Mittwoch, 29. Juni 2016

Die Zeitungswanderin | Charaktervorstellung Shaina





Hallo ihr Lieben!

Heute stelle ich euch den ersten wichtigen Charakter aus meinem Roman Die Zeitungswanderin vor:
Anas Mutter Shaina, die Heilerin des Dorfes.


Den Astaros zum Gruße, Leser.

Mein Name ist Shaina und ich möchte Euch etwas von mir erzählen.

Ich bin die Tochter einer Heilerin und eines Gerbers und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Schon in jungen Jahren interessierte ich mich für die Zubereitungsmethoden der Kräuter, die beinahe jegliches Leid der Menschen zu lindern vermögen.

Tagsüber ging ich zur Schule und half nachmittags meiner Mutter im Kräutergarten. So eignete ich mir schon früh das Wissen an, mit dem ich nun die Kranken heile.

Ich erfuhr als Kind, dass Wissen mit Macht gleichzusetzen ist. Deshalb verbrachte ich die Abende über Bücher gebeugt. Bis heute habe ich diese Wissbegierde nicht verloren, weshalb es von besonderer Bedeutung ist, dass meine Tochter Ana eine gute Bildung erhält.

Eines Tages lernte ich während einer Reise mit meiner Mutter Monteith kennen. Er ersuchte unseren Rat, da er sich einen Finger quetschte. Es entflammten die Gefühle der Liebe in mir, doch er beachtete mich nicht. So musste ich unverrichteter Dinge von dannen ziehen. Noch lange dachte ich an diesen charmanten Jungen zurück.

Ich beendete die Schule und half meiner Mutter als Heilerin. Doch diese Zeit wurde von dem Krieg in den angrenzenden Gebieten beschattet, zu dem mein Vater einberufen wurde. Voll von Angst und Hoffnung blieben meine Mutter und ich zurück.

Nach einem Durchlauf der Jahreszeiten klopfte es an der Tür. Mit einem mulmigen Gefühl öffnete ich sie und erkannte den Jungen vom Markt wieder, der nun zu einem jungen Mann herangewachsen war. Er überbrachte uns die Nachricht, dass Vater im Krieg gestorben war.

Mutter erholte sich seitdem nicht mehr von ihrem gebrochenen Herzen, das sie schlussendlich dahin raffte. Ich konnte nichts mehr für sie tun.

Monteith bot mir Arbeit in einem Dorf in Topia an, das sich Cretoria nennt. Da ich alles verloren hatte, was mir wichtig war, folgte ich ihm, da meine Gefühle für ihn neu entflammten und er zu meinem Anker wurde.

Mit den Jahren entwickelte sich ein enges Band der Freundschaft zwischen uns, aus dem Liebe entstand. Trotz der wenigen Sommer, die wir nur zählten, heirateten wir.

Dieses Glück wurde nach zwei Jahren durch ein Kind beflügelt, welches ich unter dem Herzen trug. Freudig berichtete ich meinem Mann von dieser Kunde, für den das Glück kaum größer sein konnte. Nach neun Monaten gebar ich ein Mädchen.

Ana.










Montag, 27. Juni 2016

Die Lichtmagierin | Beginn der (hoffentlich) letzten Korrektur!





Hallo ihr Lieben!

Ich wollte euch nur kurz daran teilhaben lassen, dass ich ab heute den zweiten Band der Zeitungswanderer-Trilogie überarbeiten werde. Und das zum hoffentlich letzten Mal. 

Zwar hat der Teil bisher nur einen Korrekturdurchlauf erhalten, aber der war recht intensiv. Von daher hoffe ich, dass ich nach der Runde damit zufrieden sein werde.

Ehrlich gesagt fällt es mir enorm schwer, anzufangen (wahrscheinlich deshalb auch der Post).
Zum einen, weil ich jetzt seit knapp vier Wochen aus meinem Arbeitsrhythmus raus bin, zum anderen, weil ich seit gestern einen neuen Computer mit Windows 10 habe und mich damit erst einmal einfuchsen muss (alles ist so furchtbar klein und das strengt echt die Augen an. Habe bisher aber noch keine Auflösung gefunden, mit der ich glücklicher bin).

Und, das ist wohl die größte Baustelle, der Roman selbst. 
Beim ersten Korrekturdurchlauf war ich damit richtig unglücklich und meine Zweifel, dass ich das Ding zu meiner eigenen Zufriedenheit überarbeiten konnte, wurden bestärkt. Sogar so weit, dass ich daran zweifle, ob das alles nicht ein bisschen ZU groß für meinen jetzigen Kenntnisstand und Handwerk geworden ist. 

Das schüchtert ein und gibt mir das Gefühl, dass die Überarbeitung eh nichts bringt, weil ja sowieso nichts bei rumkommen kann. Jedes Wort zu prüfen und zu schauen, ob es Sinn ergibt, macht so noch viel mehr Arbeit, weil ich grundunzufrieden bin. Grml.

Mal schauen, wie das so wird. Ich halte euch auf dem Laufenden :)

Liebe Grüße


Mittwoch, 22. Juni 2016

Das Schreiben | Warum ich unter Pseudonym schreibe




Hallo ihr Lieben!

Heute werde ich mit euch darüber sprechen, warum ich  mich dazu entschieden habe, unter Pseudonym zu schreiben.

Ehrlich gesagt fällt es mir ein wenig schwer, die genauen Gründe dafür zu benennen, weil ich immer unter Pseudonym geschrieben habe, seit ich ernsthafte Projekte angehe. Es gab bisher nur einen einzigen Fall, in dem ich etwas Geschriebenes mit meinem richtigen Namen unterzeichnet habe.

Bei mir gibt es zwei Faktoren, die dazu beigetragen haben:

Der eine ist pragmatisch: 

Ich lebe bisher noch nicht vom Schreiben. Und bevor ich an diesem Punkt bin, wird noch einige Zeit ins Land ziehen. Das heißt, ich muss von irgendetwas leben und einem Brotjob nachgehen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mich dazu entschloss, diesen Blog ins Leben zu rufen, überlegte ich noch einmal grundsätzlich über diese Thematik und entschied mich auch aus diesem Grund dafür.

Ich konnte und kann noch nicht absehen, wohin es mich in der Arbeitswelt verschlagen wird. Es gibt Arbeitgeber, die es locker sehen, wenn jemand unter seinem realen Namen veröffentlicht, aber es gibt auch diejenigen, die es grundsätzlich nicht mögen und für die allein das schon ein Kündigungsgrund ist. Grundsätzlich. Auch ohne Shades of Grey. Da ich mir Plan B nicht von Beginn an verbauen wollte, fiel die Wahl auf ein Pseudonym.
(jetzt kann man natürlich argumentieren, dass es Plan B niemals geben wird, weil man positiv denken und davon ausgehen sollte, dass Plan A klappt. Aber der Faktor Realität ist nicht zu unterschätzen...)

Dazu kommt auch, dass ich zu der Zeit noch mit Kindern gearbeitet hatte und befürchtete, dass sie mich vielleicht unter meinem Namen finden könnten und ich dadurch ein wenig meiner Autorität einbüßen würde. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber wenn ich sehe, dass 90% meiner Schüler schon im Alter von 14/15 einen Instagram-Account haben und dort sehr aktiv sind, fühlte ich mich unwohl.


Das sind also die pragmatischen Gründe, die für mich zu dem Pseudonym führten.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht etwas Grundsätzliches zu Pseudonymen sagen:

Es gibt zum einen das geschlossene und das offene Pseudonym.

Bei dem geschlossenen Pseudonym wird praktisch eine vollständig neue Identität erschaffen, sodass die reale Person zu 100% vom Pseudonym getrennt wird oder hinter ihr verschwindet. Das ist so gut wie unmöglich (nicht mal bei Hannah Montana hat das funktioniert) und darauf lege ich es auch nicht an. Sollte ich mal unterwegs sein, habe ich ja noch immer das gleiche Gesicht. Und das ist okay. Man darf wissen, wie ich aussehe :D
Mir geht es eher um das offene Pseudonym: Man muss mich als Autor nicht sofort unter meinem realen Namen finden müssen. Irgendwann wird es passieren, aber ich möchte das nicht unbedingt auf einem Silbertablett servieren.

Der zweite Grund, der mich zu meinem Pseudonym führt, ist ein eher emotionaler. Und auch der Auslöser, dass ich nie unter einem anderen Namen geschrieben habe.

Und der Grund hat, einige rollen jetzt sicherlich mit den Augen :D, mit Anastacia zu tun. Ich LIEBE "Sick and tired". Sowohl das Lied, als auch das Video. Das Musikvideo behandelt eine Art Theaterstück, bei der am Anfang ein Casting stattfindet. Anastacia stellte sich als "Sarah Force" vor. Mittlerweile bin ich mir gar nicht mal sicher, ob es nicht auch "forest" heißen könnte, aber damals verstand ich es so. Ich fand den Klang von dem Namen toll und als ich das Wort "force" nachschlug, war ich noch begeisterter: Kraft. 

Irgendwie manifestierte es sich, dass ich von dem Moment an alle Projekte mit Sarah Force unterzeichnete. Die Momente, in denen ich mein "SF" unter die Gedichte schrieb, war immer ein kleines Fest in meinem Herzen. Da ich das seit 2004/2005 konsequent so handhabe und bis auf den einzigen Fall noch nie mit einem anderen Namen unterschrieben habe, würde es sich höchst merkwürdig anfühlen, plötzlich meinen richtigen Namen unter einem Projekt stehen zu sehen. Dazu ist viel zu viel Zeit vergangen.


Ein Moment hat mich vor allem sehr stark dazu gebracht, diesen Namen wirklich als Pseudonym zu verwenden: Ich hatte mal eine Phase, in der es mir, als Person hinter dem Pseudonym, nicht gut ging. Ich zweifelte an eigentlich allem und verlor meine innere Stärke. Ein guter Freund sagte zu mir: „Sarah Force ist so stark. So diszipliniert und unerschütterlich in ihrem Glauben an sich selbst. Sie würde niemals aufgeben. Wenn DU nur mehr von ihr hättest.“ Das hat mich enorm zum Denken gebracht. Ich verstand die Übersetzung „Kraft und Stärke“ wirklich wortwörtlich.

Seitdem ist mein Pseudonym nicht nur einfach ein Name, sondern ein Leitfaden für mich. Stärke zeigen, weiterzumachen. Die Kraft zu haben, an sich zu glauben, auch in Zeiten, wo es nicht immer einfach ist. Nicht aufzugeben.

Jeder, der schreibt, weiß, wie leicht es ist, einfach alles zu löschen, das Dokument in den Papierkorb zu schmeißen und alles zu verteufeln, was man tut. Daran zu zweifeln, ob die Zeit, die man vorm PC verbringt, wirklich wert ist. Sarah Force gab mir die Kraft, solche Phasen zu überwinden.

Lange habe ich überlegt, ob ich hier wirklich mit einem internationalen Namen auftrumpfen möchte. Habe überlegt, zu Fors oder Forß zu wechseln, aber das sah alles so eklig aus. So gewollt und nicht gekonnt und letztlich sagte ich mir: Niemand muss verstehen, wieso ich mich so nenne. Es muss auch niemand gut finden.

Ich muss damit leben und ich muss es mögen.

Und das tue ich. Mit jeder Faser meines Körpers.








Mittwoch, 15. Juni 2016

Das Schreiben | Über Widmungen



Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch etwas über die Widmungen erzählen, die in meinen Büchern zu finden sind. Irgendwann, wenn sie veröffentlich sind :D

Jedes Buch, das ich schreibe, enthält eine Widmung. Ohne finde ich es komisch. Ich mag es auch als Leser unheimlich gern, mir die Widmungen durchzulesen und zu überlegen, in welchem Verhältnis Autor und Gewidmeter stehen. Manchmal erschließt sich das aus den Danksagungen heraus, aber nicht immer.

Manchmal weiß ich schon von Beginn an, wem ich das Buch widmen werde, manchmal erschließt aber auch erst während des Schreibprozesses oder hinterher.

Wonach ich entscheide, wem ich welches Buch widme? 
Nach meinem Bauchgefühl.

Meistens assoziiere ich schon sehr früh, zu wem das Buch passen könnte und halte das als Notiz fest. Dann überlege ich, wie die Worte in der Widmung dazu lauten könnten.

Ich widme meine Geschichten denen, von denen ich glaube, dass sie etwas für sich daraus mitnehmen können. Es ist dann so etwas wie ein Geschenk, von dem ich hoffe, dass sie es gebrauchen können. Beispielsweise ist der zweite Band meiner Jahreszeiten-Reihe einer guten Freundin gewidmet, mit der ich einige sehr tiefgreifende Gespräche zu bestimmten Themen hatte, die zu dem Roman passen.

Ich widme meine Geschichte denen, die mir sehr am Herzen liegen. Meiner Schwester „gehört“ zum Beispiel Die Zeitungswanderin, weil sie den letzten Anstoß gab, dass ich die Geschichte wirklich zu Ende schreiben sollte (abgesehen von meinem eigenen Wunsch).

Amicitia ist einer sehr, sehr guten Freundin gewidmet. Da das zentrale Thema das der Freundschaft ist, war es klar, dass es ihres wird (ha, zum Glück schreibe ich unter Pseudonym, sodass sie das nicht lesen kann, denn es soll eine Überraschung werden :D)

Ich widme meine Geschichten aber auch Weggefährten, die mir lehrreiche Stunden beschert haben, etwas Wichtiges für mich getan haben, aber nun aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr Teil meines Lebens sind. 
So zum Beispiel bei WTIS oder auch die restlichen Bände von Amicitia.

Ich widme meine Geschichten auch keinen konkreten Personen, so wie es mit ephemeer sein wird, oder auch mit Die Weltenbewahrerin.  

Manchmal habe ich auch verrückte Widmungen auf Lager, wie es mit dem dritten Band der Jahreszeiten-Reihe sein wird (höhö).

Wichtig ist, dass es sich richtig anfühlen muss und es irgendjemand sein sollte, der eine Bedeutung für mich hat(te). Denn so ein Buch schreibt sich nicht über Nacht und die Menschen, die ich persönlich kenne, müssen sich das quasi „verdienen“. Das meine ich aber weder berechnend oder anmaßend, sondern möchte ich damit nur sagen, dass es Menschen sein müssen, an die man sich auch zehn Jahre nach der Begegnung noch erinnert, wieso sie einem wichtig sind. Denn solche Personen werden in dieser schnelllebigen Zeit immer weniger.


Wie sieht es mit euch aus? Lest ihr Widmungen gern? Oder interessiert es euch überhaupt nicht? An die Autoren unter euch: Wie handhabt ihr dieses Thema? 





Mittwoch, 8. Juni 2016

Amicitia | Charaktervorstellung Marcia




Hallo ihr Lieben!


Heute stelle ich euch den letzten Charakter aus Amicitia – Chaos zu sechst vor. Da Marcia sehr schüchtern ist und sich selbst schwer beschreiben kann, hat sie sich dagegen entschieden, mir ein Interview zu geben. Dafür hat sie Lee, Sha, Elias und Danny darum gebeten, mir zu sagen, wie sie Marcia einschätzen und mir etwas über sie zu erzählen.

Marcia


Lee
Wenn man mit Sha befreundet ist, ist man unglaublich dankbar, wenn man eine Freundin wie Marcia hat. Ohne Spaß. Marcia ist die ruhigste und in sich gekehrteste Person, die ich neben Danny kenne. Nur mit dem Unterschied, dass Danny sich selber und seine eigenen Interessen zu positionieren weiß. Marcia hat zwar auch ihre Meinung und äußert die, aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie nicht so wichtig ist. Es fällt ihr schwer, sich durchzusetzen. Sie wäre niemand, der einen Streit anzettelt oder lautstark gegen etwas protestieren würde – auch wenn das ein wenig besser geworden ist (Sha und ich färben doch etwas ab :D) Umso mehr schätze ich es, wenn sie mir einen Ratschlag gibt. Bei ihr weiß ich, dass sie sich wirklich Gedanken darüber gemacht hat und nicht einfach den erstbesten Tipp rausposaunt. Ich würde mir wünschen, dass sie weniger in sich reinfrisst und mehr aus sich rauskommt. Trotzdem mag ich sie so, wie sie ist und liebe sie über alles.

Sha
Anfangs dachte ich, Marcia sei die ultimative Langweilerin. Im Unterricht sagt sie fast nie was und wenn, dann ist das meist so superkluges Zeug. Sie hat immer ihre Hausaufgaben parat und noch nie eine fünf geschrieben, soweit ich weiß. Manchmal ist es anstrengend, weil sie nie kontra gibt und der Umgang mit ihr zwar dadurch sehr unkompliziert ist, aber manchmal wünsche ich mir mehr Ecken und Kanten, an denen man wachsen kann. Gleichzeitig macht es mir Spaß, sie ab und an aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen, dafür zu sorgen, dass sie auch mal was Verrücktes macht und nicht immer daran denkt, wie es auf andere wirken könnte und ob das gut oder schlecht ist. Ich hab sie lieb, so wie sie ist, aber ich hoffe, dass ihr dieser Charakterzug nicht irgendwann ein Bein stellt, weil sie sich selbst immer zurücknimmt und andere vor sich selbst stellt. Es ist IHR Leben und SIE muss es leben, also sollte sie das auch tun.

Danny
Marcia und ich sind uns schon recht ähnlich. Wobei ich glaube, dass Marcia sehr viel unsicherer ist, was das Leben angeht. Ich rede auch nicht viel und habe keinen allzu großen Freundeskreis. Aber ich habe keine Angst davor, neue Menschen kennenzulernen und Smalltalk zu betreiben. Von daher glaube ich, dass es enorm wichtig ist, dass Marcia Freunde wie Lee und Sha hat, die sie manchmal dazu anspornen, über sich hinauszuwachsen, sie aber gleichzeitig nicht verändern und akzeptieren, wie sie ist. Es gibt zu viele Menschen auf der Welt, die darunter leiden, dass sie anders sind. Auch wenn ich das keinem von uns sagen würde: Ich gebe mir Mühe, Marcia davor zu schützen, an Menschen zu geraten, die genau das ausnutzen wollen.


Elias
Ich bewundere Marcia. Allein deshalb, dass sich Sha ihre Zähne an ihr ausbeißt. Auch wenn das keiner glaubt: Marcia ist unglaublich eisern, was ihren eigenen Willen angeht. Es mag sein, dass sie sich zurücknimmt und anderen kein Kontra gibt, aber sie bleibt dabei, dass sie es nicht tut und lässt sich nicht verändern. Das spricht für mich für einen sehr gefestigten Charakter und wer kann das schon von sich behaupten?
Ich habe sie vor unserer Reise kaum wahrgenommen. Ja, sie war da, aber meistens irgendwie unsichtbar. Erst in Polen wurde mir bewusst, wie tief Marcia die Dinge um sich herum wahrnimmt und reflektiert und dass sie daraus ihre Kraft zieht, um Menschen zu helfen. 











Mittwoch, 1. Juni 2016

Ankündigung | Ich bin dann mal weg!



Hallo ihr Lieben!

Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich mache mich aus dem Staub. Während der Post online geht, stecke ich bis zum Hals in Reisevorbereitungen und schiebe Panik, irgendwas vergessen zu haben. Aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen :D

Das Wichtigste zuerst:

Ich bin den gesamten Juni weg und komme Anfang Juli zurück. In dieser Zeit wird es Posts geben, ihr dürft auch gerne fleißig kommentieren (macht mich glücklich, wenn ich zurückkomme :D), aber ich werde sehr wahrscheinlich in den vier Wochen nicht darauf antworten können. Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wie und ob ich Internet habe, möchte ich hauptsächlich etwas erleben und nicht nur online sein :)  

Ihr könnt euch also auf interessante Posts freuen, aber ich wette, das interessiert euch gar nicht. Ihr wollt wissen, wohin es geht, oder?

Eeeeeeeeigentlich hatte ich vorgehabt, viel länger wegzubleiben und auch viel weiter weg zu sein. Australien war und ist mein absolutes Nummer-1-Reiseziel. Mein absolut großer Traum ist es, ein Jahr dort zu verbringen und auf einer Farm zu leben und zu arbeiten. Das war Plan A. Leider hat es mit den Terminen nicht hingehauen und auch das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Da ich hauptsächlich nach Südaustralien wollte, wo jetzt Winter ist und man Vieles gar nicht anschauen kann, entschied ich mich dagegen.

Deeeeeshalb geht es für mich am 4. Juni nach … 

BALI!


Oh, ich freu mich so, es euch ENDLICH sagen zu können! Ich bin so furchtbar aufgeregt und ich freue mich so unglaublich, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen :D

Aber wie kam es dazu?

Ich hatte schon recht detaillierte Planungen für Australien wahrgenommen, wo ein Abstecher nach Bali immer höchste Priorität hatte. Seit ich Eat, Pray, Love gesehen hatte, war ich total fasziniert von der Natur, den Menschen und der Mentalität. DIESES GRÜN!!! Ich wollte unbedingt die berühmten Reisfelder sehen und wissen, wie sich Bali anfühlt, riecht, schmeckt … Deshalb dachte ich, dass ich mir diesen Wunsch eben jetzt erfülle. Ich wollte etwas Besonderes erleben, was man nicht nochmal mal so eben macht. (damit ich besser verschmerzen kann, dass das mit Australien vorerst ein Traum bleiben wird...)

Außerdem hatte ich in den letzten Monaten eine klitzekleine Inspiration zu einem Roman, der in so einer Atmosphäre spielen könnte (man ey. Ich bin noch nicht mal  dort und schon spielt mein Hirn verrückt :D)

Also. Sarah fliegt nach Bali. Yeah!

Da ich das erste Mal so richtig allein und sehr weit weg von zu Hause unterwegs bin, war es mir wichtig, irgendetwas zu tun zu haben und mit Menschen in Kontakt zu stehen, die ebenfalls allein reisen. Deshalb hatte ich mich nach Freiwilligenprojekten erkundigt. Recht schnell fiel meine Wahl auf Schildkröten. Wie gesagt, ich wollte eine Erfahrung machen, die ganz anders ist, als alles, was ich bisher gemacht habe. Da ich noch nie mit Schildkröten näher zu tun hatte und ich, seit ich The last song gesehen habe, davon träumte, Schildkröten schlüpfen zu sehen, war es beschlossene Sache. 

Ich fand eine Organisation, die das Projekt gemeinsam mit einer Rundreise anbietet, wo ich zum einen sehr viel über die Kultur Balis lernen kann, als auch an einer Yoga-Woche teilnehme. Das klang insgesamt spannend für mich. Ich weiß noch nicht, ob ich ein Yoga-Fan werde (bisher kann ich damit nichts anfangen), aber vielleicht ist es in dieser Umgebung auch was ganz anderes. Da ich ja sowieso mehr Achtsamkeit ausüben möchte, ist das vielleicht ein perfekter Anfang,  bzw. Fortführung :)


Also: Ihr seht, ich bin Feuer und Flamme und freue mich so sehr auf diese einzigartige und tolle Erfahrung. Ich habe auch etwas Angst. Hm, nein. Das ist falsch formuliert. Ich bin nervös. Wie das alles so klappt und wird.

Leider musste ich deshalb meinen Gebärdensprachkurs stornieren, da ich die Hälfte davon verpasst hätte. Die Reise war relativ spontan dazwischen gekommen. Das macht mich etwas traurig, aber der Kurs rennt mir nicht weg. Die Gelegenheit, so lange Bali zu erkunden, schon.

Wie wird es mit dem Schreiben aussehen, während ich weg bin?
Ganz bewusst verzichte ich darauf, irgendetwas mitzunehmen, was mit der Zeitungswanderer-Trilogie zu tun hat. Seit Jahren beschäftigte ich mich hauptsächlich mit nichts anderem mehr. Das soll quasi ein Zwangsurlaub von diesem Projekt sein und ich hoffe, ich halte das ohne Entzugserscheinungen durch. Ich liebe es wirklich, aber gerade nach den intensiven zwei Monaten Überarbeitung habe ich keinen Bock mehr darauf. Würde ich jetzt direkt damit weitermachen, mache ich es mir selbst kaputt und das möchte ich vermeiden. Es ist Zeit für eine Pause und dann freue ich mich auch wieder auf die Charaktere und die Atmosphäre.
Von zwei Projekten habe ich mir ein wenig was mitgenommen (Amicitia und WTIS), ansonsten möchte ich gerne die Idee etwas weiter planen, die in einem ähnlichen Setting wie Bali spielen soll.
Eigentlich möchte ich aber probieren, mir mal vier Wochen wirkliche Auszeit zu gönnen. Ich weiß, das ist ein Luxus, den ich mir eigentlich nicht nehmen darf. Aber ich brauche mal Abstand von allem, um wieder ein wenig durchatmen zu können, Inspiration zu tanken und meinen Kompass zu justieren, wie und womit es nach meiner Rückkehr weitergehen wird :)

Wenn ich zurück bin, werde ich euch gerne von meinen Erfahrungen berichten. In welcher Form das geschieht, entscheide ich dann ;)

Damit ich weiß, worauf ich dabei achten sollte, würde ich gern von euch wissen, woran ihr am meisten Interesse habt (wenn ihr überhaupt Interesse habt :))

Wollt ihr, dass ich euch eine Art Reisetagebuch nachzeichne? Wenn ja, in welcher Art – Posts, Video, nur Bilder …? Oder wollt ihr euch einfach nur mit Musik und Bildern berieseln lassen?
Interessiert es euch, welche Vorbereitungen anstanden (Impfungen, Packlisten, welche Art von Elektronik nehme ich mit...)?
Wollt ihr mehr über die Organisation wissen – empfehle ich sie weiter oder war sie der totale Horror?
Wollt ihr wissen, über wie viel Budget man verfügen sollte?
Wie viel soll ich euch an Hardfacts über Bali geben? Oder lest ihr euch das lieber selbst auf Wiki... seriösen Internetseiten durch? ;)

Da ich sehr wahrscheinlich Wlan habe (Betonung auf wahrscheinlich) und es euch interessiert, was ich so mache und wie es mir geht, solltet ihr für die Zeit mal auf meinem Instagram-Account vorbeigucken. Dort werde ich sicherlich ab und an Bilder posten. 

Wir sehen uns ganz bald wieder!




 
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