Freitag, 30. September 2016

Das Schreiben | Kenne deine Leistungskurve! Oder auch: Energiemanagement






Hallo ihr Lieben!
Heute möchte ich mit euch über eure Leistungskurve sprechen. In Fachsprache auch Energiemanagement genannt.

Der Post ist nicht nur für Autoren interessant, sondern für jeden, der produktiver arbeiten möchte :)

Stellt euch vor, ihr müsst an einem Samstag zur Uni, weil acht Stunden Blockseminar anstehen und das Erste, was ihr seht, ist das:


Da war bei mir ja schon alles vorbei. 

Hätte ich damals aber richtig zugehört, hätte ich einige wertvolle Tipps in Bezug auf das Energiemanagement längst anwenden können.

Ich hoffe, dass ihr, wenn ihr diesen Post gelesen habt, wisst, dass euch Stuhlkreise keine Angst machen sollten und, wie ihr eure Energie optimal nutzt.

Wieso Energiemanagement?
Ich dachte, es geht darum, seine Zeit zu managen?!


Beispiel:

Ihr kennt doch diese Tage, wo ihr früh wach werdet, vielleicht nur sechs Stunden geschlafen habt und trotzdem ausgeruht und voller Tatendrang seid. Zugegeben, sie kommen nicht oft vor, aber es gibt sie. Ihr geht motiviert zur Arbeit, in die Uni oder zur Schule und seid den ganzen Tag hellwach. Ihr kommt nach Hause, kümmert euch um den Haushalt, schafft dabei sogar noch, die Wäsche zu machen und diese eine kramige Ecke aufzuräumen, die euch schon ewig genervt hat. Obendrein fühlt ihr euch fit genug, um joggen zu gehen. Abends geht ihr ins Bett und habt das Gefühl, einen super Tag gehabt zu haben: Ihr wart produktiv, habt viel erledigt und fühlt euch gut.

Am nächsten Tag denkt ihr "Hey, das hat gestern SO gut geklappt, ich mach das heute wieder". Aber ihr merkt schon, dass ihr kaum aus dem Bett kommt, die Arbeit fällt euch schwerer und wenn ihr nach Hause kommt, reicht es gerade noch, dass ihr die Küche macht und dann müde ins Bett fallt.

Und hier beginnt der Unterschied zum Zeitmanagement:

Was eigentlich logisch ist, mir aber nicht wirklich bewusst war: Jeder Tag hat 24 Stunden, die man mehr oder weniger sinnvoll füllen kann. Man hat aber nicht jeden Tag die gleiche Energie, um diese 24 Stunden zu füllen.

An manchen Tagen flutscht alles, weil man 120% geben kann, aber an manchen nur 60%.

Der erste Schritt zum Energiemanagement:

Akzeptiere, dass es Tage gibt, an denen du mit dem Gefühl ins Bett gehst, nicht alles geschafft zu haben. DAS IST OKAY. Wenn du an anderen Tagen 200% gibst, gleicht sich das aus. Zwinge dich zu nichts, sondern gib deinem Körper und deinem Geist die Ruhe, die er sich auf diese Weise einfordert.

Der zweite Schritt:

Lerne deine Leistungskurve kennen, um deine Energie ausrichten zu können.
Das war eine der Übungen, die wir in dem Stuhlkreis-Seminar gemacht haben und ich fand sie (leider zu spät) sehr sinnvoll. 

Was meine ich damit?

(ich beziehe mich bewusst auf Tage, wo keine Verpflichtungen anstehen, sonst wird das sehr kompliziert)

Jeder Mensch hat am Tag verschiedene Energielevel. Ich weiß, dass ich zwischen 8-12 extrem produktiv bin, von 12-15 Uhr einen kleinen Hänger habe und danach nochmal richtig loslegen kann und meistens so ab 21 Uhr nochmal voll aufdrehen kann. (am liebsten mit Tanzsessions, aber das ist ein anderes Thema :D)

Wenn du weißt, zu welcher Zeit du eher müde und kaputt bist, weißt du, wie du deine Tätigkeiten sinnvoll ausjustieren kannst. Bringt es dich weiter, wenn du diese furchtbar komplizierte Überarbeitung in dein Zeitfenster von 12-15 Uhr legst, wo du eh nichts gebacken bekommst?

Nein.

Deshalb habe ich es mir zur Faustregel gemacht, in mein erstes Fenster die schwierigsten Dinge zu packen. Also alles das, wofür man richtig viel Gehirnschmalz und Konzentration braucht.
In mein "Schlaffi-Fenster" lege ich mir Tätigkeiten wie Recherche, Mails beantworten (das klappt leider noch nicht allzu gut), plotten oder dergleichen. Dinge, wo man Konzentration braucht, aber eben nicht so stark. So schaffe ich etwas, um meinem inneren Kritiker keinen Grund zum Meckern zu geben und habe nicht das Gefühl, nur rumgegammelt zu haben.

Nachmittags (meist nach dem Mittagessen) schiebe ich nochmal ein ähnliches Fenster ein, wie zu Beginn des Tages. Da ich die Konzentration meist nicht so lange aufrecht erhalten kann, wie frühmorgens, nehme ich mir nur die Hälfte von dem vor, was ich vormittags schaffe. Das klappt meist ganz gut.

So hat man für jedes Energielevel eine sinnvolle Tätigkeit gefunden, um den Tag über produktiv zu sein.

Natürlich gibt es Tage, an denen mal gar nichts klappt. Kenne ich auch. Und da die Gründe so vielfältig sind, warum es dazu kommt, gehe ich an dieser Stelle nicht darauf ein. Ebenso wenig wie darauf, wie man das alles organisiert, wenn man Schule, Uni, oder Arbeit hat. Das würde zu weit führen.

Also:
Horcht in euch hinein, was euch euer Körper mitteilt. Ein gutes Zeichen dafür, dass ihr eine Pause oder weniger anspruchsvolle Tätigkeiten braucht, ist, dass ihr prokrastiniert. Oder zu viel auf Pinterest pinnt (*hust*).

Stellt euch eine Liste von Tätigkeiten zusammen, die ihr täglich erledigen müsst und füllt damit eure Zeitfenster, die ihr selbst bestimmen könnt, damit auf. So habt ihr einen Überblick, was ihr wann am besten machen könnt. Versteht das nicht als MUSS, sondern als Angebot.

Da ich ein sehr visueller Mensch bin, könnt ihr eure Leistungskurve auch aufmalen und euch danach richten. Das hilft gerade am Anfang, wenn ihr noch nicht richtig wisst, wie eure Kurve überhaupt ausseht.




Ich hoffe, der kleine Gedankenanstoß hat euch geholfen, eure Energie besser in der euch verfügbaren Zeit zu managen! 


Freitag, 23. September 2016

Amicitia | Der Schreibprozess





Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch von meinem Schreibprozess von Amicita – Chaos zu sechst erzählen.

Vor mehr als zehn Jahren fing ich völlig plan- und kopflos an, das Projekt zu schreiben. HIER könnt ihr sehen, wie überstürzt diese Handlung war.

Ich schrieb einfach, wie ich lustig war. Der grobe Plot existierte ja in meinem Kopf und da ich kein komplexes Wordbuilding benötigte, ging das. Hatte ich komische Szenen, in die ich mich verrannt hatte, manövrierte ich mich total unlogisch daraus heraus. Würde ja irgendwie schon gehen, dachte ich.

Bis es eben genau deswegen gar nicht mehr ging. Wenn man es mal ganz genau betrachtet und kritisch ist, war dieses Werk eine Aneinanderreihung von schlecht geschriebenen Szenen, die allesamt keinen Roten Faden hatten.

Es war wirklich grausig.


Das war der Grund, weswegen ich das Projekt beiseite legte. Keine Ahnung, wie ich aus diesem Schlamassel rauskommen sollte, da ich bis zu dem Zeitpunkt nicht mal die Idee hatte, dass man Projekte ja planen könnte und sollte. Ich war zu jung und zu unerfahren, um das Ganze "professionell" anzugehen.

Außerdem war ich endlich 17 und für so einen Teenie-Kram viel zu cool.

Als ich das Loch zwischen Abi und Studium füllte, ich hatte gerade (Un)Zertrennlich? beendet und brauchte ein neues Projekt. Also hatte ich die Idee, alte Projekte vielleicht erst einmal zu Ende zu schreiben, bevor ich neue beginne. (etwas, was ich jedem Autor nur raten kann, es sei denn, ein Projekt ist unrettbar verloren)

Also durchforstete ich meine Schreibordner und stieß auf Amicitia. So direkt nach dem Abi war ich voller Tatendrang und Euphorie und irgendwie unterstrich das Manuskript diese Stimmung. Plötzlich fand ich weder die Handlung albern, noch die Charaktere.

Im Gegenteil. Ich genoss es, wieder in diese unbeschwerte Teenie-Welt eintauchen zu können, wo mich doch der Ernst des Lebens erwartete, mit einem Bein aus der Schule und dem anderen schon im Studium.

Ich begriff, dass man auch als Nicht-Teenie so etwas noch mögen kann und stürzte mich mit Herzblut darauf.

Ich überarbeitete den Anfang komplett, strich etliche Szenen, baute Kapitel um und strich wiederum weitere Szenen. Ich lernte anhand dieses Projekts einen Roten Faden für eine Geschichte zu entwickeln, was etwas Zeit gekostet hat, aber Spaß machte.

Diese gewissen 15 Minuten, bevor ein Seminar beginnt...
Als der Plan stand, wie es nun weitergehen sollte, schrieb ich einfach drauflos. Es machte so unglaublich viel Spaß. Mehr noch als damals.

Wieder das innere Kind loszulassen und einfach loszulegen, war wundervoll. Hier und da gab es einige schwierige Szenen, aber ich wusste, dass ich da rauskomme, weil ich nun über ein Navi verfügte, das mich guidete.

Die Charaktere waren für mich runder geworden und es fiel mir leichter, mich in die Köpfe und Gefühlswelt eines Teenagers hineinversetzen zu können, weil ich diese Schwelle bereits überschritten hatte. Manche Szenen konnte ich etwas entdramatisieren (an Liebeskummer stirbt man nicht!) und anderen konnte ich mehr Tiefe verleihen, weil ich Erfahrungen gemacht hatte, die das voraussetzten.

Es war merkwürdig, diesen Roman, den ich mit 14 begonnen habe, in meiner Studentenbude zu schreiben, was ein ganz skurriler Kontrast war.

Die erste Fassung war Anfang 2012 mit mehr als 600 Seiten (holy shit!) fertig. 

Ich war zufrieden.






Freitag, 16. September 2016

Das Schreiben | Darf man als Autor rezensieren?



Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich mal die provokante Frage in den Raum stellen, ob man als Autor rezensieren darf.
Mich beschäftigt diese Frage nämlich schon sehr lange.


Ich denke, jeder kennt die Buchblogger, die auf ihrem Buchblog rezensieren und gleichzeitig Autoren sind. An sich habe ich damit überhaupt kein Problem. Jeder hat sein Recht auf freie Meinungsäußerung und an sich schließt das eine das andere ja nicht aus. Außerdem sind Buchblogs super! (und das sage ich nicht nur als Autorin, sondern auch als Leserin)

Warum sollte man als Autor keine Rezension zu einem Buch schreiben? Es liegt ja nahe, dass man als Autor liest oder als Leser vielleicht mal zum Autor wird.

Man stellt ja auch als Autor nicht sämtliche Gefühle oder Meinungen ab, wenn man ein Buch mag oder nicht mag.

Doch dann stolpere ich über die Rants, Pony-Rezensionen oder Verrisse. Blogs, die Bücher so richtig runtermachen und dafür breit gefeiert werden. Denn meistens wird hier nicht das Buch kritisiert, sondern der Autor als Person. Mir ist schon mehrmals aufgefallen, dass gerade in solchen "Rezensionen" Phrasen auftauchen wie "der Autor kann es ja nicht besser", oder "wie kann die nur so dumm sein und das so schreiben". Das finde ich auf diese Art echt schwierig.

Abgesehen davon, dass ich diese Art der "Rezension" nicht mag, habe ich da immer etwas Bauchweh. Gerade wenn das von Rezensenten kommt, die selbst Bücher publizieren.

Jeder soll machen, was er will. Und wenn die Person das als richtig erachtet – okay. Aber deswegen muss es mir nicht gefallen. Tut es auch nicht. 

Schreiben ist auf eine gewisse Art etwas sehr Intimes. Man gibt, mal mehr oder weniger verschleiert, eine Menge von sich, seinen Denkweisen und Gefühlen preis. Das ist einfach Fakt.

Es gibt diese Bücher, die wirklich echt schlecht geschrieben sind. Oder eine total blöde Handlung haben. Wo die Charaktere so flach und naiv sind, dass man heulen könnte. Ich kenne solche Bücher auch! :D

Aber muss man das auf so eine Weise äußern?

Ich habe bisher noch nichts veröffentlicht und weiß nicht, wie ich auf Rezensionen reagiere. Ich weiß aber, dass ich bei solchen Rants, sollten sie zu meinen Romanen existieren, wirklich schlucken müsste. Und das sicherlich nicht nur einmal.

Denn egal, wie schlecht die Charaktere ausgearbeitet sind, wie unlogisch die Handlung ist oder was weiß ich: Man hat Fleiß, Arbeit, Zeit und Disziplin in diesen Roman gesteckt und das ist etwas, was man generell würdigen sollte. Egal, wie gut das Ergebnis ist.

Ist zumindest meine Meinung.

Aber wie sieht es mit "normalen" Rezensionen aus?

Ich habe ein goodreads-Profil, in dem ich auch hier und da mal ein Statement zu meinen gelesenen Büchern abgebe. Denn Meinungen habe ich ja. Dabei habe ich aber wirklich jedes Mal ein ganz blödes Gefühl und frage mich, ob ich das überhaupt "darf".

Wenn ich sage, die Handlung sei mies, könnte das so ausgelegt werden, dass ich es ja besser wüsste.
Wenn ich sage, die Charaktere sind flach, könnte das so ausgelegt werden, dass meine Figuren dreidimensionale Superhelden sind.

Ich habe auch schon mehrfach im Internet auf Blogs oder Rezensionen bei Amazon Phrasen gelesen wie "Naja, er / sie rezensiert ja fleißig auf ihrem / seinem Blog, kann es aber selber gar nicht besser, haha, hihi."

Solchen Konflikten möchte ich einfach schon mal rein prophylaktisch vorbeugen, denn es gibt sie.

Was ich damit sagen will: Indirekt erhebe ich mich über diese Autoren, indem ich als Autor über ihr Werk urteile. Das hat Laura Newman auch mal in einem ihrer Videos erklärt (gleich am Anfang) und ausgeführt. Besser als ich es jetzt kann. 

Und irgendwie mag ich dieses Gefühl nicht.

Ich habe mich tierisch über den achten Harry Potter aufgeregt. Ich war sogar kurz davor, eine wutentbrannte Rezension auf goodreads einzustellen und alle meine Kritikpunkte aufzuführen. Abgesehen davon, dass J. K. Rowling ja der Heilige Gral ist und Kritik von Lesern nur schwerlich akzeptiert wird, empfand ich es als falsch.

Als hätte ich kein Recht, als Pupsi-Autor, der ich momentan bin, jemanden wie J. K. Rowling zu kritisieren.

Problem ist dabei aber, ich bin ja nicht nur Sarah Force. Ich bin auch einfach ... ich. Ein Mensch, der auch andere Dinge tut, als schreiben (zugegeben: wenig, aber es kommt vor! :D) Jeder Mensch hat ja verschiedene Facetten. Der spießige Büroarbeiter kann in der Freizeit ja auch Fallschirmspringer sein.

Lange habe ich überlegt, ob ich mein goodreads-Profil überhaupt unter dem Namen laufen lasse und mit meinem Blog verknüpfe. Da ich mich mit meinem Pseudonym manchmal schon ein wenig schizophren fühle, habe ich mich dagegen entschieden. Irgendwann ist auch mal gut ;)

Letztendlich habe ich für mich entschieden, dass ich keine Rezensionen schreiben möchte. 
Was aber nicht heißt, dass ich es allen Autoren verbiete oder irgendjemandem vorschreibe, wie er das Thema handhaben soll. Jeder soll machen, wie er meint

Trotzdem möchte ich aber durch goodreads eine Möglichkeit haben, meine Meinung kundzutun. Denn die habe ich nun mal, sorry :D 



Wie seht ihr das? Als Leser, Autor oder völlig Außenstehender? Das würde mich wirklich mal sehr interessieren. Finde diesen Standpunkt nämlich gar nicht so einfach.







Freitag, 9. September 2016

Die Zeitungswanderin | Charaktervorstellung Nayeli





Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch Nayeli, Anas beste Freundin, vorstellen, die im Laufe von Die Zeitungswanderin entführt wird.


Hey!

Ich bin Nayeli und wohne in Orawrang. Zusammen mit meinen Eltern Lupita und Mwara und meinem Bruder Yari. Eigentlich verstehen wir uns gut, aber manchmal geht er mir tierisch auf die Nerven. Vor allem, wenn er die Schließmechanismen meiner Zimmertür austrickst und sich unerlaubt Zugang verschafft. Da hilft selbst Kylie, mein Roboter, nicht mehr weiter. 

Ana kenne ich schon seit etwa zwei Jahren. Ich habe sie durch Zufall aufgegabelt und wir sind schnell Freundinnen geworden, obwohl unsere Welten so unterschiedlich sind. Vielleicht aber gerade auch deswegen?

Ich kann mir ein Leben ohne Technik, Roboter und Fernsehen überhaupt nicht vorstellen. Und Ana hat nicht mal Elektrizität! Ich frage mich manchmal wirklich, was sie so den ganzen Tag macht. Ohne Musik, Computer und Games… Sie erzählt mir sehr oft davon, aber es fällt mir wirklich schwer, mir das vorzustellen. Es ist so anders.

Aber sie wirkt zufriedener als die Leute hier. In Orawrang wird alles durch unsere Leistungen bestimmt. Du hast nur Erfolg, wenn du unter Beweis stellen kannst, wie gut du in der Schule bist, wie gut deine Arbeit ist oder wie viel du dir an materiellen Dingen leisten kannst. Jeder hier arbeitet sehr hart, um etwas wert zu sein und das ist teilweise wirklich schwierig.

Manchmal frage ich mich auch, ob die Einteilung der Gesellschaft in die drei Klassen wirklich notwendig ist. Aber anders funktioniert es nicht, also muss es ja irgendetwas Positives haben, oder?
Deshalb fördert mich meine Lehrerin besonders im Fach Telekinese, da ich dort die Klassenbeste bin, etwas, was mich besonders stolz macht, da ich viel Lob und Bewunderung erhalte. Meine Eltern sind sehr stolz auf mich und das macht mich glücklich.

Trotzdem zweifle ich daran, dass sie der Meinung ist, dass ich wegen meiner herausragenden Begabung in Telekinese Magie wirken kann. Zum einen ist alles, was nicht wissenschaftlich erklärbar ist, in Orawrang verboten und zum anderen … Magie?! Ich?! 

Dass es in Anas Welt Magie geben könnte, daran zweifle ich nicht. Aber hier?

Leider kam ich nicht dazu, dieser Frage eingehender auf den Grund zu gehen. Es klingelte nämlich eines Tages an der Tür und man sagte mir, Ana sei in Gefahr.

Dass jedoch ich diejenige bin, die letztendlich in Gefahr geriet, konnte zu dem Zeitpunkt niemand ahnen.

Skizze für eine Szene in Kapitel 2








Freitag, 2. September 2016

Das Schreiben | Army of Me





Hallo ihr Lieben.

Heute gibt es einen sehr langen Post, bei dem ich eigentlich schon seit Beginn diesen Blogs überlegt habe, ihn überhaupt online zu stellen. Es fällt mir mehr als schwer, aber ich glaube, dass es wichtig ist. 

Ich denke, dass die hier geschilderten Ereignisse nicht für die Schreiberlinge da draußen interessant sein könnten, sondern für jeden, der einen Traum hat, den er leben will. 

Für jeden, der im Leben einfach nur glücklich sein möchte und manchmal Probleme hat, dafür einzustehen.

Heute möchte ich euch detailliert über meine Schreibkrise aus 2013 berichten.

Nicht, weil ich Mitleid heischen möchte.
Nicht, weil ich jammern will, weil ich mich für diesen Weg entschieden habe.
Nicht, weil ich drauf stehe, dass manche es nicht verstehen und drüber lachen.
Nicht, weil ich es nötig habe.

Ich schreibe diesen Post, um diejenigen unter euch zu motivieren, nicht aufzugeben. Dabei zu bleiben, egal wie schwer es ist.
Ich schreibe diesen Post, um zu zeigen, wie mein Weg war, den ich gegangen bin, damit ihr nicht die gleichen Fehler macht.
Ich schreibe diesen Post, um zu sagen, dass es einen Weg aus diesem Gefühlsballast gibt. Auch wenn man jeden Tag erneut darum kämpfen muss.
Ich schreibe diesen Post, weil es jeder verdient hat, glücklich zu sein, mit dem was er machen will. Ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen oder Träume aufzugeben.

Bevor es zu der Krise geht, muss ich etwas, naja gut, sehr weit :D, ausholen, damit man versteht, wieso es dazu kam:

Ich schreibe, seit ich denken kann. Eigentlich habe ich nie etwas anderes getan. Es fühlt sich so natürlich an, dass es sich wie eine Amputation anfühlen würde, würde ich damit aufhören.

Seit ich klein war (sagen wir der Einfachheit halber einfach mal, acht Jahre), war für mich klar, dass ich Schriftstellerin werde. Nicht, dass ich es werden möchte, sondern, dass ich es werde. Ich habe nie einen einzigen Gedanken daran verschwendet, wie schwer das ist. Wie unerreichbar und unrealistisch dieses Vorhaben ist. Ich habe auch nie einen Gedanken an einen Plan B verschwendet. Oder C oder D.

Nein. Sarah wird Schrifstellerin. Was sollte sie auch sonst werden?

Nichts hat sie je so interessiert, wie das Schreiben. Wenn andere zum Fußball oder Hockey gegangen sind, las sie Schreibratgeber oder wühlte sich durch hilfreiche Links im Internet. Wenn andere sich in Clubs und Bars rumgetrieben haben, saß sie am PC und schrieb sich die Finger wund.

Ich schrieb immer und überall. Ob im Urlaub während der Fahrt (dumme Idee!), in den Pausen, in der Schule oder in der U-Bahn. Es war für mich wie Essen und Trinken. Ohne war ich nicht ganz. 

Worte sind mein zweiter Sauerstoff.

Irgendwann wurden die Ideen größer und komplexer. Ich fing mit Die Zeitungswanderin an und Amicitia – Chaos zu sechst. Ich nahm meine Notizbücher überall hin mit. Ich schrieb weiter in den Pausen und meine Freunde waren interessiert an dem, was ich mache. Sie wollten regelmäßig lesen, was ich geschrieben habe und gaben mir Verbesserungsvorschläge, waren aber begeistert. Sie bestärkten mich in meiner Berufung, auch wenn man das aus heutiger Sicht natürlich nicht ernst nehmen kann ;)

Ich war halt einfach immer die Schreiberliese. Man kannte mich nur mit Stift und Block und ich mochte es. In der Bezeichnung lag nämlich nie etwas Abwertendes. Im Gegenteil. Man respektierte, dass ich so war und dass ich es BRAUCHTE. Sie haben es nicht immer verstanden, aber es war okay. Es gehörte zu mir dazu, wie Arme und Beine. Klar, wurde ich auch mal belächelt, aber nie im Bösen. Dass es Menschen gibt, die mir das ausreden würden oder sogar runtermachen, daran dachte ich zu dem Zeitpunkt nie. Ich kannte es ja nicht anders.

Ich fühlte mich so wohl in meiner Haut. Ich konnte mich ausleben und war ich. Nicht die Person hinter dem Pseudonym UND Sarah. Ich war eins mit mir und Sarah.

Ich vermisse diese Zeit so sehr. Damals ging ich offen mit dem Schreiben um. Ich hatte Menschen in meinem direkten Umfeld, die interessiert an dem waren, was mir alles bedeutet. Sie nahmen mich einfach so, wie ich war. 

Ich vermisse die Menschen, die mir das Gefühl gaben, dass es okay ist, wie ich bin. Weil eben jeder seine Hobbys und Interessen hat.

Ich wechselte die Schule und kam in eine Klasse, in der jeder nur auf seinen eigenen Vorteil achtete. Der Ellenbogeneinsatz wurde größer. Schminke, Jungs und Handys wurden wichtiger und nahmen mehr Raum ein. Lesen war uncool, Schreiben erst recht. „Ih die liest ein Buch! Ih, die schreibt!“
Es gab echt kein besseres Mobbingopfer als mich. Nur weil ich so war, wie ich war.

Dass es Menschen gibt, die mich wegen meiner Interessen uncool finden könnten, kam mir bis dahin nie in den Sinn. Dass sie mich merkwürdig finden, weil ich andere Musik höre, mich anders kleide, okay. Das war in dem Alter ja auch wichtig und das ist normal. 

Vielleicht war ich naiv, das anzunehmen. Vielleicht BIN ich naiv, dass ich anderen Menschen von Grund auf keine negativen Absichten unterstelle. 

Aber ich habe nie die Erfahrung gemacht, dass man mich nicht mag, weil ich einfach nur bin. Nie hätte einer in meiner alten Klasse ungefragt meine Notizbücher gelesen. Nie.

Hier musste ich sie verstecken, aus Angst, ausgelacht zu werden. Schlussendlich blieben die Dinger zu Hause.

Ich schrieb nur noch Zuhause und fragte mich mehrmals, was mit mir nicht stimmt, dass man mich deshalb so ausgrenzen muss. Ich fand es schade. Ich verstand es nicht, doch ich passte mich an.
Hatte ich eine andere Wahl?

Ich schrieb zu der Zeit fast nur Gedichte, weil ich nicht das Gefühl hatte, zum Schreiben von Romanen imstande zu sein. Mir fehlte das permanente Arbeiten an der Handlung, das ich brauchte, um weiter zu machen.  Ich kam völlig aus dem Takt. Die Schule wurde schwieriger, komplexer, nahm mehr Raum ein und das Schreiben rückte in den Hintergrund.

Ich geriet in eine Art Interessenkonflikt. 

Wer bin ich? Was will ich? Will ich das Richtige?

Aber das war total okay! In dem Alter sind solche Fragen normal und legitim. Es hat mich zu dem Zeitpunkt auch nicht belastet, dass ich etwas will, was andere nicht wollen. Ich fand es eher schlimm, dass diese eine Eigenschaft, die mir sehr wichtig ist, als Charakter meiner Person ausgelegt wurde.
Nur weil jemand Fußball spielt, ist er für mich nicht nur "der Fußballer", versteht ihr, was ich meine?

Ich schrieb weiterhin, weil es ohne nicht ging, aber es hatte sich etwas verändert. Ich konnte es zu dem Zeitpunkt nur noch nicht ganz verstehen und deuten.

Dann kam ich in der Oberstufe an und das Schreiben wurde wieder wichtiger und fühlte sich natürlicher an. Ich verbannte die alten Projekte, weil mich immer schlechte Erinnerungen daran überkamen und schrieb (Un)Zertrennlich?. Mir wurde wieder ein wenig Interesse entgegengebracht. Wenn auch verhaltener. Nicht so euphorisch. Ich ging auch nicht mehr so offen mit dem Schreiben um. Ich musste erst einmal ausloten, ob es im Kreis der jeweiligen Klassenkameraden "cool genug" war, darüber zu reden. Ob ich so weit akzeptiert wurde, dass ich mein wahres Ich zeigen konnte.

Dass das Schreiben auch mehr in den Hintergrund rückte, lag daran, dass die Schule wichtiger wurde. Das Abi winkte, man wollte Zeit mit der Clique verbringen und hatte seinen ersten Freund. Das war aber gut so. Ich konnte Erfahrungen abseits des PCs machen und das war auch wichtig.

Während dieser Zeit stellte man sich die Frage, wie es nach der Schule weiterging. Da hatte ich meinen ersten heftigen Einbruch. Während alle ankamen mit normalsterblichen Dingen wie Zahnarzthelferin, Ingenieur, Heilpraktiker, Logopäde, stand ich da und dachte: Fuck. Fuck, fuck, fuck. (und nochmal: fuck)

Für mich war es nie eine Frage, OB ich Autorin werde, sondern WANN. Nicht, weil ich ein naives Dummchen bin, dass die Realität ausblendet, sondern weil ich nie etwas anderes wollte. Weil der Wunsch da ist, seit ich denken kann. Weil ich überhaupt nicht weiß, wie es ist, etwas anderes so sehr zu wollen. Es war immer natürlich für mich, das zu wollen. Darauf hin zu arbeiten. Dafür zu arbeiten. Dafür zu leben.

Ich stand da und hatte absolut keine Idee. Keinen Plan. Und da fing rückblickend schon der ganze Mist an, der sich 2013 wie ein Tsunami durch mein Leben wühlte.

Ich besuchte etliche Berufsmessen, durchforstete das Internet. Schaute mir Ausbildungspläne durch, nur um nach zehn Minuten verzweifelt nach einem Zauberspruch zu finden, mit dem ich Autorin werde. Ich bekam Panik. Jeder erschien sich so sicher, was er wollte. 

Sowohl Lehrer, als auch Familie und Freunde zweifelten keine einzige Sekunde daran, dass ich meinen Weg im Leben finde und gehe. Weil ich so selbstsicher und entschlossen wirkte und so viel Potenzial habe, weil ich klug bin und ein gutes Abi habe.

Ich spielte mit dem Gedanken, Kreatives Schreiben in Leipzig zu studieren. Es erschien nur natürlich und normal. Ich beging meinen ersten Fehler, indem ich meinem Umkreis andeutungsweise davon erzählte. Sofort wurde es mir bis ins Detail ausgeredet. Welche Aussagen dabei waren, könnt ihr euch ja sicherlich denken. Wenn man das erste Mal eine Entscheidung für sich selbst treffen muss, die von so großer Bedeutung ist, nachdem einem in der Schule alles abgenommen wurde, hört man natürlich auf Menschen, die es gut mit einem meinen – Familie und Freunde. Die es auch nur sagten, weil sie es gut meinten.

Ich beging den großen Fehler, mich anzupassen. 

Ich schämte mich unendlich, dass ich wirklich dachte, Autorin werden zu können. Es erschien so teeniemäßig, wie früher, wenn es hieß „Ich werde Model / Schauspielerin / Sängerin“. Ich ärgerte mich, nicht viel eher den Absprung gewagt zu haben. Ich war wütend, weil ich das, was ich wollte, nicht werden konnte. Weil „man davon nicht leben kann.“

Also entschied ich mich gegen das Studium Kreatives Schreiben und studierte Germanistik. Das war mein unglaublich großzügiger Kompromiss an mich selbst und an mein Leben. Zu mehr war ich nicht in der Lage. "Naja, wenn halt nicht Autor, dann Lektor. Immerhin". Vielleicht kriegst du da Kontakte, lernst in der Branche dazu. Du bist drin, wenn auch nicht an dem Punkt, wo du sein willst. Aber das kann sich ändern. - das waren meine Gedanken.

Deutsch mochte ich in der Schule immer, war auch sehr gut darin. Es fiel mir leicht, es interessierte mich. Das war sicheres Terrain. Komfortzone und so.

Doch da fingen schon die ersten Rechtfertigungen an. "Germanistik?! Was willst du damit machen. Du fährst damit eh nur Taxi. Studier es doch wenigstens auf Lehramt. Hast du dir das auch gut überlegt?"
JA! HABE! ICH! Es ist eine Notlösung, eine Lösung, damit die Welt Ruhe gibt. Damit ich Zeit erkaufe, um mich selbst zu verstehen. Um zu testen, ob ein Kompromiss für mich machbar ist.
Hat keiner verstanden. Muss und kann man vielleicht auch nicht verstehen.

(Lasst die Leute doch einfach machen, sofern sie niemandem damit wehtun. Herrgott nochmal, muss jeder DIESEM EINEN Lebensweg folgen, nur weil ALLE es machen?! Muss man sich immer für Wege rechtfertigen, nur weil sie anders sind? Es kann euch doch egal sein, egal wie wichtig euch die Person ist, der ihr sowas an den Kopf werft.)

In der Zeit zwischen Abi und Studium ging es mir gut wie nie. Ich habe jeden einzelnen Tag NUR geschrieben. Von morgens bis abends. Ich war richtig im Flow. Es hat sich so gut angefühlt und ich habe geweint, als diese Zeit vorbei war. Es fühlte sich so verdammt richtig an. Ich war so glücklich und mit mir im Reinen. Und dass, obwohl ich eine sehr schmerzhafte Trennung hinter mir hatte, Berlin verlassen musste und die Hälfte meiner Freunde verstreut in Deutschland war und der Kontakt nach und nach abbrach.

Es ging mir gut. 

Und ich lernte, dass ich zum Glücklichsein nur das Schreiben brauche. 

Mehr nicht. Und diese Erkenntnis vertrete ich auch sechs Jahre später noch zu 100%.

Schon da bereute ich meine Entscheidung aus tiefstem Herzen. Bevor ich auch nur eine Sekunde im Hörsaal saß.

Die Studienzeit war für mich der totale Horror. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich dran kaputt gegangen bin. Leider habe ich zu spät die Reißleine gezogen und es beendet. Es passte kein weiterer Stempel auf meine Stirn, die von all den unsichtbaren Stempeln schon überquoll.

Fünf Jahre Quälerei dafür, dass ich damit nicht mal ein bezahltes Praktikum bekomme. Schön, oder?
(und wehe, jemand sagt jetzt: Augen auf bei der Berufswahl, selber schuld. Ich werde ungemütlich. Das verspreche ich)

Hätte ich doch einfach mal Kreatives Schreiben studiert. Die Berufschancen wären sicherlich genauso mies gewesen, aber wenigstens hätte ich was getan, wo ich hinter stehe und nicht meine Zeit verschwendet. Und ich hätte mit Sicherheit mehr über mich und das Schreiben gelernt als in diesen fünf Jahren Horrorshow.

Die ersten zwei Semester liefen nicht gut. Ich war überfordert damit, alles unter einen Hut zu bekommen. Studieren ist so anders als Schule. Außerdem wohnte ich das erste Mal allein und managte alles allein. Das war okay und ich kam mit klar, aber es brauchte Zeit, bis ich einen Rhythmus fand und erkannte, dass sich Wäsche in einem Wohnheim am besten Freitag oder Samstag nachts waschen lässt, weil da alle Party machen oder schlafen und ich in Ruhe lernen konnte oder schreiben. Ohne von irgendwelchen Idioten in pseudoakademische Diskussionen verwickelt zu werden. Ich fühlte mich verloren, überanstrengt und völlig fehl am Platz. Inhaltlich machte mir das Studium Spaß, aber es ließ keine Zeit für was anderes. Und das lag nicht an meinem schlechten Zeitmanagement, sondern an diesem scheiß Bachelor-System.
(ich hole an dieser Stelle nicht aus, das erspare ich euch)

Mir sind so oft die Augen vor dem PC zugefallen, so oft bin ich am Schreibtisch aufgewacht und war permanent kaputt und fühlte mich ausgelaugt. Dass der Austauschstudent im Nebenzimmer jede Nacht fernöstliche Musik auf voller Lautstärke hörte und nach China skypte, machte es nicht unbedingt besser. (nichts gegen Chinesen, rücksichtsloses Verhalten mag ich generell nicht, egal welche Kultur sich so verhält)

Ich testete tausend Varianten, alles unter einen Hut zu kriegen. Ich stand so unter Strom, dass ich nie innerlich zur Ruhe fand. 

Ich wollte es allen recht machen. 

Ich wollte es allen beweisen, einschließlich mir, dass das Studium die richtige Entscheidung war. Es ging einfach nicht. Da das Studium mir einen Berufsstart ermöglichen sollte (an dieser Stelle bitte ein Sitcom-Lachen einfügen), hatte das Priorität. Also musste das Schreiben zurückstecken. Ganz einfach war das. Dachte ich.

Ich schrieb das Schreiben irgendwann von der ersten Stelle der To-do-Listen auf die letzte. Irgendwann schrieb ich es nur noch mit Bleistift ein, man weiß ja nie. Schlussendlich dann gar nicht mehr. Ich kam ja eh nicht zu.

Ich wartete sehnsuchtsvoll auf die Semesterferien. Doch da müssen Hausarbeiten geschrieben werden, ich arbeitete nebenbei, reiste zwischen meinem Studienort und Zuhause hin und her, traf Freunde, die ich ewig nicht gesehen hatte, war für einige Zeit wegen einer Operation im Krankenhaus (nichts Schlimmes) und schwupps, blieben nur noch zwei Wochen, in denen du gefühlt fünf Romane beenden willst und musst.

Ich spürte, dass ich zunehmend unter dem Druck litt. Darunter, das zu machen, was andere erwarten. Es ihnen recht machen zu wollen und zu müssen. Mir einzureden, dass das alles richtig so ist, weil ich es eh niemals als Autorin zu was gebracht hätte. Damit glücklich zu sein, weil ich mich ja bewusst dafür entschieden habe, dieses problematische Fach zu studieren. Den Gedanken, dass ich es vielleicht doch als Autorin schaffen könnte, ließ ich erst gar nicht mehr zu. Es erschien mir viel zu abwegig.

Und alles was ich machte, war permanent zurückstecken. Nicht das ausleben zu wollen, was ich liebte. Das Gefühl haben, wertvolle Zeit zu verschwenden. Darunter zu leiden, dass man ewig nur an ein Märchen glaubte, von dem man sich nicht lösen kann.

Ich zerriss mich zwischen den Erwartungen der anderen, die ich erfüllen wollte und musste, um endlich Ruhe zu haben und meinen eigenen Wünschen die dazu so konträr waren wie Feuer und Wasser.

Heute weiß ich, dass das falsch war, weil mein Denken falsch war. Aber das musste ich erst einmal lernen und verstehen. Denn dieses Problem gab es zu meiner Schulzeit nie. Da war ja alles geregelt. Ich ging zur Schule, brachte gute Noten nach Hause (ja, okay. In Mathe nicht) und ich schrieb. Alle Parteien waren zufrieden.

Boah und dann waren da DIESE Kommilitonen. Ich kann heute noch immer nur mit dem Kopf schütteln. Kommilitonen, die DEUTSCH studiert haben, weil sie das Medium Buch, die Sprache und Literatur lieben, gaben mir mehr als offenkundig das Gefühl, ein Alien zu sein, weil ich schreibe und lese. ENTSCHULDIGUNG?!

Äußerungen, wie in meinem Das was niemandsieht-Post fielen beinahe täglich. Ich erspare es mir, sie hier noch einmal zu beschreiben. Bevor es an Fragen ging wie "Cool! Wovon handelt dein Roman? Wie lange schreibst du daran?" Oder irgendwas anderes, was normal und nicht abwertend, aber auch nicht übermäßig interessiert ist, kam "Ja, wie jetzt. Ist doch dumm. Du verschwendest deine Zeit mit Schreiben? Wird doch eh nichts. Mach was Sinnvolles. Ach, übrigens. Findest du auch, dass die Deutung des Oxymorons in Zeile 35 von Seite 268 etwas ungenau ist?"

Sorry, aber WHAT THE FUCK. Ehrlich. WHAT THE FUCK.

Zunehmend belastete mich das Gefühl, dass ich falsch bin. Dass das, was ich will, falsch ist. Permanent lag ich nachts wach und fragte mich, was mit mir nicht stimmt. Wieso ich so bin. Wieso ich mich für Dinge interessiere, die jedem egal sind. Sogar denen, die ihr Leben zu 90% mit Romanen verbringen. Die im Verlag arbeiten wollen, wo Bücher entstehen. Es ist so absurd, dass es beinahe wehtut, wenn man mal drüber nachdenkt. 

Mit Hobbies ist das doch wie mit der Liebe. 

Sie fliegen einem zu und lösen etwas aus. Das kann man nicht beeinflussen. Man kann nicht begründen, warum das so ist.

Ich kam mir wie der letzte Idiot vor. Ich öffnete Dokumente, schrieb und hasste es. Ich hasste mich. Ich hasste es, dass ich den Absprung nicht geschafft hatte und ein vernünftiges Hobby gewählt hatte.

Tja da saß ich nun. Mit meinen 30 Semesterwochenstunden, einem Uniweg von täglich zwei Stunden, der Vor- und Nachbereitung vom Stoff, Sport, einem Nebenjob und ja. Dem Schreiben. Dann sind da noch normale Bedürfnisse, Familie und Freunde, eine Serie, die man gucken will, und vielleicht auch eine Handvoll Schlaf. Könnt euch ja denken, wo ich zuerst Abstriche machte: Quality-Time zum Batterien aufladen.
Spoiler: Dumme Idee. Lasst das.

Ich will nicht jaulen oder sagen "Oah mein Leben ist scheiße, kommt alle her, bemitleidet mich, ich bin eine arme Wurst". Ich will nur aufzeigen, wie schwierig es ist, alles zeitlich unter einen Hut zu kriegen, vor allem vor dem Identitätskonflikt, den ich hatte.

Irgendwann fing ich an, die Seminare nicht mehr nachzubereiten. Wenn man von 20 Romanen nur über einen eine Hausarbeit schrieb, lohnte sich das in meinen Augen nicht. Also hatte ich etwas mehr Zeit. Da das so super funktionierte, lernte ich nur noch, wenn es um Klausuren ging. Ich strengte mich an, wenn es um Hausarbeiten ging, denn nur darauf bekommt man an meiner ehemaligen Uni eine Note. Der Rest ist quasi Bonus. Siehe da: Ich hatte plötzlich Zeit! Vorbereiten tat ich dann auch nur noch die Referate und meine Hausarbeitsthemen oder Klausuren. Perfekt! 

Ich schrieb also während der Seminare. Setzte mich extra ganz nach hinten, schirmte mich gegen Sitznachbarn ab, weil ich keinen Bock auf dumme Kommentare hatte und schrieb.

Innerlich hatte ich zu dem Zeitpunkt komplett mit dem Studium abgeschlossen, nur konnte ich das zu dem Zeitpunkt nicht verbalisieren. Ich machte mir vor, dass ich ja so alle Parteien glücklich machte und die Noten stimmten auch. Es gab also keine Verlierer. Da ich außerdem nicht unter dem Stempel "Studienabbrecher" durchs Leben gehen wollte, funktionierte es.

Bis ich merkte, wie unglaublich respektlos ich mich den Dozenten gegenüber verhielt. Zugegeben, manche machen es sich wirklich einfach. Aber andere gaben sich solche Mühe, hatten wirklich interessante Themen und Seminare am Start und ich rauschte da einfach durch.

Ich lebte irgendwie nicht mehr. Ich funktionierte.

Das Zahnrad war in Bewegung, alle waren glücklich. Aber habe ich, abgesehen von ein, zwei, Seminaren, etwas mitgenommen?
Nein.
Ist doch dumm.

Das Studiensystem entspricht absolut nicht meiner Art zu lernen und heute weiß ich es besser. Ich weiß, dass ich mehr Praxis brauche, um den Sinn in etwas zu sehen. Ich weiß, dass ich es nicht mag, Romane, die ich wochenlang vorbereitet habe, in fünf Minuten durchzudiskutieren, weil die Semester so kurz sind und man in drei Jahren eigentlich alles wissen muss, was wichtig ist für deinen Bachelor.
Ist nen anderes Thema, musste aber an der Stelle nochmal gesagt werden.

Ich ließ es also, im Seminar zu schreiben. Das war dann die Zeit, die mir zu Hause fehlte, weil sie nicht da war.

Das konnte nur schief gehen.

Tja. Dann kam 2013.

Ich fragte mich zu diesem Zeitpunkt, ob es das alles wert ist. Ich war wirklich einen Schritt davor, das Schreiben zu lassen. Alle Dokumente vom PC zu nehmen, alle Links zu löschen, alle Notizbücher in den Keller zu schmeißen. Ich wollte mir quasi eine neue Identität anlegen, mich umprogrammieren. Sarah 2.0

Nur, dass ich nicht mehr Sarah war.

Denn nimmt man mir das Schreiben, ist quasi nichts mehr von mir übrig. 

So bitter das auch klingt.

Ich versuchte die Person zu sein, die alle in mir sehen wollten und die ich nie war. Die ich nie bin. Die ich NIE SEIN WERDE.

Ich hasste mich. Ich hasste das, was aus mir geworden war. Ich litt darunter, dem Studium nicht so viel Aufmerksamkeit zu widmen, wie es das verdiente. Ich litt darunter, mir selber nicht die Aufmerksamkeit zu geben, die ich verdiente.

Best of both worlds ging nicht. Best of university auch nicht. Best of writing auch nicht.

Ich gab mich mit Leuten ab, die mir überhaupt nicht gut taten. Also wirklich, wirklich gar nicht gut. Sie bestärkten mich darin, der Mensch zu werden, der ich absolut nicht sein wollte. Ich verfolgte Hobbys, die keinen Sinn ergaben und ich belog nicht nur mein Umfeld, sondern in erste Linie mich selbst. Der Blick in den Spiegel fiel immer schwerer.

Meine beste Freundin fand es erschreckend und traurig, was aus mir geworden war. Das sagte sie mir bei einem Treffen ganz offen. Sie hatte es immer an mir gemocht, dass mir kein Berg zu hoch, kein Meer zu weit und ich mir zu nichts zu schade war. Ich verlor die "ist mir egal, was andere von mir denken"-Haltung, meinen Selbsthumor, meine Stärke und vor allem meinen Kampfgeist.

Ich hatte aufgegeben.

Jetzt verstehe ich, wieso. Ich war damals innerlich schon über den Punkt hinaus, an dem ich mir selbst eingestehen konnte, dass es nur diesen einen Weg für mich gibt. Und dass ich diesen einen Weg gehen muss. Egal, wo und wie er endet. Aber ich hatte nicht die Kraft dafür, das zu erkennen und das wahrhaben zu wollen. Ich hatte nicht die Kraft, das so ausdrücken zu können, dass andere gar nicht erst dazu kommen, mich mit Zweifeln zu bombardieren, sodass ich mich in der Position sehe, mich rechtfertigen zu müssen.

Da sind die anderen. Die Zweifel, die Ängste. Wie soll das werden, als Selbstständige?
Da kommt auch ganz extrem darauf an, wo man herkommt. Was bedeuten dir die Säulen Geld, Sicherheit, Lebensgestaltung für dich? Wie haben dich deine Familie, dein Umfeld und Freunde geprägt? Wie sind deine Einstellungen zu bestimmten Dingen?

Ich hatte keine Kraft mehr, solche Dinge zu hinterfragen, weil es eh schlecht war, was ich wollte. Wozu da noch Gedanken dran verschwenden.

Und obwohl ich es hasste und nicht wollte, formte sich die Idee zu ephemeer.
Wieso machte mein Hirn das, wo ich doch gesagt hatte "Halt. Nein. Ich will das nicht. Hör auf."?

Körperlich ging es mir immer schlechter. Ich hatte durch den Frust schleichend zu viel Übergewicht (ich rede nicht vom medizinischen Übergewicht, sondern vom Wohlfühlgewicht) an Bord und schuftete mich herunter. Dass ich mit mir äußerlich nicht mehr zufrieden war, half nicht dabei, dass es mir in mir besser ging. 

Das gipfelte sich im letzten Jahr darin, dass man mir sagte, ich sei ernsthaft krank. (und ich halte mich nur schwer damit zurück, den Namen der Ärztin öffentlich zu machen, die mir ohne medizinische Anhaltspunkte voraussagte, dass ich nur noch zehn Jahre zu leben hätte.)

Mein Stresshormon war nicht mal mehr im messbaren Bereich. Irgendwie hatte ich gar nicht mitbekommen, dass ich mich so kaputt gemacht habe. Immer war irgendwas. Alles war in diesem Gefühl des Scheiterns verpackt ineinander übergegangen.

Dann kam Ende letzten Jahres die Serie Club der roten Bänder ins Fernsehen. Sie berührte mich sehr. Ich war tief bewegt von den Weisheiten, den Lebenswegen und Situationen, die in den paar Folgen thematisiert wurden. Dass ich selbst ein, was Krankheiten anging, hartes Jahr hinter mir hatte, unterstrich die Botschaft.

Du hast nur dieses eine Leben. Mach damit das, was du für richtig empfindest.
Egal, was andere sagen.

Ich erkannte, dass ich nicht so weitermachen wollte. 

Dass sich etwas ändern musste. Ich will nicht mehr träumen, ich will meine Träume leben. Auch wenn es sein kann, dass sie sich nicht realisieren lassen. Das Leben kann so kurz sein und ich will nicht bedauern, bereuen oder vermissen. Ich will mich nicht fragen, was gewesen wäre, wenn. Ich will nicht mehr sagen, wenn, dann.

Noch hatte ich keine Ahnung, wie ich die Blockade im Kopf lösen sollte. Deshalb fing ich mit Sport an. Das erschien mir zwar auch schwierig, aber machbar. Ich musste mich wieder wohler in mir selbst fühlen, das erschien mir als erster Schritt am einfachsten. Prompt nahm ich ab und mittlerweile habe ich Frieden mit meinem Körper geschlossen. 

Ich schrieb und gab meine Bachelorarbeit ab. Das Kapitel Studium musste so schnell wie möglich geschlossen werden und es war mehr ein Akt des Müssens als Wollens, aber ich hab meinen Abschluss, auch wenn der zu nichts zu gebrauchen ist. Das war ein weiterer Befreiungsschlag. 
(ich hatte gedacht, dass dieses mulmige, eklige Gefühl weggeht, sollte ich jemals danach nochmal das Gebäude betreten. Es ist noch immer da. Sobald ich in diese Uni reingehe, wird mir schlecht und ich bekomme beinahe schon Panik. Dass das solche Spuren hinterlassen hat, erschreckt mich noch immer)

Als nächsten Schritt schmiss ich rigoros Leute aus meinem Leben, die es nicht besser verdient haben. Klingt hart, ist aber leider Fakt. Wenn mir jemand sagt, wie abnormal ich bin, nur weil ich Dinge mag, die er blöd findet, ist das nicht nur respektlos, sondern hilft mir nicht weiter. Ich bin da sehr konsequent geworden. Menschen, die nicht hinnehmen können, was ich mache (ich meine hier weder toll finden oder Interesse zeigen, sondern einfach nur reine Akzeptanz), haben in meinem Leben nichts verloren. Ich brauche niemanden, der mir sagt, ich bin dumm. Ich brauche niemanden, der mir sagt "du kannst das nicht", wenn es keine Gründe dafür gibt. Ich muss mich nicht schämen für das, was ich bin. Dafür gibt es keinen Grund und jeder, der so ein Gefühl in mir weckt, hat in meinem Leben nichts verloren. Wieso können Menschen nicht einfach mal sagen "ich habe Zweifel, aber ich unterstütze dich, wenn es das ist, was du willst. Pass aber auf dich auf."???

Klingt sehr nach "wer nicht für mich ist, ist gegen mich", aber das meine ich damit nicht. Akzeptanz und Toleranz, das ist alles, was ich erwarte und ich finde, das sollte in einem menschlichen Miteinander normal sein.

Zaghaft begann ich, meine Projekte anzugucken. Das war der Schritt, der mir am schwersten fiel und vor dem ich am meisten Angst hatte. Ich erkannte, dass das Schreiben zu mir gehört. Dass ich es machen muss, egal ob ich will oder nicht.

Ich bin meine Worte.

Es tat gut und gleichzeitig unmenschlich weh. Das war bisher der krasseste Gefühlsmix, den ich jemals in meinem Leben erlebt habe. 

Ich arbeitete vier Tage die Woche, in der restlichen Zeit schrieb ich auf Teufel komm raus. Ich überarbeitete, plottete und es ging mir besser.

Ich fand wieder zu mir und dem, was ich bin. Ich lernte, mich wieder wohl in mir zu fühlen. Zwar verhalten und zaghaft. Aber ich kam wieder ins Reine mit mir.

Um dieses Gefühl zu unterstreichen, auch um mir selbst keinen Weg zurück mehr zu ermöglichen, rief ich diesen Blog ins Leben. Ich war mir darüber bewusst, dass ich mich mehr als Autorin sehen muss, um sein zu können.

Um das zu erreichen, was ich immer gewollt habe und nie lebte.

So, wozu erzähle ich euch so viele persönliche Dinge?

Ich habe diesen Post Army of me genannt. Als ich am 30. April 2016 auf dem Anastacia Konzert war, eröffnete sie es mit einem Lied, was ich bis dahin nicht kannte. Sie sang die ersten Zeilen, ich horchte innerlich auf und spürte, dass da was ganz Großes geschah. Sie sang den Chorus und ich wusste, dass ich meinen neuen Fight-Song gefunden hatte.

Einen Fight-Song, den ich 2013 so bitter nötig gehabt hätte.

Jeder Mensch motiviert sich durch andere Dinge. Der eine schaut den Lieblingsfilm, der andere liest einen Ratgeber nach dem anderen, wiederum andere sprechen mit ihren Liebsten oder gehen einfach mal ne Runde nach draußen.

Ich motiviere mich unteranderem durch Musik. Durch Lebenswege anderer Menschen, die auch viele Hürden im Leben nehmen mussten und trotzdem noch da sind und ihren Weg weiterverfolgen. Mich beeindrucken Menschen, die nie aufgeben, für das kämpfen, was sie wollen und sich nie unterkriegen lassen.

Menschen warfen mir extrem schmerzhafte Worte an den Kopf. Machten mir aufs Krasseste deutlich, dass ich es niemals schaffen werde. Mit jeder dieser Begegnungen starb etwas in mir ab, was nie wieder ganz wurde. Ich zerbrach in tausend Stücke und weigerte mich, sie zusammenzusetzen.
Wozu auch?

Was ich bis dahin nicht verstand: Jedes Stück ist nicht verloren. Es ist noch immer in mir drin und es macht mich stärker. Jede Kränkung, jeder Zweifel, jedes noch so schmerzhafte Wort hat mich wachsen lassen. Hat mich dazu gebracht, mich einmal mehr vor den PC zu setzen und zu schreiben. Weil ich weiß, dass ich es KANN und weil ich weiß, dass ich es WILL.
Und weil ich es denen zeige, die nie an mich geglaubt haben.

Weil ich es mir selbst beweise, dass ich stark genug bin, um mein Leben zu leben, so wie ICH es will.

Well I know what you were thinking
You thought you’d watch me fade away
When you broke me into pieces

But I gave each piece a name


One of me is wiser
One of me is stronger
One of me's a fighter
And there’s a thousand faces of me
And we’re gonna rise up
Yeah we’re gonna rise up
For every time you wronged me
Well you’re gonna face an army
An army of me
Anastacia - Army of me

Ich habe eine Armee meiner Selbst im Rücken.
Eine Armee, die durch die Zweifler und Kränkungen entstanden ist.

Und die ist stärker als jeder andere.

Denn eines dürft ihr nie vergessen: 

Der einzige wahre "Feind", den ihr im Leben habt, das seid immer nur ihr selbst.

Es waren nicht die Zweifel, die Worte und die Arroganz der anderen, die mich haben aufgeben lassen. Das war ich. Weil ich darauf gehört habe. Weil ich diese Worte zu meinen eigenen Gedanken und Gefühlen gemacht habe.

Und dazu hatte ich mir selbst gegenüber einfach kein Recht.

Wenn ihr erkennt, dass vermeintlich ausgelegte Schwächen eure Stärken sind, könnt ihr nur gewinnen.  


Ich kämpfe.
Manchmal auch mehr als mir lieb ist.
Es ist noch immer nicht leicht, wieder zurück zu meinen Wurzeln zu finden.
Aber ich gebe nicht auf, weil ich irgendwann gewinne.
Das weiß ich.

Und du wirst es auch.




 
"Dreamer" Design by Mira @CopyPasteLove