Montag, 31. Oktober 2016

Gelebt | Oktober 2016



Hallo ihr Lieben!

Nachdem der letzte Monatsrückblick eher traurig oder sagen wir, resigniert geprägt war, kann ich euch heute versprechen, dass es fröhlicher zugehen wird.

Denn: Ich bin glücklich. Der Oktober war NOCH besser, als ich erwartet hatte. Also so komplett. Ich habe einen Job, der mir so viel Freude bereitet, dass ich jeden Tag voller Vorfreude losgehe und mich darauf freue, was passiert. Obwohl ich neu bin, Vieles sehr herausfordernd ist und ich eigentlich vollständig nervös sein musste, bin ich unerwartet gelassen und ruhig. DAS macht mich mittlerweile am meisten nervös :D ich suche die ganze Zeit nach einem Haken, den es aber nicht gibt. Weil es passt, weil sich alles ineinanderfügt und mir endlich die Ruhe gibt, die ich, seit ich aus der Schule raus bin, vergebens gesucht habe.

"Man, was arbeitest du denn jetzt?", höre ich euch die ganze Zeit fragen.
Ich unterrichte :) Deutsch als Fremdsprache für motivierte, lernwillige und mehr als interessante Menschen aus allen Ecken der Welt. Und ich kann euch sagen: Es ist so bereichernd, interessant, toll und erfüllend, dass ich es kaum glauben kann, dass ich das nicht viel eher gemacht habe.

Ich bereue es zu keiner einzigen Sekunde, aus der zukunftssicheren Ausbildung mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag in einen Honorarjob gegangen zu sein. Manchmal macht das Risiko einen glücklicher als alle Sicherheit der Welt.

Ich habe das erste Mal seit sechs Jahren das Gefühl, dass sich alles irgendwie findet und ich auf dem richtigen Weg bin und ich werde alles dafür tun, dass dieses Gefühl bleibt. <3


Meine Tage sahen diesen Monat so aus: Unterricht vorbereitet, dann manchmal geschrieben (ich habe einen Job, bei dem ich beides unter den Hut kriege, ahhhh, ich freu mich so :D), nachmittags zur Arbeit und dort mit meinen Teilnehmern Deutsch gelernt. Und ich bin so stolz darauf, wie gut manche geworden sind und was wir da so im Kurs teilweise auf die Beine gestellt haben. Dass ICH diejenige bin, die sie an diesen Punkt gebracht hat, auch wenn ich noch sehr, sehr, sehr viel in diesem Bereich zu lernen habe und verbessern muss. Ich freu mich darauf.
Dadurch, dass ich nun selbstständig bin, habe ich auch alle Freiheiten, mich im Netz zu bewegen. Das hat mir eine enorme Last von den Schultern genommen, weswegen ich mir einige Gedanken über Social Media gemacht habe. Doch die meisten sind noch geheim :D
Geprägt war der Monat von Nachrichten, die ich mit der lieben Tinka ausgetauscht habe. Wir haben uns die lustigsten Dinge erzählt und ich habe den Austausch sehr, sehr genossen. Ich freue mich schon auf den November! :D
Ich habe herzlichst viel gelacht in diesem Monat und das meistens über mich selbst, weil ich in die lustigsten Situationen geraten bin, alte Musik ausgekramt, Sacred 2 angespielt habe und einfach mein Leben genossen habe. Es tat SO gut.



Ich wollte eigentlich sowohl an Die Lichtmagierin und Die Weltenbewahrerin arbeiten. Leider taten sich im zweiten Band mehr Probleme auf als mir lieb ist. Daher habe ich Die Weltenbewahrerin in Urlaub geschickt und mich wieder (mal) dem zweiten Teil gewidmet *seufz*. Ich kann es echt kaum noch hören. Aber dazu wird im November ein ausführlicherer Post folgen.
Hier und da gab es ein wenig Recherche für WTIS, weniger als ich wollte, aber mehr als ich jemals im September geschafft hätte. Momentan habe ich das Gefühl, dass ich meine Recherche unerwartet doch abgeschlossen habe. Jedenfalls merke ich, dass viele Dinge nur noch überblättere, weil ich sie bereits weiß. Ein gutes Zeichen, nehme ich an. Dass dadurch mehr als die Hälfte ungelesen bleibt, erstaunt mich daran aber. Werde demnächst nochmal meine Lektüreauswahl sichten und vielleicht erneut eingrenzen. Dann folgt eine Zusammenstellung meines bisherigen Wissens und dessen Eingliederung in Charaktere und Plot. Puh. Davor gruselt es mich ein wenig :D
Ich habe Zeit fürs Schreiben, neben der Arbeit. Das ist das, worauf es mir ankommt und das macht mich SO glücklich, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Davon habe ich immer geträumt und ich kann es kaum fassen, dass mir das irgendwie mal so eben gelungen ist. Denn geplant war das so nicht.



Ich hatte Zeit zum Lesen! *abtanz*
Der Monat begann mit #30TSC, wozu ich bereits meine Meinung online gestellt habe. Weiter ging es mit Uninvited, was okay war. Leider war der Fokus, auf den ich laut Klappentext gehofft habe, nicht ganz da, wo er meiner Meinung nach hingehörte. Anschließend folgte Station Eleven, was vielversprechend begann, dann aber sehr zäh und langweilig wurde. Echt schade. Anschließend las ich Coherent von Laura Newman. Wenn mich ein Buch, das in Frankreich spielt, begeistern kann, will das wirklich was heißen.
Mein Ziel war es, dieses Jahr 80 Bücher zu lesen, was für mich schon irre wenig ist. Mit 4 büchern "behind schedule" war es klar, dass ich es nicht schaffe, dieses Ziel zu erreichen. Also habe ich es auf 70 runtergeschraubt. Es ärgert mich, nervt und frustriert. Aber gut. Ist wohl so :(


Quartett mit Maggie Smith. Darin geht es um ältere und ehemalige Theaterschauspieler, Opernsänger, usw., die nun in einem Altenheim leben. An sich eine nette Idee, aber viel zu klischeebesetzt. Trotzdem war eine Szene mit Maggie Smith der Knaller. Allein daher hat es sich gelohnt. The Stanford Prison Experiment ein Film, der von der Idee her richtig gut war, leider (trotz Ezra Miller) mäßig gut umgesetzt wurde. Man hätte wirklich mehr draus machen können. Eine absolute Qual und beinahe schon körperlicher Schmerz war Die Entdeckung der Unendlichkeit. Ich hatte mich so sehr auf den Film gefreut (Felicity Jones!), aber puh. Die Dialoge waren hölzerner als bei jeder Abendsoap, die Nerdigkeit zu viel des Guten und sorry, aber ich halte Eddie Redmayne nicht aus. Danach wollte ich eine Walhai Dokumentation gucken, aber Amazon sagte mir, dass ich dafür mein FSK 18 bestätigen müsse. Ähm ja.

Ich finde das Lied nicht mal wirklich gut. Aber ich habe seit Beginn Oktober einen permanenten Ohrwurm davon und irgendwie hat es mich dadurch indirekt den gesamten Monat über begleitet. 




Im November startet der NaNoWriMo, bei dem ich dieses Jahr höchst spontan mitmachen werde. Ihr könnt mich gern adden, wenn ihr das wollt :) Bin ja mal sehr gespannt, ob ich was zustande bekomme, oder das Ding total gegen die Wand fahre, haha :D
Der November wird ein furchtbar aufregender, aber auch stressiger Monat. Es steht ein Blind Date mit Tinka an, auf das ich mich riesig freue und ich bin furchtbar aufgeregt. (das ist TINKA!) Das Wochenende danach ist mein Gebärdensprachworkshop, den ich nun endlich realisieren kann. Auch hier bin ich total aufgeregt und nervös, wie das wird und wie ich mich damit so anstelle. Vielleicht sollte ich nochmal ein paar Folgen Switched at birth bis dahin schauen... :D
Außerdem habe ich nächsten Monat einen neuen Sprachkurs. Neues Sprachlevel, neue Teilnehmer, ich bin schon sehr gespannt und freue mich riesig. Ich kann so weiter dazulernen und meine Kompetenzen ausbauen.
Ich liebe mein Leben momentan so sehr und ich bin SO dankbar, dass ich dank meiner Entscheidung, die Ausbildung zu verlassen, solche tollen Erlebnisse möglich machen kann <3



Obdachloser: Haste Geld?
Ich: Nein.
Obdachloser: Egal, hast trotzdem ne hübsche Frise. 

(U-Bahnhof-Romantik?)



Wie war euer Oktober? Genießt ihr den Herbst auch so sehr wie ich? Freut ihr euch auf den November oder macht ihr sogar beim NaNo mit? Wie würdet ihr euch entscheiden? Ein Leben zu leben, das euch glücklich macht, oder finanziell und zukunftssicher abgesichert zu sein?


Liebe Grüße





Freitag, 28. Oktober 2016

Die Zeitungswanderin | Charaktervorstellung Chowen





Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch Chowen vorstellen, der euch im Laufe von Die Zeitungswanderin begegnen wird.


Hallo.

Ich bin Chowen. Zumindest denke ich das. Um ehrlich zu sein … weiß ich gar nicht mehr, wer ich wirklich bin.

Ich stamme aus Mautami und habe eine ältere Schwester, Casoria. Wir sind ein Herz und eine Seele. Schon früh wurde meiner Familie bewusst, dass ich anders bin als andere Gleichaltrige. Ich sprach nur sehr wenig, war in mich gekehrt und habe mich gern zurückgezogen und gezeichnet. Das war meine Art, mich auszudrücken und das in Bilder zu verpacken, was meine Worte niemals gekonnt hätten. Das Malen war mein Kontakt zur Außenwelt und gleichzeitig das einzige Mittel, mit dem ich das loswerden konnte, was mich beschäftigt.

Eines Tages trat ein merkwürdiges Wesen in unsere Zeitung ein, was ein Massaker auslöste. Hierbei wurden meine Eltern getötet und ich mit der Magie dieses Abschaums gestreift. So lautet zumindest die Erklärung der Gelehrten in Mautami.

Seitdem besitze ich die Gabe, durch die Zeitungen wandern zu können. Nur ist diese Fähigkeit nicht vollständig in meinem Gehirn ausgebildet. Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert und ich spreche nicht alle Sprachen, so wie es normalerweise sein sollte.

Der Tod meiner Eltern, der Umzug zu meiner Tante, dieses seltsame Etwas in mir, das war alles zu viel für mich. Ich probierte, die Zeitung zu wechseln und seitdem irre ich verloren durch die verschiedenen Welten und weiß nicht, wo ich bin und wie ich nach Hause komme.

Ich vermisse meine Schwester und meine Tante. Mein Zuhause. Das Zeichnen. Ich hatte mir so sehr gewünscht, Schüler der renommierten Zeichenschule Mautamis zu werden. Doch das ist alles vorbei.

Wo gehöre ich eigentlich wirklich hin? Was bringt mir eine Gabe, die nicht vollständig ausgebildet ist?

Mittlerweile habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, jemals wieder den Weg nach Hause zu finden. Wer weiß, wie es meiner Familie geht. Dazu bin ich schon zu lange weg.


Ich glaube, … letztendlich ist es egal, wer ich bin. Es spielt nämlich keine Rolle mehr. Ich werde für immer umherirren und daran wird niemand etwas ändern können.

Blue Blood - Foals 








Freitag, 21. Oktober 2016

Amicitia | Die Überarbeitung




Hallo ihr Lieben!

Im heutigen Post möchte ich euch von der Überarbeitung zu Amicitia - Chaos zu sechst erzählen, auch wenn diese noch nicht abgeschlossen ist.

Ich habe das Projekt vor vielen Jahren abgeschlossen und seitdem dümpelt es eigentlich und leider nur so vor sich hin. Damals hatte die erste Fassung mehr als 600 Seiten, was natürlich viel zu viel ist. Für den Roman an sich, für die Zielgruppe und ganz generell.


Bis vor einigen Jahren hatte ich keine Ahnung, wie ich eigentlich überarbeiten muss. Ich hab das Manuskript immer und immer wieder gelesen, Dinge umgeschrieben, gestrichen und irgendwann gemerkt, dass das so überhaupt nichts bringt. Ja, das Manuskript wird kürzer und das war in dem Falle sicherlich nicht verkehrt, aber so richtig überarbeitet habe ich nicht.

Mittlerweile habe ich aber ein sehr gutes System entwickelt, was ich euch schon einmal vorgestellt habe. Natürlich weicht dieses System minimal je nach Projekt ab (ich muss bei Amicitia nicht auf das Worldbuilding achten oder ob die fantastischen Elemente nachvollziehbar sind), aber ich habe einen Fahrplan, wie ich das Manuskript verbessern kann. Hoffentlich :D

Momentan befinde ich mich in der ersten Phase: Ich lese das Manuskript durch und gucke mit Hilfe von den Schreibratschlägen von Hans Peter Roentgen, ob die Szenen gelungen sind oder nochmal umgeschrieben werden müssen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, diese Phase bis Ende des Jahres über die Bühne zu kriegen, aber das wird wohl nicht klappen. Ist zwar schade, aber ich kann es nicht ändern.


Die Anmerkungen, die ich im Ausdruck vornehme, pflege ich in Form von Kommentaren bei Papyrus ein. Das am besten, während die Playlist zu dem Projekt läuft (die ich euch auch noch irgendwann vorstellen werde, wenn sie fertig ist).

Im vorletzten Schritt gehe ich das gesamte Projekt noch einmal mit der Stilanalyse von Papyrus durch und setze die Kommentare in die Tat um. Dann folgen bei diesem Projekt noch einige Extras, die sich hauptsächlich um die Reiseroute drehen.

Habe ich das erledigt, lese ich noch einmal jedes Kapitel durch und mache mir Anmerkungen, ich nenne es meine „checked“-Liste. Sobald mir irgendwas auffällt, oder mein Bauchgefühl sagt „halt, da stimmt was nicht!“, wird es notiert. In der Hoffnung, dass in diesem Stadium nicht mehr allzu viel zusammenkommt (bei Die Lichtmagierin waren es immerhin vier Seiten Notizen, wenn auch handschriftlich…), gehe ich das Manuskript nochmal durch und dann ist es, wenn alles glatt geht, fertig. Oder so etwas in der Art :D



Auch wenn ich im Moment noch nicht sagen kann, wie die kommenden Schritte abgelaufen sind (sollte ich es dann ergänzen?), wollte ich euch trotzdem gern davon berichten, wie der aktuelle Stand ist und was so in den kommenden Monaten ansteht :)







Samstag, 15. Oktober 2016

Das Schreiben | Schreiblaunen #1




Die ganze Zeit habe ich schon gehibbelt, wann endlich wieder ein neuer Schreiblaunen-Post kommt, an dem ich endlich, endlich, endlich teilnehmen kann. Nun ist es an der Zeit und ich kann es kaum erwarten, euch meine Antworten mitzuteilen:

Woran ich gearbeitet habe


Ich hatte mir im Oktober vorgenommen, Die Weltenbewahrerin weiter zu überarbeiten, was bisher leider nicht so gut funktioniert hat. Zum einen war ich höchst unzufrieden mit meinem bisher Geschriebenen, weshalb ich beschlossen habe, einen Schritt zurückzugehen und das zu lesen, was ich bisher dort zustande gebracht habe. Darüber wird aber im November ein ausführlicher Blogpost folgen.
Ansonsten wollte ich Die Lichtmagierin in die Feinkorrektur schicken und danach beenden. Also so vollkommen. Leider hat auch das nicht funktioniert. Es taten sich doch mehr Löcher auf, als ich bisher annahm, obwohl es mir insgesamt sehr viel besser gefällt als noch zu Beginn diesen Jahres. Also habe ich Die Weltenbewahrerin nochmal in den Urlaub geschickt und arbeite jetzt am zweiten Band der Trilogie. Mal wieder *seufz*
Ansonsten läuft die Recherche zu WTIS parallel weiter, immer mal wieder, wenn Zeit bleibt.

Was sich als nützlich erwies


Wie ich schon oben angedeutet habe: Manchmal ist es besser, den aktuellen Stand zu akzeptieren, als einfach weiter zu machen, nur weil irgendeine Deadline sagt: du musst! Mir hat es geholfen, einzusehen, dass das, was die Geschichte erfordert, IMMER Vorrang haben sollte. Ganz egal, worum es geht. Also habe ich darauf gehört, bin einen Schritt zurückgegangen und habe mich dem zweiten Band zugewandt, statt mit dem Dritten weiterzumachen. 

Das stört mich noch


Manche Stellen im Manuskript selbst und meine Ungeduld. Ich bin ziemlich hart mit mir, sobald es um das Schreiben geht. "Du könntest doch viel mehr schaffen, wenn". Dass ich jetzt wieder auf demselben Punkt stehe und nicht vorankomme, wie es eigentlich geplant war, stört mich enorm. Dass ich den ersten Entwurf nicht direkt besser geschrieben habe und nun alles so furchtbar kleinschrittig ausmerzen muss. Ich weiß aber, dass es notwendig ist und versuche dadurch, den inneren Kritiker damit ruhig zu stellen (funktioniert mittel).

Spannende Artikel


Sehr aufschlussreich und vor allem wichtig finde ich die Mental Health-Reihe, die Myna Kaltschnee auf ihrem Blog gestartet hat.

Ein Artikel vom Schreibmeer, der gleichermaßen amüsant und traurig zugleich ist. Er hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Vom Mut in der Öffentlichkeit zu stehen
Ein Post von der lieben Tinka Beere, die darüber berichtet, wie es ist, (als Autor) in der Öffentlichkeit zu stehen und was das für positive, aber auch negative Konsequenzen mit sich zieht. 

Roadtrip durch Österreich
Falls ihr ein wenig Entspannung in Form von tollen Bildern braucht: Nichts wie hin zu Alex! 

Zitat des Augenblicks

Be a warrior, not a worrier










Freitag, 14. Oktober 2016

Das Schreiben | Break it down!




Hallo ihr Lieben!

Ich wollte euch heute an einem Erfahrungsprozess teilhaben lassen, der mich persönlich sehr überrascht hat und euch vielleicht genauso gut tut, wie mir.

Diese Methode ist nicht ausschließlich für Schreiberlinge gedacht, sondern auch für Studenten, die für eine Klausur lernen müssen, Schüler, die sich aufs Abi vorbereiten oder andere Kreative, die ein größeres Projekt planen.

Schon sehr oft habe ich davon gelesen, dass man sich große Ziele in kleine Ziele aufteilen soll und diese Schritte der kleinen Ziele aufschreiben, um besser planen zu können. Bisher bin ich felsenfest davon ausgegangen, dass das Quatsch ist.

Warum?

Ein Beispiel:

Ich weiß, dass ich ein Projekt überarbeiten muss. Bei mir besteht die Überarbeitung aus vielen kleinschrittigen Elementen, die alle irgendwie fest in meinem Kopf und in der passenden Excel-Tabelle verankert sind. 

Also weiß ich ja indirekt von den kleinschrittigen Schritten und indirekt weiß ich auch, dass ich Punkt eins abhaken muss, bevor es an Punkt zwei geht. Logisch. Deadlines hatte ich mir in den Kalender geschrieben … also … was soll das?!

Ich merkte, dass ich unruhiger wurde, je näher der September rückte. Weniger Zeit zum Schreiben = mehr Zeit in die Planung stecken. Zu wissen, dass ich sehr viel erledigen muss, hier und da im Kopf habe, was getan werden sollte, war irgendwie nicht der Schlüssel zum Erfolg.

Über tausend Ecken bzw mehrere Instagramaccounts und Pins bei Pinterest ;) bin ich auf eine Übersicht gestoßen, „break it down“ von Ashley Wilmot. Sie hat auf optisch hübsche Art eine Möglichkeit gezeigt, mit der sie Projekte in kleine Schritte unterteilt. Das war der Moment, wo ich dachte: WOW! Das ergibt ja wirklich Sinn!


Also habe ich meine momentanen Baustellen geschnappt und auf eine Liste geschrieben, was da gerade alles ansteht. Erst mal ganz grob. Und da ich mittlerweile genug von der Zeitungswanderer-Trilogie und Amicitia geredet habe, nehme ich hier mal als Beispiel WTIS:

Grobe Ziele hier sind:
  • die Recherche durchführen + beenden
  • Charaktere und letzten Handlungspunkt (nach-) plotten
  • Kapitel + Szenen aufteilen
  • Kapitel + Szenenreihenfolge

Das ist ja alles schön gut. Aber ich denke, dass jeder merken wird, dass da noch etliche Unterschritte notwendig sind. Zum Beispiel stehen bei der Recherche noch einige Dinge an, über die ich jetzt nicht so detailliert sprechen kann, aber sagen wir, ich habe etwa ein Drittel geschafft. Wenn man ein Auge zukneift und wohlwollend ist :D

Ich habe dann auf meiner „break it down-Liste“ den Projektnamen notiert und mein Ziel. 

Da WTIS eher nebenher läuft, ist es mein Ziel, immer mal daran zu arbeiten. Bei der Lichtmagierin steht dort zB: Bis 31.12. die Feinkorrektur beendet haben. Oder bei der Weltenbewahrerin steht dort, dass ich bis Ende des Jahres mit der gröbsten Korrektur durch sein will.

Dann habe ich mich an die Vorlage von Ashley Wilmot gehalten:


Links vier Kästchen für die main steps und rechts das break it down.

Links kommen also die groben Punkte rein, die ich mir auf der Liste notiert habe. Natürlich sind da mehr als vier Punkte, die zusammen kommen. Aber ich finde es gut, dass man sich alles Stück für Stück vornimmt. Es tut ja auch nicht weh, einen Notizzettel als braindump zu haben, auf dem man notiert, was noch alles getan werden muss. Nur eben nicht jetzt und nicht im Rahmen der vier Schritte.

Also Punkt 1:

Recherche durchführen und beenden
Break it down: Bücher lesen, Anmerkungen erstellen, überlegen, ob alle Fragezeichen beseitigt sind, ggf. weitere Bücher lesen.

Punkt 3:

Kapitel + Szenen aufteilen
Meine Übersicht aus der Schneeflockenmethode in Kapitel einteilen, daraus eine Szenentabelle basteln, die ich anhand von Roentgen aufbaue

Die anderen Punkte erwähne ich nicht, denn das verrät zu viel. Also pssst :D

So, wozu jetzt nochmal das Ganze?

Ich habe sofort gemerkt, dass ich ruhiger wurde. Weil alles festgehalten ist, ich nichts mehr in meinem Kopf behalten muss und einen Fahrplan habe, der sehr genau ist. Ich weiß mit einem Blick sofort, wo ich stehe und wo ich hin muss. Was erledigt ist, was erledigt werden sollte. Und das gibt mir ein gewisses Gefühl von Sicherheit.

Demnach muss ich sagen, dass ich meine Meinung gegenüber grobe Ziele in kleinschrittige Teilziele umzuändern, revidieren muss. Man hat auch so viel mehr Erfolgserlebnisse, über die man sich freuen kann. Wenn ein Kästchen abgearbeitet ist, sind es im aktuellen Schritt nur noch drei große Ziele, die dich zum nächsten Schritt führen, das ist doch cool!

Wie handhabt ihr das? Brecht ihr Ziele kleinschrittig auf, oder haltet ihr nichts davon? Oder macht ihr es schon immer so und seid der totale Fan davon?






Freitag, 7. Oktober 2016

Das Schreiben | #motivationskit





Hallo ihr Lieben!

Letztes Jahr habe ich von meinen Eltern eine richtig hübsche Schatulle geschenkt bekommen.


Bisher wusste ich nicht wirklich, für was ich diese verwenden möchte. Manche Autoren nutzen Ideengläser, um dort ihre Inspirationen zu verwahren, aber das ist mir persönlich zu unübersichtlich. Da bleibe ich bei meinem zehn Jahre alten Notizbuch :)

Letztens bekam ich aber eine Idee, was ich damit anstellen möchte und daran möchte ich euch teilhaben lassen.

Ich stelle euch vor: Das Motivationskit!


Egal, was man im Leben tut, manchmal hat man einfach keinen Bock. Dabei ist es egal, ob es um Dinge geht, die man gern macht, oder nicht. Es gibt diese Tage, wo man aufsteht und schon spürt, dass man lieber im Bett geblieben wäre.

An solchen Tagen fällt es mir schwer, mich zu irgendwas zu motivieren. Meistens klappt das ganz gut, dass ich das aus eigenem Antrieb heraus schaffe, aber eben nicht immer. Vor allem, wenn die Selbstzweifel zuschlagen und einen in eine negative Gedankenspirale bringen.

Meistens überlege ich dann im ersten Schritt, wie aus diesen Denkmustern und dieser „meh“-Stimmung wieder rauskomme. Ich habe oft genug versucht, das zu ignorieren und trotzdem geschrieben oder überarbeitet. Aber ich kam so schleppend und zäh voran, dass mich das meist nur noch mehr runtergezogen hat, als wenn ich es gelassen hätte. Denn das, was ich produziert habe, war meistens für die Tonne.

Mir fallen dann hier und da Dinge ein, die mich motivieren könnten. Ein guter Film. Spezielle Musik. Worte der Familie oder guter Freunde. Ein Moment des Glücksgefühls, zum Beispiel, dass ich das Exposé gemeistert habe, was für mich unerreichbar schien. Es gibt so einiges, was einen motivieren kann, das aktuelle Loch schrumpfen zu lassen.


Daher dachte ich, dass es doch eine gute Idee wäre, diese kleinen Helferchen auf Zettel zu schreiben und in die Schatulle zu tun. So habe ich mein Erstes Hilfe Paket stets vor Ort, kann einen Zettel ziehen und das tun, was darauf steht. Oder auf dem nächsten oder einem ganz anderen Zettel.

Ich finde den Gedanken toll, dass ich einen Ort habe, wo ich gebündelt alles vorfinden werde, was mir in so einem Moment hilft. Denn die Hälfte der Lösungsmöglichkeiten vergesse ich meistens. Jede Situation erfordert auch ein anderes Mittel.

Wenn ich das Gefühl habe, ich habe eine richtig schlechte Szene geschrieben, die niemand lesen will, erinnere ich mich daran, dass es Menschen gibt, die Interesse an dem haben, was ich mache und hinter mir stehen. Da hilft das mehr, als wenn ich mir einen Pott Ben&Jerry`s reinkloppe (wobei das schon beinahe Lösung für alles ist. Also fast).



Was motiviert euch? Wie zieht ihr euch aus so einer Stimmung? Woraus besteht euer Motivationskit? Hättet ihr Interesse daran, dass ich ein paar meiner Helferchen in unregelmäßigen Abständen vorstelle? Dann lasst es mich in den Kommentaren wissen! Euer Wunsch ist mir Befehl! ;) 



Montag, 3. Oktober 2016

Das Schreiben | Meinung zu "30 Tage Schreibchallenge"





Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch den Schreibratgeber 30 Tage Schreibchallenge von der lieben Tinka vorstellen.




"Mit nur 10 Minuten täglich zu deiner Schreibroutine


In "30 Tage Schreibchallenge" weihe ich dich in sechs Geheimnisse ein, die es dir leicht machen, jeden Tag zu schreiben. Kreativ austoben darfst du dich dann im Tagebuchteil: Dokumentiere deinen Fortschritt, beantworte täglich eine Frage zu deinem Schreiben und male die süßen Illustrationen aus. Für Tage, an denen du unmotiviert bist, gibt es meine Erste-Hilfe-Tipps. Wem das alles noch nicht ausreicht, für den habe ich am Ende noch ein bisschen extra Motivation mit in das Buch gepackt."

Neugierig geworden?
Dann könnt ihr den Ratgeber HIER kaufen.


Und bevor einige sagen "ja, das ist doch aber alles Mumpitz, du magst Tinka, ist doch klar, dass dir das gefällt!" Nö. Was bringt es dir, als Leser, noch Tinka, wenn ich sage, wie supidupi ihr Sachbuch ist, wenn ich das gar nicht so empfinde? Richtig.

Eigentlich hatte ich vor, eine Art Erlebnisbericht zu verfassen, aber irgendwie kam dann doch alles ganz anders, als man es sich in seiner Vorstellung so zusammenreimt.

Und das kam so:

Schon im Vorfeld hatte ich mir so meine Gedanken zu dem Titel gemacht. Von 30 tanzend-schielende Chamäleons zu 30 Tiger schreiben cool und 30 trällernde Säufer campen, war ich mir sicher: Der Titel würde lauten: 30 Tage Spaghetti Carbonara. Mjam!

Weil Tinka rockt, hat sie mir ein PERSÖNLICHES (!) Vorab-Exemplar zur Verfügung gestellt, weswegen ich völlig aus dem Häschen war.


Eigentlich wollte ich sofort anfangen zu lesen und mir überaus sinnvolle Notizen für die Rezension machen, doch es gibt so Dinge im Erwachsenenleben, die einem dazwischenkommen. Also trug ich den Staubsauger in mein Zimmer, drehte mich nur ein einziges Mal um – ich schwöre! – und schwupps, hatte sich der Staubsauger MEIN #30TSC geschnappt.

Ähm. Hallo, …. Du … Staubsauger? Kannst du mir bitte mein persönliches Vorab-Exemplar wiedergeben?

Nein, wieso?!

Ja, weil es meins ist. Da steht mein Name drin.

Das kann ja jeder behaupten! Vielleicht heiße ich auch Sarah. Du hast mich noch nie nach meinem Namen gefragt.

Äh … ja. Aber … du hast nicht mal Arme. Wie willst du das Buch lesen? Geschweige denn, eines schreiben? Also … worüber überhaupt?

Das ist genau der springende Punkt! Wir Staubsauger sind total unterschätzte Wesen! Kennst du ein Buch, in dem ein Staubsauger der Protagonist ist? Oder die Welt vor allem Bösen rettet? Nein! Das muss sich ändern!

Und wieso hast du da zu Tinka Beeres Ratgeber gegriffen? Es gibt schließlich viele gute und weniger gute Ratgeber auf dem Markt …

Sie hat so viel Werbung gemacht, dass man sich dem ja kaum entziehen konnte. Und ein Teaser war interessanter als der andere … Also Marketing kann sie! Und da bin ich neugierig geworden … Sie erscheint mir kompetent in diesem Bereich zu sein und da wollte ich mal schauen, wie sie ihr Wissen an Unwissende weitergibt.

Weißt du was, das glaub ich dir sogar. Tinka von und zu Teaserqueen.

Während ich die erste Hälfte von dem Ratgeber gelesen habe, ist mir vor allem der einfühlsame Schreibstil aufgefallen.

Wie meinst du das genau?

Unterbrich mich doch nicht immer! Zu Beginn erläutert sie, weshalb eine Schreibroutine sinnvoller und zielführender ist als Schreibflashs. Dabei berichtet sie von ihren eigenen Erfahrungen (und man stellt fest, dass sie gut im Rechnen ist) und das gefällt mir sehr gut. Das macht sie nahbar. Weißt du, wie ich meine? Das Buch ist einfach Tinka.

Ja, sie ist sehr feinfühlig im Teilen von Erfahrungswerten, das stimmt.
Du bist doch Neueinsteiger auf dem Gebiet des Schreibens. Findest du, man versteht das als Anfänger?

Willst du mich mobben?!

Nein! Nur beschäftige ich mich schon länger mit dem Schreiben und mir sind so einige Fachbegriffe geläufig.


Ich werde nie vergessen, wie du zum Abi im Zimmer auf und ab gelaufen bist und die ganze Zeit etwas von retardierendes Moment gefaselt hast ...
Doch, ich habe alles sehr gut verstanden. Die Informationen sind verständlich und nachvollziehbar erklärt. Sehr komprimiert, aber sie geben für den ersten Moment den nötigen Überblick, den ich benötige, um den ersten Tritt in den Hintern zu nutzen.

Das ist sehr schön!

Findest du es denn ebenfalls interessant zu lesen, obwohl du die Begriffe schon kennst?

Natürlich sagen mir viele der Begriffe etwas, aber trotzdem konnte ich noch einiges dazulernen.

Zum Beispiel?

Wie wichtig Prämissen für die Entstehung eines Romans wirklich sind. Und dass ich Tinka suspekt bin, weil ich ein Outliner bin.

Ah ja… das sind natürlich wichtige Erkenntnisse.

Was hat dir denn, abgesehen von dem Schreibstil, besonders gut gefallen?

Ich fand den Aufbau sehr verständlich und sinnvoll. Dass ich zuerst erfahre, wie ich einen Roman schreiben kann und welche unterschiedlichen Methoden es dafür gibt, dann, wie man sich daran setzt, auch wirklich in die Tasten zu hauen und im Abschluss sogar Vordrucke serviert bekommt, an denen man sich orientieren kann. Gerade für mich als Neuling sehr hilfreich. Außerdem gefiel mir, dass man am Ende einige Anregungen bekommt, wie und wo man mit anderen Schreibverrückten zusammen schreiben kann und den Schreiballtag auflockern. 
War für dich denn auch etwas dabei?

Und ob!
Ich fand das Kapitel "Motivationsloch" mehr als hilfreich. Weil Tinka auf ihre Tinka-Art beschreibt, was man tun kann, wenn es trotz Routine und Plan mal nicht so gut läuft. Welche Gründe das haben kann und wie man damit umgeht. Ich mag es einfach, dass sie so zu dir spricht, wie zu einer guten Freundin, der man sich anvertraut. Auch die Ideen im Tagebuchteil fand ich sehr inspirierend. Etwas, das ich auf jeden Fall ausprobieren möchte.

Schon cool, dass da für jeden was dabei ist, oder?

Ja! Und dann erst die Häschen! Total niedlich!

… Weibliche Wesen und Tiere.


So, zum Abschluss hätte ich aber noch eine Frage.

Die wäre?

Worum soll es in deinem Staubsauger-Roman gehen?

Das verrate ich dir, wenn ich den Praxisteil wirklich praktiziert habe.

Wie? Was? Du lässt mich jetzt einfach so stehen?!

Ich teasere. Habe ich von Tinka gelernt.

Ich teasere auch gleich!

*schnappt sich den Staubsauger und geht Erwachsenenpflichten nach*

So, nach dieser etwas anderen Rezension hoffe ich, dass ich euch einen Eindruck geben konnte, wie mir Tinkas Schreibratgeber zugesagt hat und dass er für Autoren jeden Typs ist – ob Anfänger, Fortgeschritten oder Profi.

Lasst euch von Tinkas liebevoller und einfühlsamer Art anleiten, euren (ersten) Roman zu schreiben und glaubt mir, manche Weisheiten hätten mir vor einigen Jahren sehr geholfen. Macht nicht den Fehler und kommt über Umwege am Ziel an, wenn es nicht sein muss.

Letztendlich bleibt mir nur zu sagen:
Danke, liebe Tinka, dass du mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt hast, ich hatte wirklich sehr viel Spaß beim Lesen! Mach so weiter und ich bin gespannt, was wir noch so zu lesen bekommen werden! :D

Und nun muss ich den Staubsauger ausquetschen, das kann ich so nicht auf mir sitzen lassen. In der Zeit könnt ihr euch mal bei Tinka umschauen:

Offizielle Website - alles rund um die Autorin Tinka Beere
Blog - alles rund um Tinkas Leben
Facebook - falls ihr auch einen Horst als Profilbild wollt ;)
Twitter - möglicherweise begegnet euch dort oftmals "#autorenleben"
Instagram - Eindrücke aus Tinkas Alltag
YouTube - liebevoll geschnittene Vlogs







Samstag, 1. Oktober 2016

Gelebt | September




Hallo ihr Lieben!

Gleich vorweg möchte ich euch aus tiefstem Herzen für all die lieben Kommentare zu meinem Army of Me-Post danken. Wenn ich gewusst hätte, welch warmherzigen Worte ihr mir entgegenbringt, hätte ich den Post schon längst veröffentlicht und nicht so lange gezögert.

Langsam wandeln sich die heißen Tage in eine trübe, herbstliche Stimmung. Der Himmel wird grauer und nebliger, es wird früher dunkel und es bricht die Zeit für Tee, Wollsocken und kuschelige Nachmittage fürs Lesen heran. Ich freue mich sehr auf diese Jahreszeit und hoffe, dass sie länger anhält als die Jahre zuvor...


Herrje, der September. Mein bisher grausigster Monat von allen in diesem Jahr.
Mir ging es in den vergangenen Wochen extrem schlecht. Ich habe mich so unwohl in der Ausbildung gefühlt und das hat mir stark zu schaffen gemacht. Es lag weder am Betrieb selbst, noch an den Menschen oder irgendwem sonst (die "Lehrer" an der Berufsschule mal ausgenommen, das war einfach nur erschreckend, was die von sich gegeben haben).
Lange Rede, kurzer Sinn: Im Oktober werden neue Wege eingeschlagen und damit geht es mir momentan richtig gut. Mein Lebenssinn besteht nicht darin, schon am Montag Bauchweh zu haben, weil die Woche bevorsteht und mich Freitag runterzuziehen, weil das Wochenende nur zwei Tage kurz ist. Ich lebe nicht, um mich durch die Woche zu quälen und Abstriche an mir und meiner Lebensgestaltung vorzunehmen. Man könnte das Ganze jetzt noch ausführen, aber ich will diesen Abschnitt einfach nur noch hinter mich bringen.
Sehr gut getan haben mir die Gespräche, die ich immer mal wieder mit der lieben Tinka Beere geführt habe. Wir kämpfen momentan an gleichen Fronten und sich mit jemandem auszutauschen, der all diese Gedanken, Konflikte, usw versteht, hat mir sehr viel Motivation gegeben, den Weg zu einzuschlagen, den ich nun gehe. Liebe Grüße an dich, falls du das liest! <3



Ich habe mein Bestes gegeben.
Anfang September hatte ich mein Exposé Coaching mit Annika Bühnemann. Und auch wenn ich mich wiederholen sollte :D, es war super. Zuerst dachte ich, ich hätte damit komplett daneben gehauen und alles falsch gemacht. Es stellte sich aber heraus, dass nur ein Bruchteil daran missverständlich war. Dass das ausgerechnet der Part war, der für das Gesamtverständnis des Romans entscheidend ist, war natürlich blöd. Aber im Gespräch konnten wir alles klären und ich bin froh, dass mir dabei jemand unter die Arme gegriffen hat.
Die Wochenenden gingen beinahe komplett für die Überarbeitung von Die Weltenbewahrerin drauf, mit allzu viel Freizeit und Füße hochlegen war also nichts. Das ist aber okay, weil es mich glücklicher macht, mit meinen Schreibprojekten voranzukommen, als gar nichts zu tun. Ich habe mein selbst gestecktes Ziel erreicht und das macht mich wahnsinnig glücklich und zufrieden, auch wenn es etwas hart und stressig war, das neben der Ausbildung hinzubekommen.
Darunter hat die Überarbeitung von Amicitia stark gelitten. Es war wohl reinste Illusion, dass ich nach einem Arbeitstag nach Hause komme und wenigstens ein einziges Mal schaffe, ein gesamtes Kapitel zu lesen. Da hinke ich komplett im Zeitplan hinterher. Ein typischer Fall von zu viel gewollt und zu wenig an die Realität gedacht. Nunja, dann eben nicht. Da das Projekt momentan auch eher ein Zusatz-Ziel darstellt, ist das auch in Ordnung. Priorität hat Die Weltenbewahrerin.
Ansonsten hatte ich hier und da mal Zeit ein wenig für WTIS weiter zu recherchieren. Ich hatte mir neue Lektüre bestellt und bin total zufrieden mit meiner Auswahl, weil sie genau die Bereiche abdeckt, über denen bisher noch ein großes Fragezeichen schwebte. So langsam löst es sich auf und die Handlung nimmt samt Charakteren weiter Gestalt an.
Hier und da überkamen mich dank meiner Grundstimmung einige neue Gedanken zu ephemeer. Mittlerweile bin ich etwas genervt davon, dass ich tausend lose Ideen habe, die aber nicht zu einem Handlungsfaden bündeln kann. Jeder Ideenfetzen steht momentan für sich und ist in sich super und passt zum Projekt, aber eben nicht mehr und nicht weniger. Daran möchte ich unbedingt etwas ändern. Das aber immer mal so, wenn es passt.



Haha. Ha. Ha.
Ein paar Seiten Krieg und Frieden.
<ironie>Ja, bin furchtbar stolz auf mich und sehr zufrieden damit!</ironie>


Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.! Muhahahaha! Ich habe mich SO gefreut, als ich gesehen habe, dass Amazon Prime die Serie wieder im Angebot hat. Dass es ausgerechnet jetzt ist, wo ich weniger Zeit zum Suchten hatte, war etwas schade, aber egal! Ich liebe diese Serie abgöttisch und mein Herz schlägt ja für Fitz-Simmons Nerdigkeit. Der Plottwist hat mich auch dieses Mal total schockiert und ich war wieder voll drin. Danach ging es ENDLICH mit der zweiten Staffel weiter, nachdem ich einen kurzen Schockmoment hatte, weil Amazon meinte, die Serie sei nur bis zum 15.09. verfügbar. Das stellte sich aber als falsch heraus und schon war der Tag gerettet. Die Entwicklung einer Figur in der zweiten Staffel hat mich vollkommen zerstört. Ich war so manches Mal den Tränen nahe. Insgesamt fand ich sie aber zu unnötig verworren und das macht mich traurig.
Da eine sehr gute Freundin meine liebste Serie The Tribe zum ersten Mal suchtet, haben wir die vierte Staffel teilweise zusammen geschaut und über WhatsApp diskutiert. Das artete darin aus, dass wir uns an einem Wochenende 400 Sprachnachrichten geschickt haben, die manchmal auch nur darin bestanden, vollkommen euphorisch POWER UND CHAOS ins Mikrofon zu brüllen. Ich liebe Menschen, mit denen man so verrückt sein kann <3

Army of me. Das war mein täglicher Motor zum Durchhalten.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass in solchen Momenten nur Anastacia es schafft, mich einigermaßen aufzubauen und zu motivieren. Hätte ich Bullet for my Valentine gehört, hätte ich zwar meinen Frust ablassen können, wäre aber trotzdem irgendwie nur weiter darin versumpft.




Ich freue mich so sehr auf den Oktober. Auch wenn es eine große Herausforderung für mich wird. Die nehme ich aber nach einem Monat gefühlten Rumsitzens dankend an. Ich erhalte die Möglichkeit meine Kompetenzen auszubauen, mich weiter zu entwickeln und dazu zu lernen und das macht mich glücklich. Außerdem sieht es so aus, dass mir dieser Job Zeit gibt, weiterhin an meinen Projekten zu arbeiten und das ist einfach der Jackpot schlechthin. (verzeiht, dass ich so kryptisch bin, aber ich möchte erst einmal schauen, wie der kommende Monat läuft, eh ich euch sage, was ich mache).
Ansonsten ist weiterhin überarbeiten angesagt und alles weitere dann in einem Monat ;)



Lehrerin: "Man hat Ihnen ja gesagt, sie sollen die Unterlagen mitbringen."
Ich: "Ja, vor Christus war das. Seitdem passiert hier nichts mehr."
(Berufsschulfreude.)



Wie habt ihr die heißen Tage und die beginnende Kälte im September überstanden? Freut ihr euch auf den Herbst, allgemein die dunkle Jahreszeit?


Liebe Grüße




 
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