich (alle anderen Medien lasse ich mal außen vor, das führt an dieser Stelle zu weit).

Zu allererst möchte ich sagen: Ich finde es WICHTIG, dass dieses Thema Gehör findet. Ich finde es wichtig, dass Diversität nicht nur im Alltag, sondern auch in Literatur und Kultur zur Gewohnheit wird. Es soll keine Seltenheit sein, dass Homosexualität in Jugendbüchern thematisiert wird. Dass Gläubige sämtlicher Religionen in New Adult vorkommen. Dass verschiedene Hautfarben nichts anderes sind als Hautfarben der Figuren, ohne politische Diskussion oder Rassismus. Ja, das sehe ich auch so, keine Frage.

Toleranz und Akzeptanz sind wichtig. Nicht nur im Alltag, sondern auch in den kulturellen Medien, die unser Meinungsbild mitbestimmen und formen.

Was mich daran nur wirklich immens stört und wo es für mich einen Schritt zu weit geht, ist der Zwang, Diversität in Literatur reinzupressen. Ich verstehe die Sehnsucht oder das starke Bedürfnis danach, dass Dinge, die von der Mehrheit als "anders" wahrgenommen sind, als normal verstanden werden sollen. Denn nichts anderes ist ein lesbisches oder schwules Pärchen: NORMAL. Dass das durch Literatur für sämtliche Zielgruppen geschehen soll, ist auch okay.

Aber irgendwann ist auch mal gut. 

Ich als Autorin kann sagen, dass ein homosexuelles Pärchen nicht in jede Manuskriptidee passt. Dass Religionen und der normale Umgang damit nicht zu jeder Storyline passt. Manchmal sind die Stereotypen einfach gefordert, damit eine gewisse Handlung funktionieren kann. Das versteht man vielleicht nicht, wenn man selbst noch nie einen Roman geplottet und entwickelt hat. "Ob die jetzt mit einer Frau oder mit einem Kerl zusammen ist, ist doch wurscht." Nein, ist es leider oftmals nicht. Und das hat nichts mit Verkaufszahlen, Marketing oder irgendwelchen Rankings zu tun. Sondern eher mit einem Handlungsgefüge, der daraus entstehenden Charaktere, deren Beziehungen untereinander und der Handlungsrahmen, der sich daraus ergibt. Bespricht man kontroverse Themen, muss man sich denen auch mit verschiedenen Standpunkten widmen, diese diskutieren oder zumindest einbeziehen. Das kann man nicht immer im geforderten Umfang in jedem Manuskript leisten.

Ich will nicht sagen, dass irgendwer anders ist, nur weil er eine bestimmte Hautfarbe oder Religion hat. Aber es ist etwas anderes, über solche Themen zu schreiben.

Goodbye
Denn das bringt mich zu meinem eigentlichen Problem, weswegen ich mich mit mehr als schwerem Herzen dazu entschlossen habe, meine Manuskriptidee in die Tonne zu hauen. 

Ich habe einige Diskussionen (nicht nur auf Twitter, sondern auch auf Blogs, goodreads und etlichen anderen Seiten) verfolgt. Dass es weißen Autoren, die "privilegiert" sind, nicht erlaubt sei, über bestimmte Diversitätsthemen zu schreiben. 
Diskussionen, die mich tief erschreckt  und mehr als nur traurig gemacht haben.

"Die haben doch keine Ahnung"
"Die können sich nicht reinversetzen"
"Was verstehen die schon von unseren Problemen."

Das sind Äußerungen, bei denen ich innerlich an die Decke gehe. 

Diejenigen, die am lautesten nach Toleranz und Gleichheit schreien, verurteilen andere für ... genau das?! 
Was läuft denn da bitte schief?!

"Homosexualität sollte nicht nur in der Literatur normal sein."
Eine heterosexuelle Autorin schreibt einen Liebesroman über ein homosexuelles Pärchen.
"Pf, die hat doch null Ahnung, wie es einem geht. Was versteht die davon."

"Hautfarben und Kulturen, die auf Religionen oder einen anderen Glauben basieren, sollten nicht nur in der Literatur normal sein."
Weiße, deutsche, "privilegierte" Autorin schreibt einen Roman über eine türkische Familie.
"Die versteht nichts! Sie ist weiß und privilegiert und obendrein noch Christin! Was hat die für eine Ahnung, wie es ist, Moslem zu sein? Wie es ist, ein Kopftuch zu tragen? Oder wie es ist, als Türkin in Deutschland aufzuwachsen?"

Stimmen fordern Toleranz für Randgruppen und verurteilen diejenigen, die sich damit befassen?! 

Ich hatte eine Manuskriptidee, die ich wirklich mag. Sie sollte von einer jungen Türkin handeln, die versucht, ihre eigene Identität zu finden. Im muslimischen Glauben und türkischen Wurzeln erzogen, mit deutschen Lebensweisen und Standards aufgewachsen. 
Der zentrale Konflikt sollte sein, wer sie ist und welcher Nationalität sie sich zugehörig fühlt. 
Ich hatte mir schon etliche Romane und Nachschlagewerke rausgesucht, um das Leben in einer türkischen Familie gut gestalten zu können, ohne in Klischees abzudriften. Ich hatte schon die gesamte Handlung fertig geplottet und die Protagonistin unglaublich liebgewonnen. Ihre gesamte Familie, die einen Süßigkeitenladen betreibt und den vorbeigehenden Schulkindern etwas zusteckt. Ich hatte mich so auf diese gemütlichen Szenen gefreut. Tue es noch immer. Irgendwie.

Aber mittlerweile ist mir komplett die Vorfreude darauf vergangen. Die Zeit, die ich investieren müsste, um eine realistische Darstellung zu erschaffen, wäre doch sowieso verschenkt.
Ich weiß doch, was mir blüht. Was Leser mir vorwerfen würden / könnten / werden.

Dinge, an denen ich nichts ändern kann.
Sorry, ich bin nun mal Deutsch. Weiß. Privilegiert. Christlich erzogen.
Daran kann ich genauso wenig ändern, wie Homosexuelle ihre sexuelle Neigung. Farbige ihre Hautfarbe. Gläubige ihren Glauben.

Und das haltet ihr, die ihr nach mehr Toleranz für solche Themen schreit, anderen vor?

Ohne mich. 





 
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