Sonntag, 29. Mai 2016

Gelebt | Mai 2016



Ach, 2016.
Bisher bist du wirklich gut zu mir und dafür danke ich dir aus tiefstem Herzen.

Ich weiß nicht, warum, aber ich habe dies Jahr ein ganz anderes Lebensgefühl als die letzten Jahre. Auch wenn ich mal Phasen habe, wo es mir nicht so gut geht oder ich an allem (mir^^) zweifle. Wo ich unsicher bin, wie die Zukunft wird und womit ich sie fülle.
Es gibt so einige Baustellen in meinem Leben. Es gibt so einige Dinge, die mich sehr unglücklich machen. Aber ich habe im Moment das Gefühl, dass ich damit lernen kann, umzugehen. Dass ich langsam an die Wurzel gelange, warum es so ist und ich endlich an dem Punkt bin, die Wurzel zu packen, zu ziehen oder umzupflanzen.


Der Mai war insgesamt ein guter, wenn auch aufregender Monat.
Ich habe meinen Monat in 50% Überarbeitung und 50% Reisevorbereitungen eingeteilt. Das funktionierte auch sehr gut, auch wenn es teilweise sehr stressig war. Beides erfordert vollste Aufmerksamkeit, das war nicht immer so einfach und ich bin teilweise tierisch platt gewesen.
Einen großen Kampf trug ich diesen Monat mit meinem PC aus. Seit fünfeinhalb Jahren leistet er mir treue Dienste, stürzte nur sehr selten ab, hatte nie einen Virus und nahm jegliche Flüche und Verwünschungen beim Erstellen der Hausarbeiten für die Uni hin. Letztes Jahr war ich kurz davor, ihn gegen ein neues Modell auszutauschen, schenkte ihm aber dann doch ein weiteres Jahr Lebenszeit. Der Idiot dankt es mir jetzt, indem er sehr gerne einfach mal nicht hochfährt, oder auch nicht runter. Die Maus bleibt mitten im Stück kleben und der Bildschirm friert total ein und reagiert auf nichts mehr. Es erscheinen Fehlermeldungen, die ich noch nie im Leben gesehen habe und insgesamt ist das alles mehr als frustrierend.
Außerdem hatte ich meine erste Heldenstunde bei Annika Bühnemann. Ich war so unfassbar aufgeregt und die Stunde davor zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich hatte am meisten Angst davor, dass sie mir sagt, dass ich alles, was ich bisher gemacht habe, total gegen die Wand gefahren habe. Natürlich erwiesen sich meine Ängste als total unbegründet und es war ein mehr als aufschlussreiches Gespräch, was wir geführt haben und ich bin noch immer hochmotiviert! Das hat mir so viel Schwung und Elan gegeben, dass ich den direkt ausgenutzt habe (nachdem meine Dance-Party beendet war)
Ansonsten hatte ich unendlich viele lustige Erlebnisse mit der Freundin, mit der ich gemeinsam zum Anastacia-Konzert war. Zu wissen, dass unsere Freundschaft auch den größten Hindernissen trotzen kann, hat mich diesen Monat extrem glücklich gemacht und mir sehr viel Kraft gegeben. Zumal ich auch dadurch wieder gemerkt habe, dass es besser ist, zwei, drei gute Freunde zu haben, als zwanzig, die einen nicht kennen. Wenn die paar Freunde so sind, wie sie; einem so den Rücken stärken und einen vor allem so sein lassen, wie man ist und das in jeglicher Konsequenz, braucht es niemanden sonst.



Diesen Monat habe ich nur Die Zeitungswanderin überarbeitet. Das hatte die alleralleralleraller höchste Priorität, weil ich dieses Projekt beendet haben wollte, bevor ich im Urlaub bin.
Ich kann es einfach nicht glauben, dass ich es geschafft habe. Dass ich fertig bin. Also so richtig, richtig fertig.
Bevor ich jetzt etwas emotional werde, gehen wir zum nächsten Punkt über^^


Ich habe das Gefühl, dass ich dies Jahr endlich so richtig im Lesen angekommen bin.  Ich will nicht sagen, dass ich eine Leseflaute hatte, aber die Seven Realms Bücher haben mir das Lesen schon ziemlich madig gemacht. Jetzt, wo ich merke, wie gerne ich an Krieg und Frieden lese, was allein vom Umfang her sehr beängstigend ist, hat die letzten Monate da was nicht gestimmt. Ich liebe und vergöttere Tolstoi für seine Art, Figuren zu charakterisieren, indem er sie einfach nur beschreibt. Es macht einfach riesigen Spaß, nach dem Buch zu greifen und zu erfahren, was passiert.
Ich habe noch H20 - Das Sterben beginnt gelesen und war schockiert und interessiert. Leider verlor das Buch ziemlich an Spannung.  Ansonsten Gut gegen Nordwind und fand es durch und durch grauenvoll (sorry, Julia!), einige Flow Magazine und Reiseführer für den Juni. :)


CAPTAIN AMERICA! (hach.)
Ich fand den Film richtig gut, nur leider ziemlich überfrachtet mit Handlungssträngen und Themen. War mir ehrlich gesagt auch ein wenig zu viel Avengers statt Cappi Cap, aber ich fand ihn trotzdem richtig gut (die 3D-Effekte waren dieses Mal auch VIEL besser). Aber meine Meinung ist da möglicherweise etwas beeinflusst *hust*
Ansonsten habe ich mir sämtliche DVDs von Anastacia reingezogen und Dokumentationen, die ich damals noch auf VHS aufgenommen habe. Mir haben nämlich bei dem Konzert im April die alten Gesichter gefehlt, die damals auf der Live at last / Encore Tour dabei waren. Es war so schön, die Crew nochmal zu sehen und in alten Erinnerungen zu schwelgen. Lachen musste ich sehr, als mir auf der Live at last-DVD etliche Schnittfehler aufgefallen sind, die ich erst jetzt, nach drei Trillionen Mal gucken, bemerkt habe.
Dann fiel mir eine Sendung ein, die vor zig Jahren mal im TV lief. In dem Format zog eine Familie auf einen Hof und lebte dort wie im letzten Jahrhundert. Ich recherchierte ein wenig fand heraus, dass die Sendung Schwarzwaldhaus 1902 hieß. Da ich tierisches Glück hatte, dass jemand alle Folgen auf einer *hust* bekannten Videoplattform *hust* im Februar hochgeladen hatte, schaute ich mir die Sendung noch einmal an. Ich bedaure es sehr, dass es keine weiteren Folgen diesen Formats gibt.
Ansonsten das GNTM-Finale, was stinklangweilig war. Tausend Mal lustiger war die nachfolgende Sendung Red!, bei der die Arena beinahe vollständig leer war und Besoffene auf der Jury Couch saßen und die ganze Zeit nur Müll gelabert haben. Herrlich.
Den ESC zieht man sich ja auch irgendwie rein und es war , wie jedes Jahr, grauenvoll und ätzend.
Dann habe ich weiter ein wenig meine Watchlist auf Amazon Prime entleert: Serena (der war so richtig, richtig, richtig mies), Like Crazy (merkwürdig, aber irgendwie doch sehr berührend), #Zeitgeist (gute Intention, bisschen dürftig aufbereitet), Can A Song Save Your Life (überraschend gut!), The Poker House (erschreckend, aber gut), Die Bestimmung (meh. Popsongs in einer dystopischen Buchverfilmung funktionieren für mich nicht).


ANASTACIA! Bin wieder voll im Wahn. :D
Und meine Gute-Laune-Playlist, die ich viel zu lange habe versauern lassen.







Ich fliege in weniger als einer Woche und bin mittlerweile furchtbar nervös und aufgeregt.
Traurig bin ich, dass ich die Rock am Ring-Übertragung nicht sehen kann (damit breche ich eine mittlerweile 9-jährige Tradition), aber dafür geht es nach - hups, beinahe hätte ich es verraten. Ihr müsst euch noch etwas gedulden, ich habe einen umfassenden Post dazu vorbereitet, ihr könnt also gespannt sein :)


"Wir machen die Nacht durch. Zumindest bis 1."
"Aber nur, wenn wir um 24 Uhr Geister machen und du nicht böse bist, falls ich bis dahin vielleicht einschlafe."

(WhatsApp-Unterhaltung mit der Besten. Party hard und so)


Und weil ich so sehr gelacht habe und der Post sowieso schon länger geworden ist als ich wollte, lasse ich euch noch das Video da, was mir enorm viel Spaß bereitet hat. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die zählen:




Wie war euer vergangener Monat? Was habt ihr erlebt? Worauf freut ihr euch im Juni? :D


Liebe Grüße





Mittwoch, 25. Mai 2016

Die Zeitungswanderin | Überarbeitung




Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich mit euch über die Überarbeitung von Die Zeitungswanderin sprechen.

Dieses Mal rolle ich das Feld von hinten auf: 

Ich habe die finale (3.) Korrektur gerade frisch abgeschlossen.

Noch immer kann ich es einfach nicht glauben, dass ich wirklich fertig bin. Nach den vielen Jahren, so viel Arbeit, Fleiß, Disziplin, Tränen und Glücksmomenten.

Natürlich werden noch Fehler drin sein; fehlende Worte, merkwürdige Formulierungen oder Dinge, die ich übersehen habe, weil ich über die Handlung und Figuren zu genau Bescheid weiß. Aber das sind Kleinigkeiten (hoffe ich^^).

Zumindest kann ich jetzt, das erste Mal seit ich die Idee hatte, sagen, dass ich mit dem Manuskript, so wie es jetzt ist, zufrieden bin.

Und das ist ein unglaubliches Gefühl, das ich so noch nie hatte. Weil immer irgendwas war, wo ich mir gesagt habe: Nääää, kannste besser!

Bevor ich jetzt emotional werde, machen wir weiter:

Der Weg diesen Monat war mühsam, da ich wirklich jedes Wort auf seine Richtigkeit prüfe und ganz streng meinen Stil unter die Lupe nehme. Ich neige zu ganz dämlichen und unschönen Wortwiederholungen (oder Wiederholungen desselben Inhalts mit anderen Worten), weshalb mehr fast 200 Seiten gestrichen wurden. Das klingt auf den ersten Blick viel, aber da sieht man mal, wie viel man doppelt oder sinnlos schreibt. (man = ich)

Auch prüfe ich die Logik, schaue, ob alles in sich stimmig ist und verpasse Charakteren und der Handlung den letzten Schliff, von dem ich hoffe, dass er sich lohnt.

Manchmal überfordert es mich, an alles zu denken und meine Liste der wichtigen Dinge, die ich ändern muss, wird irgendwie gar nicht weniger. Aber wenn ich sehe, wie viel ich schon geschafft habe und wie sich das Manuskript verbessert hat, bin ich schon ein wenig stolz.

Zwischenstand (Anfang Mai)
Links habe ich einige Punkte entfernt,
damit ein wenig Spannung erhalten bleibt ;)
Ich hatte Ende letzten Jahres, nachdem ich mir Papyrus zugelegt habe, noch einmal eine Korrektur eingeschoben, die hauptsächlich darin bestand, alles zu lesen und unstimmige Stellen zu markieren. Überarbeitet in dem Sinne habe ich also nicht. Ich wollte noch einmal mit einigem Abstand zur ersten Korrektur schauen, wie der Inhalt wirkt.

Die hauptsächliche Überarbeitung fand von Ende 2013 bis fast Anfang 2015 statt. Ja, viel zu lange.
Das war das erste Mal, dass ich ernsthaft ein Projekt überarbeitet habe und ich musste mir erst einmal ein Methodenkit anlegen, wie ich das Ganze angehen wollte. Das hat ein wenig gebraucht, weil ich nebenher noch Uni hatte und letztes Jahr mein Gesundsheitsproblem dazu kam, wo ich ein halbes Jahr so mit den Gedanken woanders war, dass ich kaum was machen konnte.

Ich stieß schnell auf ein Problem, an dem ich noch immer arbeite, es zu überwinden: Ich bin einfach zu perfektionistisch. Ich setzte mich selber so unter Druck, ALLES richtig und PERFEKT zu machen, dass ich schlussendlich gar nicht vorankam bzw vorankomme. Ich brütete über jeden einzelnen verdammten Buchstaben und fragte mich, was das alles soll. Wer so etwas lesen will und wozu ich meine Zeit überhaupt damit verbringe. 

Aber wann ist gut gut genug?

Es gab etliche Stellen, die so schlecht geschrieben waren, dass ich echt demotiviert war, überhaupt weiterzumachen. Ich fand phasenweise einfach alles schlecht. Angefangen von der Idee, bis hin zu der Umsetzung. Ich stieß auf so einige Logiklöcher und während ich mich in meine Wut und Zweifel eingrub, wuchs der Perfektionismus.

Von meinem Instagram-Account
Synonymvorschläge für das Wort MuschEL
Dann gab es Knatsch mit meinen Testlesern. Die, die am lautesten "hier!" geschrien hatten, waren die, die sich ganz schnell wieder in ihre Löcher verkrochen und teilweise nur mit vagen Äußerungen (und auf hartnäckigen Rückfragen meinerseits) überhaupt noch reagierten. Ich weiß durch deren Rückmeldungen, dass es nicht an der Qualität meines Manuskripts lag, sondern daran, dass sie unterschätzt hatten, dass Testlesen Arbeit macht. 

Es zog mich runter. Sehr. 

Ich weiß, dass das nichts mit mir als Person oder meinem Manuskript zu tun hat. Fakt ist, in diesem Stadium ist jedes Manuskript nicht gut genug. Egal, ob es von mir oder anderen Autoren ist. Deshalb heißt es ja "Test"leser. 

Aber es bestätigte jegliche Zweifel und Ängste, ohne dass es dafür Nährboden gab. Dieser ewige E-Mailverkehr kostete so viel Zeit und Nerven, bis ich für mich entschied, ohne weiterzumachen.
Ab da wurde es besser und ich kam voran. Ich blendete einfach alles aus und machte weiter. Tag für Tag. Kapitel für Kapitel. Verbesserung für Verbesserung.

Und nun sitze ich hier, auch wenn meiner Meinung nach ZU viel Zeit vergangen ist, aber ich gebe nicht auf. Auch wenn es mich wurmt und ich noch immer nicht zufrieden bin, mache ich weiter.
Es wird immer Stellen geben, die nicht gut genug sind. Aber ich möchte Die Zeitungswanderin mit einem guten Gewissen in fremde Hände geben.

Und bis das soweit ist, arbeite ich daran, loslassen zu können. 






Mittwoch, 18. Mai 2016

Amicitia | Charaktervorstellung Danny




Hallo ihr Lieben,

heute stelle ich auch Danny vor, der gemeinsam mit den Mädels und Elias auf Reisen geht. Er ist leider nicht der Gesprächigste, weshalb ich von ihm nur einen ausgefüllten Steckbrief erhalten habe. Falls ihr noch Rückfragen habt, könnt ihr sie mir gerne stellen. Denn ich weiß so einige Dinge über Danny, die vermutlich nicht einmal er selbst weiß ;)

Danny



Vorname: Daniel

Spitzname: Danny

Geburtsdatum: 15.10.

Größe: 1,68m

Aussehen: Schmales Gesicht, lange Nase, dünne Augenbrauen und Lippen, dunkelblonde Haare, grüne Augen

Lieblingsorte: Skaterbahn, Küche, am PC

Beste Eigenschaft: Ich bin ein guter Zuhörer

Schlechteste Eigenschaft: Wirke oft gelangweilt

Hobbys: Skaten, Geographie, Musik, Filme, Internet, Zocken, Fußball

Talente: Ich weiß, wo jede noch so unbekannte Stadt auf der Welt liegt, Skateboardtricks

Abneigungen: Rumgezicke, Ungeduld, nicht vorhandenes geographisches Basiswissen

Ängste: Sich beim Skaten so schlimm zu verletzen, dass ich damit aufhören muss

Lebensphilosophie: Alles so nehmen, wie es kommt

Traum: Die Welt mit dem Skateboard bereisen

Lieblingsberuf als Kind: Profi-Geologe (hat aber weniger mit Geographie zu tun, als ich dachte)

Das würde ich niemals tun: Mit dem Skaten aufhören

Idol: Einige Skateboardfahrer

Allein oder Zusammen? Allein

Frühling oder Winter? Frühling

Terminkalender oder keiner? Terminkalender

Liebe oder Freundschaft? Freundschaft

Konflikte lösen oder runterschlucken? Lösen

Haustier oder keins? Keins

Fehler machen oder nicht? Fehler machen

Weinen oder nicht weinen? Nur weinen, wenn keiner zuschaut

Ordnung oder Unordnung? Ordnung











Mittwoch, 11. Mai 2016

Das Schreiben | Wie organisiere ich meine Schreibwoche?




Hallo ihr Lieben!

Ich dachte mir, ich zeige euch heute mal, wie ich meine Schreibwoche organisiere. Die Tipps sind vielleicht nicht nur für diejenigen hilfreich, die selbst schreiben, sondern auch für diejenigen, die probieren wollen, ihrem Hobby mehr Bedeutung zu verleihen oder dem mehr Raum zu geben, was sie zu tun lieben.

Ich habe früher immer Tagespläne geschrieben und fand es unglaublich schwer, mich daran zu halten. Jeder kennt diese spontanen Zwischenfälle – man verpasst einen Bus, ist doch erst später zu Hause, das Telefonat mit der besten Freundin dauert länger als gedacht und irgendwie war es auch nicht so leicht, das richtige Mittagessen im Supermarkt zu kaufen, weshalb man ewig vor den Regalen (und dann an der Kasse) steht. Es stresste mich zunehmend, Dinge zu genießen, die als positive Tagesaufheller dazwischen kamen. Das fand ich schade und das nervte mich.

Deshalb habe ich begonnen, mich auszutricksen. Doch bevor ich euch meine Methode näherbringe, ein wichtiger Grundsatz ganz zu Beginn:

DU und nur DU allein entscheidest, welche Priorität das einnimmt, was du auf diese Art in deiner Woche unterbringen willst. Wenn es dir reicht, dass du sechzig Minuten innerhalb von sieben Tagen an einer Decke häkelst und dich das glücklich macht, ist das vollkommen okay. Wenn du aber davon träumst, mit deiner Häkelarbeiten Geld zu verdienen oder einen Dawanda-Shop zu eröffnen, musst du dem Häkeln mehr Priorität einräumen und die Methode, die ich dazu anwende, hilft mir schon rein vom Denken her.

Allein, dass man sich die Zeit nimmt, die Woche, zusätzlich zu anderen Terminen, zu planen, zeigt, dass diese eine Sache einem wichtig ist und dass man sich selbst wichtig ist, indem man sich Zeit nimmt, Leidenschaften oder Hobbys mehr Raum zu geben.

Nachdem ich also gemerkt habe, dass Tagespläne für mich nicht funktionierten, trickste ich mich aus. Da ich das am besten mit Bildern veranschaulichen kann, legen wir direkt los:


Zuerst nehme ich mir meinen Kalender (braun), in dem alle Termine drinstehen – von wichtigen Telefonaten, über Arbeitszeiten, bis hin zu diversen Terminen oder Feiern. Das ist quasi mein „offizieller“ Kalender für die Person hinter dem Pseudonym. Ich verschaffe mir einen Überblick, was alles für die kommende Woche ansteht.


Dann greife ich nach meinem Schreibtischkalender und schreibe mir zuerst auf, was ich diese Woche schreibtechnisch erreichen möchte. Wichtig ist hierbei, dass die Ziele realistisch sein müssen, damit man nicht direkt demotiviert und blockiert ist. Anfangs habe ich diese Ziele sehr vage formuliert, um mich nicht unter Druck zu setzen (Hallo, Perfektionismus!). Mittlerweile wird es immer konkreter, sofern es sich anbietet :) Das mache ich auf der Rückseite der vorherigen Woche. Hierbei habe ich zwei Spalten - einmal für den Blog und das Schreiben.

GSW = Die Zeitungswanderin
WTIS 
So, nun geht es ans Eingemachte!

Danach werden alle Zeitfenster ausgekreuzt, die mir zum Schreiben nicht zur Verfügung stehen. So weiß ich in etwa, wie viel vom Tag übrig bleibt. Ich kreuze aber nicht aus, dass ich esse, putze oder mal einkaufen gehe. Das wäre mir zu viel Aufwand. Die paar Stündchen die da verloren gehen, fallen nicht so sehr ins Gewicht wie einen Tag komplett unterwegs zu sein.

Ich schaue mir die einzelnen Ziele an und überlege, wie viele Tage die Erfüllung eines jeden Ziels in Anspruch nimmt. Habe ich Vergleichswerte aus vorherigen Woche, schaue ich sie mir an. Wenn nicht, gucke ich, wie viele Ziele ich insgesamt in der Woche erfüllen möchte und platziere jedes davon so in meiner Woche, dass ich mich stetig darum kümmere, es abzuhaken, aber gleichzeitig auch Raum für die anderen Ziele habe.

Es mag vielleicht so aussehen, als würde ich so wenig am Tag schaffen. Das stimmt auch. ABER ich arbeite teilweise an zwei, drei Projekten parallel. Wenn ich eine Inspiration zu irgendeinem Projekt bekomme, muss ich der nachgehen. Ansonsten werde ich wahnsinnig und blockiere mich komplett. Von daher fahre ich lieber mehrgleisig, aber komme meinem inneren Bedürfnis nach.

So verfahre ich mit jedem Ziel und trage alles in die Woche ein, je nach Abwägung, wie viel Zeit mir zur Verfügung steht.

Ich habe also konkrete Ziele, die ich abarbeiten will und werde, kann aber innerhalb von 7 Tagen variieren, wann ich was mache. Wenn ich merke, dass ich schneller vorankomme, ziehe ich andere Ziele natürlich vor und platziere sie mit der gleichen Methode in die Woche.

Natürlich bleibt manchmal auch was liegen, ich denke, das kennt jeder und das ist ganz normal. Dann schaue ich entweder, ob ich die Reste in die kommende Woche quetsche, oder einfach einen Schritt zurückgehe und dann weitermache. Es kommt auch stark drauf an, um was es geht und wie komplex es ist.


Am Ende der Woche gibt es ein rotes, trauriges Smiley für eine schlechte Woche, in der zu viel liegen geblieben ist, ein blaues, neutrales Smiley, für eine so-lala-Woche, oder ein grünes, grinsendes Smiley, wenn alles glatt lief, oder ich sogar mehr geschafft habe, als gedacht.

Sonntag ist bei mir immer Speicher-Tag, weshalb ich dort in Rot markiert habe, dass ich meine Daten auf USB und CD speichere. Ohne würde ich es vergessen. Jeden Mittwoch gibt es einen Blogpost, die ich mit Blau eintrage, damit ich weiß, welcher Post in der Woche online geht und den Überblick nicht verliere. Bei Figuren, die in der realen Welt spielen, trage ich mir auch die Geburtstage ein, falls es sich anbietet, dazu etwas zu posten.

Warum ich mit dieser Methode so gut fahre, hat mehrere Gründe:

Ich habe konkrete Ziele, die ich auf diese Weise nicht aus den Augen verlieren kann.
Ich kann Dinge abhaken, was mich immer glücklich macht (ich liebe Listen!)
Ich kann in meiner Zielsetzung variieren, sodass ich meinem kreativen Geist nachkommen kann, ohne ihn zu drücken oder auf ein einziges Projekt zu pressen und habe so gesehen mehr Freiheiten, die eine Blockade, was Druck angeht, unmöglich machen.


Das ist meine Methode, die ich seit etwa einem halben Jahr anwende und mich damit pudelwohl fühle.

Wie organisiert ihr euch? Schreibt ihr euch eure "quality-time" in den Kalender? Führt ihr überhaupt einen? :D

Schreibt es mir doch in die Kommentare! Ich bin ein totaler Organisationsfreak, deshalb bin ich jederzeit offen für Neues! :)





Freitag, 6. Mai 2016

Gelebt | April 2016



Schon wieder ist ein Monat vergangen. Ich sitze hier eingemummelt in Pullover und Decke, zusammen mit Oolong Tee und angeschmissener Heizung und tippe meine Gedanken nieder. In der Hoffnung, dass das Wetter wesentlich frühlingshafter ist, als jetzt, wo ich noch den Post vorbereite (Edit: Jetzt ist das Wetter ja BOMBE!)

Ich bin echt erschrocken, dass die ersten vier Monate diesen Jahres schon rum sind. Das geht so schnell. Manchmal frage ich mich, ob das früher auch so war und man es nie gemerkt hat, oder ob die Zeit wirklich schnelllebiger wurde und man durch die Aufgaben, die anspruchsvoller werden, weniger Zeitgefühl hat. Umso glücklicher bin ich, wieder Tagebuch zu schreiben. Ich stelle hier und da fest, dass ich mich Freitag gar nicht mehr daran erinnern kann, was ich Montag gemacht habe. Gerade, wenn es so 0815-Tage sind, die alle ineinander verschwimmen. Trotzdem wird jeder Tag durch irgendetwas einzigartig und wenn es nur das Wetter ist oder das Vogelgezwitscher, was man mal bewusst wahrnimmt.



Der April war ein Monat vieler erster und letzter Male.
Ich habe nach fast vier Jahren meinen Nebenjob beendet, da ich demnächst im Urlaub bin und danach andere Wege einschlagen werde. Auf der einen Seite bin ich froh, endlich etwas Neues machen zu können, doch der Abschied fiel mir auch etwas schwer. Trotz der Ärgernisse, die immer mal wieder aufkamen. Es fühlt sich noch immer falsch und gleichzeitig richtig an. Ganz merkwürdig.
Ich habe meine Reise geplant (ja, bald verrate ich euch dann auch mal, wohin es geht :D). Mittlerweile kommt auch die Vorfreude auf, gleichzeitig aber auch die Nervosität und meine Packliste wird praktisch jeden Tag umgeschrieben und erneuert, damit ich ja nichts vergesse.
Außerdem habe ich mir mein erstes Bullet Journal bestellt. Dass ich da als Bullet for my Valentine-Fan nicht eher hellhörig wurde, ist mir ein Rätsel, aber es wurde Zeit. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht weiter ausholen, da ich dazu sowieso noch einen umfassenderen Post schreiben möchte / werde, aber wer sich dafür interessiert, sollte mal HIER vorbeigucken. Wahrscheinlich werde ich aber erst nach meiner Reise dazu kommen.
Mir wurden zwei Leberflecke rausgeschnitten, da sie potenziell gefährlich waren. Die Befunde waren aber nicht weiter auffällig - puh. Das war nicht dramatisch, aber nervig. Zwei Wochen kein Sport (dass ich darunter SO leide, hätte ich niemals gedacht!) und immer wieder Pflaster erneuern und unter der Dusche abkleben. Da meine Haut super sensibel ist, war das nach anderthalb Wochen nicht mehr so witzig.

Anastacia im Admiralspalast
(Army of me, Sick and tired, Stupid little things)

Ende April häuften sich die genialsten Ereignisse überhaupt. Nach mehr als zehn Jahren habe ich eine meiner wertvollsten Freunde kennengelernt, mit der ich nur online Kontakt hatte. Bisher kam es nie zu einem Treffen, da wir uns aber durch Anastacia kennengelernt haben und sie endlich mal wieder nach Berlin gekommen ist, dachten wir, dass das jetzt mal was werden muss.
Es war eines der coolsten Wochenenden, die ich je hatte. Wir haben so unendlich viel gelacht, in Erinnerungen geschwelgt und haben so tolle Dinge erlebt. Allein, dass ich mit ihr auf das Konzert gehen konnte, macht mich ganz glücklich und dankbar.
Und das Konzert ... ich war SO skeptisch. Also erst einmal, ob es überhaupt stattfindet und dann, wie die Qualität ist. Aber Anastacia hat mich mal wieder eines besseren belehrt. Es ist unglaublich gewesen. Die Atmosphäre war so toll, dass ich heute noch davon zehre und mich total motiviert und beflügelt fühle. Mehr dazu aber in meinem abschießenden Post meiner Anastacia-Reihe. Denn es ist ein Moment eingetreten, der sehr viel in meinem Inneren bewirkt hat, was an dieser Stelle aber zu weit ausschweifen würde.


Trotz der Zweifel, die mich Ende März überkamen, lief es ganz gut. Manches hätte besser laufen können, aber da ich mehr gearbeitet habe als den Monat davor, hatte ich auch weniger Zeit, weshalb ich etwas im Rückstand bin. Nervt mich natürlich, kann ich aber nicht ändern.
Ich habe die ersten 200 Seiten der Zeitungswanderin zum allerletzten Mal korrigiert. Ich komme damit nicht so super voran. Es ist unglaublich anstrengend, jedes einzelne Wort zu prüfen (Stil allgemein, Wiederholungen,  Füllwörter, sind die Dialoge nachvollziehbar? Stimmen alle Fakten? Ist es logisch, was ich schreibe?) Und da ich nicht noch eine Überarbeitungsrunde einlegen will, dauert es eben länger, ist dann aber fertig.
Die erste Überarbeitung von Die Weltenbewahrerin ist pünktlich zum Ende des Monats fertig geworden. Auch hier bin ich super unzufrieden, aber ich kann niemandem die Schuld daran geben, nur mir. Ich schreibe wirklich nie wieder, wenn ich eine heftige Blockade habe. Ich kann das halbe Manuskript in die Tonne hauen.
WTIS nimmt weiter Form an. Ich könnte jetzt schon loslegen, bremse mich aber, damit ich eben keine grauen Haare bei der Überarbeitung bekomme ;) ich habe so einige Fachliteratur für das Buch verschlungen, was hoch interessant war (wie letzten Monat^^) und mir enorm weitergeholfen hat, was den Aufbau und Aktionen der Charaktere angeht (hach, kryptisch, kryptisch :D tut mir leid :D)

Soooooo viel, dass ich gar nicht weiß, wie ich das alles hier unterkriegen soll. Schön wär's.
Den dritten und vierten Teil der Seven Realms Reihe und meinen letzten Lyrikband von Erich Fried. Während ich bei ihm jedes Wort angeschmachtet habe, habe ich mich bei den Seven Realms-Büchern ernsthaft gefragt, wieso alle so drauf abfahren. Ja, die Charaktere sind cool und das Setting sehr außergewöhnlich. Aber sonst? Die Story kam in einigen Bänden so gar nicht in Fahrt und kurz vor Schluss überschlugen sich die Ereignisse und das fand ich bei einem 600-Seiten-Klopper unnötig. War leider sehr enttäuscht, auch wenn ich die Bücher gut bewertet habe. Hätte mehr erwartet.


Um es an dieser Stelle hier noch einmal auf die Spitze zu treiben, hau ich einfach mal raus, dass ich außer Vampire Diaries und Germany's Next Topmodel kaum was anderes gesehen habe. Aber GNTM ist Pflicht. Es fielen schon wieder so super wertvolle Lebensweisheiten, dass ich vor Lachen weinen könnte :D auch wenn ich Insis Kommentare schmerzlichst vermisst habe! <3
Das 6. Staffelfinale von Vampire Diaries hat mich tierisch gefrustet. Da ich Spoiler vermeiden will, sage ich an der Stelle nur, dass ich es nicht deswegen nicht mochte, sondern weil ich es nicht leiden kann, dass eine Serie darauf aufbaut, zwei Figuren zusammenzubringen und sich das dann über drei Staffeln zieht. Und wenn es endlich mal ernst wird, handeln sie so out of character, dass man merkt, dass Entscheidungen von außen darauf eingewirkt haben. Mag ich nicht. Und ich vermisse Damons Komplexität schon jetzt.
Außerdem noch McLeod's Daughters, während ich gebulletjournalt habe, The Purge: Anarchy, den mir meine Kollegin empfohlen hat und der mir auch vom Grundgedanken her richtig gut gefiel. Hab da sofort Kopfkino bekommen und war total gebannt :D. Boyhood fand ich, trotz der originellen Idee eher langweilig.


Anastacia.
Ich hätte es gar nicht gedacht, aber ich bin echt wieder ein wenig im Fieber und ihrem Charme verfallen. Dass das nochmal passiert ... Bin gerade noch ein wenig überrumpelt davon :D
Es tut so gut, wieder ein Stück von meinem alten Ich bei mir zu haben.



Anastacia im Admiralspalast
Paid my dues



Im Mai steht erst einmal nichts Großes an. Ich werde viel mit den Reisevorbereitungen zu tun haben, da ich mich noch um das Einscannen aller Dokumente kümmern muss und auch noch einige Besorgungen zu erledigen habe.
Ich werde weiter überarbeiten - ob ich Die Zeitungswanderin fertigstellen kann, weiß ich noch nicht, das wird dann aber spätestens im Juli der Fall sein und darauf freue ich mich schon sehr.
Ansonsten werde ich das Leben genießen und vielleicht mal das Longboard aus dem Keller holen. Aber das erst, wenn sich das Wetter mal entschieden hat, ob es jetzt Winter oder Frühling ist.


"Als du so klein warst. War das so cool oder eher so alte Zeit?"
(Ich innerlich: Hä?! Was zum?!) "Was meinst du?"
"Ja. Hattest du irgendwas. Internet. Handy. Dies, das."
"Als ich ganz klein war, weder noch."
"Abooooo! Wie alt bist du?!"
"Fast 25."
"Okay. Aber ... wenn du kein Internet hattest ... wie hast du da mit anderen Menschen geredet?"
(Gespräch mit einem Schüler. Das werde ich vermissen.)




Das war mein April. Wie war eurer? Hat euch das Wetter auch so genervt? Was habt ihr gelesen oder gesehen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin neugierig :D


Liebe Grüße





Mittwoch, 4. Mai 2016

Das Schreiben | Anastacia (3)




Hallo ihr Lieben!

Kommen wir nun zum abschließenden Teil meiner Reihe über Anastacia.
Ich berichte euch unteranderem von meinem Konzert, welches ich am 30. April besuchte und erzähle euch, wieso unerwartet einige Tränen flossen.

2012 hatte ich mich so weit mit ihr ausgesöhnt, dass ich Karten für ihre "It’s a man’s world"-Tour kaufte, weil ich das Konzert rein von der Qualität und der Atmosphäre in Nürnberg toll fand. Musiker und Sänger wie sie sind heutzutage leider Mangelware.

Leider wurde daraus nichts. Anastacia erkrankte abermals an Brustkrebs und musste die Tour absagen. Das traf mich sehr. Ich fand es so grausam, unfair und gemein. Wer gesehen hat, wie hart ihr Kampf gegen ihre erste Krebserkrankung war und wie sie sich danach aufgerappelt hat, der kann nur ergriffen sein. Es tat mir leid, dass jemand wie sie all das nochmal durchstehen sollte.
(und ich war sauer, dass mal wieder ein Konzert in Berlin abgesagt wurde, auch wenn niemand etwas dafür kann).

Ab und an schaute ich bei ihr auf Facebook vorbei, weil ich wissen wollte, ob alles okay ist und sie ihre Krankheit übersteht. Umso erfreuter war ich, dass 2014 ihr Album "Resurrection" erschien und meiner Meinung nach wäre kein Titel treffender gewesen.

Auf gewisse Weise ist sie immer noch die Frau, die mit aller Macht versucht zurück ins Showbiz zu gelangen, aber ich sehe jetzt auch, wie hart das Ganze ist: Du stehst am Höhepunkt deiner Karriere und wirst gesundheitlich in die Knie gezwungen. Du rappelst dich auf, versuchst an den Erfolg anzuknüpfen, übertrumpfst diesen und triffst einige falsche Entscheidungen, die dich wieder ins Aus katapultieren. Dann rappelst du dich erneut auf, willst weitermachen und wirst erneut gesundheitlich aus dem Weg geräumt. Aber du kämpfst weiter, hast das x-te Comeback und hörst nicht auf.

Und auch, wenn ich daran zweifle, wie viele Comebacks eine Person haben kann, bewundere ich es, dass Anastacia nicht aufgibt, dass sie um jeden Preis dafür kämpft, Sängerin sein zu wollen und das finde ich stark. Es imponiert mir, auch heute noch.




Voller Zweifel hörte ich in "Stupid little things" rein und war erleichtert. Das ist Anastacia, wie man sie kennt und liebt. Dass es mir nicht ganz so gut gefällt, liegt daran, dass ich mittlerweile andere Musik bevorzuge, aber das ist ein anderes Thema. Von dem Album insgesamt war ich dann aber doch enttäuscht, da es nur Balladen beinhaltet, aber selbst das ist besser als alles, was auf "Heavy Rotation" zu finden ist.

Heute ist es so, dass ich nicht weiß, wann welches Album, Single, Video oder sonst was von Anastacia erscheint (das Erscheinen der "Ultimate Collection" nahm ich nur im Vorbeigehen wahr), mein Kalender ist auch kein Countdown ihrer Termine mehr; aber ich habe mich mit ihr vertragen und schätze umso mehr, was sie für mich getan hat, auch wenn ich sie nicht mehr so mag wie früher. Ich bin dankbar für jede einzelne Erfahrung, die irgendwie mit ihr in Verbindung steht, weil ich durch sie die Chance hatte, zu lernen, ich selbst zu sein und das in aller Konsequenz. Und das ist etwas, was nur wenige Menschen jemals erfahren und das weiß ich sehr zu schätzen.

Ich bekam auch mit, dass Anastacia erneut auf Tour gehen würde und ENDLICH nach Berlin kommt. Natürlich kaufte ich Karten, doch insgeheim sprach jeder nur von "dem Konzert, das vielleicht stattfinden wird". Ich rechnete nicht damit, gebe ich ehrlich zu. Als dann wieder einige Termine abgesagt wurden, weil Anastacia krank war, war ich angepieselt und befürchtete schon das Schlimmste.

Doch es passierte. Anastacia trat im Admiralspalast auf und ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich darüber bin.


Diese Frau hat einfach ein unglaubliches Talent, mit dem Publikum zu spielen, Witze einzubauen und sich selber auf eine sehr angenehme und humorvolle Art in Szene zu setzen, ohne dabei aufdringlich zu sein. Am Ende schenkte ihr beispielsweise jemand Schuhe, die sie dann aber auszog und einfach barfuß über die Bühne tanzte, weil sie wohl nicht so ganz passten.
Von der Qualität her war das Konzert auch super. Besser, als ich nach den Ausschnitten von bisherigen Tourauftritten annahm. Der Bass war leider etwas out of control, was bei einigen Liedern etwas schade war, aber das kann ich verschmerzen.

Dann trat etwas ein, womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte, was mich auch jetzt noch sehr überrumpelt: Anastacia moderierte ihren Song "You'll never be alone" an und sagte, wie schwer es heutzutage ist, im Showbiz vom Singen zu leben und dass sie einfach nur hofft, dass sie ihre Fans zu etwas inspirieren kann, mit dem, worüber sie singt.
Und während sie sprach, zog in meinem Kopf ein Film vorüber, in dem ich mich selbst sah, wie ich seit dem ersten Tag, wo ich dank Anastacia die Idee zu Die Zeitungswanderin hatte, daran schrieb, überarbeitete, mich freute, verzweifelte und trotzdem weitermache. Das hat mich emotional so getroffen, dass bei mir sofort die Tränen flossen. Zum einen, weil ich mir so gewünscht hätte, ihr sagen zu können "hey, du hast das bei mir erreicht und dafür danke ich dir so sehr!", gleichzeitig aber auch, weil ich gesehen habe, was ich für einen Weg zurück gelegt habe - mit ihr. Wie ich trotz aller Hindernisse an mir selbst gewachsen bin und noch immer nicht aufgebe, obwohl die Option immer so leicht ist und deshalb so verführerisch erscheint. 

In dem Moment wurde mir wieder klar, wieso ich überhaupt erst meinen Weg zu ihr und ihrer Musik gefunden habe. Und wieso ich, obwohl ich es nicht mehr wollte, wieder dahin zurückfinden möchte und werde: Ich war an diesem Abend wieder so richtig Ich. In aller Konsequenz und mit einem guten Gefühl. Ohne Zweifel, sondern voller Selbstbewusstsein und Stärke. Das habe ich die letzten Jahre so sehr vermisst und ich staune, dass ich selbst heute noch von den 1,5 Stunden zehre, die Anastacia in Berlin gesungen hat.

Und da es kein besseres Zitat gibt, mit dem ich diese Postreihe sowohl in Bezug auf Anastacia, als auch auf mich beenden könnte:


My life turned around 
But I'm still living my dreams 
I've been through it all 
Hit about a million walls 
Welcome to my truth
I still love
Anastacia - Welcome to my truth





 
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