Mittwoch, 27. April 2016

Die Zeitungswanderin | Inspiration und Recherche im Botanischen Garten




Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch davon erzählen, dass ich 2013 auf Recherche-Tour war. Diejenigen, die mich persönlich kennen, wissen, dass ich absolut keinen Grünen Daumen habe (bei mir sterben sogar Kakteen)

Da Shaina, die Mutter von Ana, aus Die Zeitungswanderin Heilerin ist und mit Kräutern praktiziert, war mir klar, dass ich da Einiges tun muss, um mich ihrer Berufung näher zu fühlen.
Den letzten Anstoß gab mir ein Vlog von Thomas Thiemeyer, der von seiner Recherche im Naturkundemuseum Berlin erzählte. Ich dachte „Wenn du schon in einer Stadt wohnst, die dir das bietest, was du suchst, nutz es!“ (und den Studentenrabatt, *hust*)

Also begab ich mich auf den Weg zum Botanischen Garten Berlin.


Eigentlich finde ich nur die Gewächshäuser mit den Tropenpflanzen spannend, da der Rest für mich komplett gleich aussieht. Ich mag aber die verschieden angelegten Beete, Wege und das Laufen durchs Grün. Auch wenn Berlin eine sehr grüne Stadt ist, brauche ich doch einige U-Bahnstationen, um mal wirklich „raus zu kommen“ und genieße es sehr, dass ich für wenig Geld einfach mal Sauerstoff tanken kann, ohne Straßen, Autos und gehetzte Menschen. Allein das Laufen war total entspannend für mich, um meine Reserven mal wieder aufzuladen.

Schaut mal, die Blüten sehen aus wie Wale oder Hammerhaie :D
Es gibt tausend verschiedene Beete mit Pflanzen aus aller Welt, die man sich angucken kann. Darauf gehe ich an dieser Stelle nicht ein, weil ich dazu nichts sagen kann. :D


Die Gewächshäuser der Tropenpflanzen sind echt cool – man kann durch ein Wasserbecken laufen und Koikarpfen bewundern und ich mag die schwüle Luft. Man fühlt sich augenblicklich an einen anderen Ort versetzt, obwohl man noch immer Zuhause ist. Das mag ich total gern. 


Außerdem faszinieren mich die exotischen Farne, Fleischfressenden Pflanzen, etc. mehr, als irgendwelche Kornblumen. Wenn man für wenig Geld wenigstens so ein bisschen Urlaubsfeeling haben will, ist das ein ganz netter Ausflug ;)


Was mich bei meiner Recherche am meisten interessierte, war der Arzneipflanzengarten, der auch recht groß ist. Hier habe ich mir auch ein paar Merkblätter mitgenommen, die für mich sehr aufschlussreich waren. Mir war zum Beispiel gar nicht bewusst, dass die Beete nach Krankheiten angelegt werden (was im Nachhinein extrem sinnvoll ist). Ich hätte eher gedacht, dass das nach Blüte- oder Erntezeit geschieht. (oder wie das in der Fachsprache heißt :D)


Ich weiß noch nicht, ob ich diese Fakten ins Manuskript einfließen lassen werde, aber ich habe die Dinge im Hinterkopf und kann Shaina so besser agieren lassen.


Mir hat der Ausflug dorthin wirklich sehr gut getan. Ich hab nun eine sehr große Bindung zu Shaina und ihrer Leidenschaft aufgebaut, mehr noch als vorher und das hat mir sehr viel gebracht. Damit hätte ich so gar nicht gerechnet.

Außerdem konnte ich Energie und Inspiration für die letzten Kapitel der Trilogie tanken, die ich zu dem Zeitpunkt noch schreiben musste.




Falls ihr mal in Berlin zu Besuch seid - oder sogar hier wohnt, kann ich euch den Besuch des Botanischen Gartens nur empfehlen :)



Mittwoch, 20. April 2016

Amicitia | Charaktervorstellung Rike




Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich euch schon Lee, Elias und Sha vorgestellt habe, ist nun Lees Brieffreundin Rike an der Reihe.

Rike




Rike hat mir erzählt, dass sie Lee durch eine Brieffreundschaftsanzeige im Internet kennengelernt hat. Daraufhin hat sie Lee damit beauftragt, mir ihren ersten Brief zukommen zu lassen. In diesem erzählt sie von sich, ihren Hobbys und Interessen. Ich bin gespannt, was Rike so zu erzählen hat:


Hallo Leevke!
(oder soll / kann ich dich lieber Lee nennen?)

Danke, dass du auf meine Anzeige geantwortet hast. Da du sehr sympathisch klingst, dachte ich, ich antworte dir mal. Vielleicht höre ich ja wieder von dir :)

Du hattest ja gefragt, wie ich aussehe: Ich habe braune Haare, die ich meist im Zopf trage und braune Augen. Ansonsten schminke ich mich ein wenig, aber nur die Wimpern (den Rest schaffe ich vor der Schule meistens nie). Ich bin nicht super schlank, aber auch nicht dick. Ganz normal, also :)

Ich wohne zusammen mit meiner Mutter in einem viel zu großen Haus. Damals hat mein Vater noch bei uns gewohnt und eigentlich waren noch Geschwister geplant… mein Vater lebt aber seit einigen Jahren mit seiner neuen Freundin zusammen. Wir sind aber hier geblieben, da wir uns zu dem Zeitpunkt nicht an ein neues Umfeld gewöhnen wollten. Mittlerweile kommen alle auch wieder gut miteinander aus und ich verstehe mich mit meinen beiden Halbschwestern sehr gut (eine ist 18, die andere 3, nervig aber auch süß). Manchmal bin ich bei meinem Vater und wohne da, aber das eher unregelmäßig, weil die Wohnung viel zu klein ist und das manchmal anstrengend ist.

Meine Hobbys sind (einige hatte ich ja in der Anzeige schon geschrieben), Bücher, Filme und Musik. Außerdem tanze ich auch sehr gerne (am besten Macarena! :D)

Dass du ebenfalls so viel und gern liest, hat mich total gefreut! Welches Buch ist denn dein Lieblingsbuch? Vielleicht können wir uns ja mal austauschen? Ich kann dir ja eine Liste von meinen Lieblingsbüchern mitschicken, vielleicht ist was für dich dabei :D

Cool, du schreibst gerne? Das find ich klasse! Ich habe mich auch mal an einigen Geschichten versucht, bin aber mittendrin immer kleben geblieben. Dann war ich bei meinem Vater, hatte meine Mappe nicht mit und konnte nicht schreiben, obwohl ich Lust hatte und irgendwann ist mir dann durch das Hin und Her der Faden verloren gegangen. 

Wovon handelt dein Buch? Kann ich vielleicht mal was lesen? Also, wenn dir das nicht zu persönlich ist!

Ohje, dein Lieblingsfach ist Erdkunde? Das ist mein Schlechtestes… haha :D und Geschichte. Ich mag Englisch und Mathe etwas mehr, wobei ich generell kein Lieblingsschulfach habe, es kommt immer auf Themen an.

Dann noch zu deinen Fragen:

Ich habe kein Haustier, weil ich es durch das Pendeln zwischen meinen Eltern gar nicht versorgen könnte.

Ich habe an sich kein Essen, was ich nicht mag, aber ich bin Vegetarierin. Ich bringe es nicht übers Herz, ein Tier zu essen. Das finde ich ganz schlimm. Aber es ist für mich total okay, dass du Fleisch isst! :)

Ich würde gerne, genau wie du, Autorin werden. Ansonsten Psychologin, wie meine Mutter. Sie erzählt immer so interessante Sachen.

Ich glaube, mehr kann ich dir gar nicht zu mir erzählen. Ich würde mich sehr freuen, wieder von dir zu hören!

Liebe Grüße,
Henrike (du darfst mich aber auch sehr gerne Rike nennen :D)











Mittwoch, 13. April 2016

Das Schreiben | Einige Gedanken zu Social Media




Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich mit euch ein paar meiner Gedanken zu Social Media teilen.

Ich hatte ja in meinem Willkommens-Post erwähnt, dass dieser Blog so etwas wie eine Reise wird. Ich möchte nicht nur über das Schreiben, meine Projekte und Inspiration sprechen, sondern auch über meine Gedanken und Gefühle in Bezug auf alles, was mit dem Schreiben zu tun hat.

Bei jeder Reise macht man Erfahrungen – gute, aber auch schlechte. Ich weiß nicht, ob es marketingtechnisch schlau ist, meine Gedanken zu dem Thema so offen zu legen, aber wie gesagt: Es ist eine Reise und man lernt aus Erfahrungen.

Demnach ist es normal, dass man Meinungen und Einstellungen ändern kann. Obendrein ist mir bewusst, dass ich noch sehr viel zu lernen habe und vielleicht ist dieser Post ein guter Ansatz dafür.

Weswegen ich mit euch über dieses Thema sprechen möchte, ist sehr einfach: Social Media, bzw. Marketing ist für jede Person, die irgendwie öffentlich agiert, unentbehrlich. Facebook, Twitter, Instagram, all diese Kanäle braucht man heutzutage, um sich, seine Produkte oder seine Marke zu bewerben.

Lange, bevor ich überhaupt mit diesem Blog anfangen wollte, habe ich mir sehr viele Gedanken um das Thema gemacht. Ich habe mir unzählige Facebookseiten von unveröffentlichten Autoren, namhaften Autoren und Selfpublishern angesehen – die einen mit mehreren tausend Likes, die anderen mit weniger Gefällt-mir-Angaben. Immer wieder fragte ich mich zwei Dinge:

Braucht man das wirklich? 
Brauche ich das wirklich?

Ich möchte ganz ehrlich sein: Es fällt mir schwer, mich zu vermarkten.

Kennt ihr die Menschen, die auf der Party in der schummrigen Ecke sitzen und von ihrem Getränk nippen, während man den Raum beobachtet? Genau so eine bin ich. Ich bin nicht die, die kreischend und jauchzend auf der Tanzfläche abtanzt. Ich bin auch nicht die, die in eine Gruppe von Menschen stürmt „Hey, hier bin ich!“ ruft und sofort mit allen ein Gespräch anfängt und am Abend 25 neue Facebookfreunde hat. Ich dränge mich ungern anderen auf und gleichzeitig stehe ich nicht gern im Mittelpunkt. Ich bin absolut kein extrovertierter Typ. War ich auch noch nie.

Deshalb überlegte ich ewig, wie ich das Marketing hinkriegen sollte. „Ich will doch einfach nur schreiben“, dachte ich und wurde frustrierter und frustrierter.

Bevor ich mit Social Media anfing (und letztendlich habe ich das ja noch immer nicht wirklich), machte mich das alles schon vollkommen fertig. Ich bin ein Perfektionist. Ich möchte alles richtig machen. Ich hatte und habe Angst, vor aller Leute Augen zu scheitern. Auf den ersten Blick die einfachsten Dinge falsch zu machen und gleichzeitig ist das so dumm. Dumm, weil man nur durch Fehler und Stolpersteine lernen kann. Es ist eine Reise, wie eingangs erwähnt, und nur durch Erfahrungen lernt man.

Ich bin auch absolut der Meinung, dass es dazu gehört, hinzufallen, damit man aufsteht und Neues machen kann. Oftmals haben mir Umwege im Leben geholfen, den richtigen Weg für mich zu finden. An sich ist es nicht falsch oder schlecht, wenn man scheitert und Fehler macht. Aber es fällt mir eben schwer, weil ich jemand bin, der gerne auf Anhieb alles richtig machen möchte. Der entweder ganz oder gar nichts tut.

Dann kommen auch Gedanken auf wie „wie soll ich das alles schaffen“.

Ich bewundere Menschen, die alle Kanäle bedienen und trotzdem noch ihrem normalen Alltag nachgehen können. Hier muss ich ganz ehrlich zugeben: Ich wüsste nicht, wie ich das schaffen sollte. Zumindest jetzt noch nicht.

Twitter

Twitter finde ich im Vergleich zu Facebook sehr viel angenehmer, auch wenn man beides nicht miteinander vergleichen kann. Nur denke ich nicht, dass ich etwas Weltbewegendes auf 140 Zeichen zu verkünden habe. Interessiert es irgendjemanden, dass ich den Menstruationstassen-Hype auf YouTube unnötig und eklig finde? Finden es Menschen witzig, wenn ich schreibe, dass ich im Takt zu „Another one bites the dust“ durchs Dokument scrolle? Ich denke nicht. Trotzdem mag ich es, dass man sich auf kurze Weise mitteilen kann und dabei in Kontakt mit tollen Menschen kommt.

Was mir bei Twitter aber sehr gegen den Strich geht, ist diese Jammerei, die dort unglaublich gern betrieben wird (von den momentanen Hetztiraden fange ich gar nicht erst an). Teilweise kann man da echt schlechte Laune bekommen.

Was ich auch nicht mag, sind Accounts, die sich nur aus Verlinkungen von Facebook, Instagram und Blogbeiträgen zusammensetzen. Da bekomme ich das Gefühl, dass dort nur die Konten miteinander verknüpft wurden, aber die Person hinter dem Account diesen gar nicht wirklich bedient. 

Klar, es gibt Menschen, die nur Twitter und kein Facebook und Instagram haben. Als Autor, bzw generell als „Person des öffentlichen Lebens“ möchte man jeden erreichen. Das landet dann aber wiederum bei Accounts, die nur aus gesammelten Links bestehen, um diese Menschen zu erreichen.

Noch überlege ich, mir einen Account einzurichten - ob und wann das passiert, wird sich zeigen :)

Instagram

Als die Mockingjay Premiere in Berlin war, dachte ich, dass das ein guter Anfang ist, um Instagram zu testen. Ich lud einige Bilder der Premiere hoch und fand Gefallen daran, Accounts nach Themen zu suchen, die mich interessieren, das Gleiche gilt für Hashtags. Dann wagte ich mich weiter vor und folgte einigen Autoren, Schauspielern und Musikern und stellte schnell fest, dass man ziemlich fix up to date ist, wenn man Instagram hat. 

Soll ich euch verraten, was mir am meisten Spaß an dieser App macht? (bezogen auf „Personen des öffentlichen Lebens“)

Bei Facebook habe ich immer das Gefühl, dass da das Marketing ganz offensiv betrieben wird, oder im Freundeskreis die Selbstdarstellung. Das ist okay. Damit kann ich leben. Ich mag es nur nicht immer. Bei Instagram ist das etwas weniger offensiv – zumindest empfinde ich das so. Da steht das Bild im Vordergrund. Nicht der Text, nicht der Link zum Produkt, nicht irgendwas, worauf du reagieren MUSST. Du kannst dich einfach nur am Bild erfreuen und gut ist. Ich habe bei Instagram nie das Gefühl, Konsument oder Käufer zu sein, weil ich mich vorrangig einfach nur optisch erfreuen kann. Versteht ihr, wie ich das meine?

Ja, vielleicht ist Instagram deshalb als Marketingstrategie nicht so erfolgreich, beliebt oder whatever wie Facebook. Aber ich mag es persönlich sehr viel mehr. 

(Außerdem habe ich einige tolle Kontakte knüpfen können, die das Ganze nochmal schöner machen <3)

Falls ihr mir auf Instagram folgen wollt, kommt ihr HIER zu meinem Profil.


Facebook

Kommen wir nun zu Facebook. 

Ich gebe zu, dass ich mit Facebook auf Kriegsfuß stehe. Damals, als es nach Deutschland überschwappte und alle von MySpace und MSN zu Facebook gerannt sind, zog man natürlich mit. Man wollte die Kontakte halten und man war nur cool, wenn man Facebook hatte. Schnell merkte ich aber, dass ich mich mit dem Prinzip von Facebook nicht anfreunden konnte bzw. kann. Bei MSN oder auch MySpace hatte man viel mehr Möglichkeiten, (fremden) Leuten den Zugriff auf das eigene Profil zu verweigern (wobei man MSN kaum mit Facebook vergleichen kann, das ist mir klar.) Ich hatte plötzlich Freundschaftsanfragen von Menschen, mit denen ich überhaupt nichts zu tun haben wollte, die ich manchmal gar nicht kannte und diesen Konflikt – ablehnen oder ignorieren, permanent auszufechten, ging mir auf den Keks. Von den Privatsphäreeinstellungen mal ganz abgesehen. 
2011 löschte ich meinen privaten Account und habe es seitdem auch keine einzige Sekunde bereut oder vermisst.

Natürlich ist alles, was man im Internet macht und teilt, gläsern. Ich kann mich nicht über Facebook und die Datenschutzbestimmungen beschweren und gleichzeitig Instagram und WhatsApp benutzen. Sobald man einen PC mit Internetanschluss hat, übermittelt man Daten. Da rege ich mich auch gar nicht drüber auf. Wenn man einen Facebook-Account hat, weiß man, dass die praktisch alles über einen wissen. Trotzdem habe ich bei Facebook ein doofes Gefühl, ohne dass ich sagen kann, wieso ich es nur dort habe.

Ich mag die gesamte Handhabung von Facebook nicht. Einfach alles widerstrebt mir daran. Es ist unübersichtlich, diese geheimen Algorithmen, die bestimmen, wann ich was sehe, mag ich gar nicht (es ist mein Account, es sind meine Freunde, bzw. Like-Angaben, also möchte ich auch bitte entscheiden, was ich sehe) und das alles macht Facebook für mich unsympathisch.

Als „Person des öffentlichen Lebens“ ist es natürlich ein geniales Marketinginstrument. Beinahe jeder hat Facebook und verbringt dort auch eine Menge Zeit – demnach sehen eine Menge Menschen dich als Person, deine Produkte und du kannst dadurch gut Werbung schalten, die auch aufgenommen wird. Es wäre also ziemlich blöd, das nicht zu nutzen.

Ich habe es, um ehrlich zu sein, bisher eher halbherzig probiert. Es ging für mich momentan auch darum, mich etwas einzufuchsen, dem Ganzen eine Chance zu geben und mal zu schauen. 

Als Privatnutzer bietet Facebook mir kaum Mehrwert. Das, was ich über Personen, die mich interessieren, erfahre, erfahre ich auch von Instagram oder Blogs. Deshalb vergesse ich es oft, mich überhaupt einzuloggen, das gebe ich offen zu. 
Als "Autorin" ist Facebook natürlich wichtig - sich mit anderen Personen aus der Branche zu vernetzen, seine Reichweite zu erhöhen und Marketing zu betreiben. Das hat mit der privaten Nutzung auf Facebook nichts zu tun. 

Ich weiß noch nicht, wie ich mich entscheide(n soll). Auf der einen Seite möchte ich es nicht, weil ich Facebook nicht mag und es mir auch wirklich schwer fällt, auf der anderen Seite ist Facebook das wirkungsvollste Marketingmittel, das einem zur Verfügung steht, weshalb man wirklich blöd wäre, es nicht zu nutzen. Vorerst habe ich meinen Account stillgelegt, um ohne Druck über die ganze Sache nachdenken zu können.



Wie steht ihr denn zu Social Media - als Privatnutzer, Blogger oder Person des öffentlichen Lebens? Welche Plattformen besucht und nutzt ihr gerne, welche nicht? Mich würden eure Gedanken zu dem Thema sehr interessieren! :)




Mittwoch, 6. April 2016

Das Schreiben | Anastacia (2)




Hallo ihr Lieben!

Im letzten Post berichtete ich euch von meiner Obsession Inspiration Anastacia. Heute geht es in die nächste Runde und ich erzähle euch von einem wunderbaren Konzert und wieso ich Anastacia und ihre Musik heute nicht mehr so sehr mag wie früher.

Man, ist das lange her.
Das Konzert, welches ich am 1.7.2005 in Nürnberg besuchte war eines der Besten, die ich erlebt habe. Ich stand acht (A-C-H-T !) Stunden vor der Absperrung, weil ich unbedingt in die erste Reihe wollte. Da ich mir unsicher war, wann Anastacia noch einmal auf Tour gehen würde, wollte ich nichts dem Zufall überlassen. (das war im Nachhinein auch eine sehr weise Entscheidung, da Anastacia erst dieses Jahr wieder ein Konzert in Berlin geben wird)

Es regnete in den acht Stunden wie aus Kübeln. So einen Regenguss habe ich in meinem ganzen Leben nicht noch einmal erlebt. Dieser Teil hat es sogar auf die DVD der Tour geschafft, weil es so heftig war. (auch wenn diese Szenen falsch mit Ischgl beschrieben wurden…)

Ich bekam den Soundcheck mit, bei dem Anastacia immer wieder sagte, dass wir aushalten sollen, weil es bald losgehen würde und ich unterhielt mich mit netten Fans, die mich mit Schokolade und Trinken versorgten, da ich das Küken in der Runde war. Es war klasse. So eine tolle Gemeinschaft habe ich seitdem nie wieder gehabt (ich habe aber auch nie wieder acht Stunden gewartet^^)

Als dann endlich der Einlass war, schaffte ich es auch wirklich in die erste Reihe  – quer durch Schlamm und Pfützen raste ich in die erste Reihe vom Laufsteg. Ich hatte eine gute Sicht und zwei nette Mädels neben mir, mit denen ich lange quatschen konnte, bevor es losging.

Jaha. Handykamera-Qualität von 2005!
Das Konzert selber war magisch. Immer wieder regnete es zwischendurch, was eine ganz besondere Atmosphäre schaffte und bei Who’s gonna stop the rain für einige Lacher sorgte.

An diesem Tag lernte ich, dass Anastacia eine klasse Frau ist. Sie war so, wie ich sie aus dem Fernsehen, den Zeitungen und Interviews kannte. Ich liebte ihren Humor, ihre Bühnenpräsenz und ihr Showgirl-Talent. 

Ich dachte zu diesem Zeitpunkt, dass sich nichts daran ändern würde. Doch das tat es und zwar gewaltig. Genau so, wie Anastacia mir beibrachte, dass ich einfach nur stark sein müsste, um alles zu schaffen, was ich im Leben möchte, zeigte sie mir auch, dass Kartenhäuser schnell in sich zusammenfallen können.



2008 erschien Anastacias 4. Album Heavy Rotation mit ihrer ersten Single I can feel you.
Anastacia betonte ja immer wieder, wie sehr sie ihre SPROCK-Music (Soul Pop Rock) liebe und dass diese Musik die Sprache ihres Herzens sei. Und dann kommt dieses RnB-Album raus, wo jedes Lied von Anfang bis Ende einen einzigen Rhythmus hat und alles gleich klingt. 

Anastacia war mehr für mich als nur eine Sängerin, die ich anhimmelte. Sie war mein Idol und mein Anker. Mein Guide durch die Tücken des Lebens und das, was sie mir beibrachte, warf sie damit über Bord, indem sie ihre eigenen Prinzipien verriet. ("Ich ziehe mich niemals vor der Kamera aus", "nein, ich habe keine Schönheitsoperationen machen lassen")

Die Poster hängte ich ab, der Merchandise verschwand unter dem Bett, genau wie die CDs und DVDs. Die Kleidung trug ich nur noch, weil mir die Motive gefielen.

Ich fand alles doof an ihr. Ihr Gehabe wirkte aufgesetzt, ihr Gesicht für ihr Alter zu jung und glatt. Plötzlich sah Anastacia furchtbar künstlich und unecht aus. Wie eine Barbie, die sie in meinen Augen eigentlich nicht war und ist. Das hatte für mich nichts mehr mit Anastacia dem Survivor Chick zu tun, sondern nur noch mit einer Frau Mitte 40, die verzweifelt versucht, wieder ihren Fuß ins Showbiz zu setzen. Das enttäuschte und erschreckte mich zutiefst, weil sie es so gar nicht nötig hat. 


Als ich die Neuplanung von Die Zeitungswanderin vornahm, musste Anastacia her. Es ging nicht ohne sie und ihre Musik und auch das Schreiben von Amicitia – Chaos zu sechst konnte nur funktionieren, wenn das Team von Anastacia und mir zurückkehrte. Einige Szenen sind so eng an ihre Lieder und ihr Wesen geknüpft, dass kein Weg daran vorbei führte. 

Es war schwer, mir das einzugestehen. Schließlich hatte ich sie total verteufelt. Aber auf gewisse Art und Weise half sie mir dabei, meine Projekte besser zu machen. Gleichzeitig lernte ich, Anastacia als Mensch wahrzunehmen, nicht als Göttin und Idol, wie ich es als Teenager getan hatte. Menschen dürfen Fehler machen und Menschen dürfen sich ausprobieren und auch wenn ich das Album niemals kaufen werde, weil es nicht meinen Geschmack  trifft, ist es ab diesem Zeitpunkt für mich okay. (Ihre alten Lieder sind und bleiben aber einfach besser. Das ist Fakt.)

Anastacia ist keine Person mehr, die für mich alles richtig machen muss, nur damit ich sie mögen kann. Aber sie wird auch nie wieder ein Vorbild für mich sein. Doch selbst damit komme ich klar. 

Durch das Schreiben an meinen Projekten habe ich mich mit Anastacia vertragen und ich kann heute sagen, dass ich ihre Stimme nach wie vor klasse und einzigartig finde. Mittlerweile geht es mir mehr um die Musik und nicht so sehr um sie als Person, weil die Enttäuschung da war und sich nicht leugnen lässt. Ich versuche auch wenig zwischen jetzt und damals zu vergleichen, weil das schlichtweg nicht geht.



Wie es nun dazu kam, dass ich Karten für ein Anastacia Konzert in Berlin hatte, was erneut abgesagt wurde und weshalb der 30. April diesen Jahres mit ihr zu tun hat - dazu dann im nächsten und letzten Post der Reihe :) 



Sonntag, 3. April 2016

Gelebt | März 2016



Hallo ihr Lieben!

Ich dachte mir, ich probiere mal aus, einen Monatsrückblick zu tippen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das eine einmalige Sache bleibt oder (un-) regelmäßig geschieht. Schauen wir einfach mal :D
(Danke an Julia, deren Monatsrückblicke mich inspiriert haben, diese Kategorie doch endlich mal zu wagen ;))

Der März war eigentlich ein guter Monat. Ich habe alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Ich habe neue Wege eingeschlagen und einige Zelte abgebrochen, was überfällig war. Ich möchte hier nicht allzu konkret werden, weil ich mit manchen Dingen noch nicht ganz sicher bin, worauf es hinauslaufen wird und ich das erst einmal für mich durchdenken muss. Ansonsten habe ich eine mega geile Reise im Juni vor mir (nähere Infos folgen bald!) Und, auch wenn es nur ein kleiner Erfolg ist: Ich habe es im März konsequent geschafft, vier Tage die Woche Sport zu machen. Bin schon son büsschen stolz auf mich :D

Schreibtechnisch lief der März super. Bis auf die Osterwoche habe ich alle gesetzten Ziele erreicht und teilweise sogar übertroffen. Darum geht es zwar in erster Linie nicht, aber für jemanden, der nicht vom Schreiben leben kann, ist es super, mehr zu schaffen, um schneller ans Ziel zu kommen.
Ich habe mit der Überarbeitung des letzten Bandes der Zeitungswanderer-Trilogie begonnen und es stehen nur noch vier Kapitel aus. Drei muss ich komplett neu schreiben, wobei mir bei einem noch vollständig die Inspiration fehlt. Aber das kommt noch :) Ich habe gelernt, dass es nichts bringt, so etwas zu erzwingen und deshalb mache ich mir die Mühe gar nicht erst. Ich habe für WTIS recherchiert und dabei interessante Dinge gelernt - worum es geht, kann ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Außerdem habe ich in der letzten Märzwoche mit der finalen Überarbeitung von Die Zeitungswanderin begonnen und auch wenn es anstrengend ist, läuft auch das gut.

Leider diesen Monat echt wenig - sechs Bücher. Wenn man den ganzen Tag hardcore überarbeitet, will man abends nichts mehr lesen. Zumindest fällt es mir schwer, vom kritischen Modus in den Entspannungsmodus überzugehen. Deshalb habe lasse ich es vorerst, eh es mich frustriert. Mein absolutes Highlight diesen Monat war Lies we tell ourselves von Robin Talley. Das Buch hat mich so berührt, nachdenklich und wütend gemacht und gleichzeitig restlos begeistert. Solltet ihr unbedingt lesen. Dann noch den zweiten Band der Schreibratgeberreihe von Diana Hillebrand - Heute schon geschrieben?. Manches war sehr informativ, anderes für mich eher weniger. Vom Ausgang der Kurzgeschichte war ich leider furchtbar enttäuscht, da es für mich kein zufriedenstellendes Ende war. Mein absoluter Flop war The 100 von Kass Morgan. Auch wenn ich wusste, dass Buch und Serie kaum etwas miteinander gemeinsam haben, war ich echt enttäuscht. Die letzten 20 Seiten habe ich auch nur noch überflogen. Die Serie gefällt mir eindeutig besser.


Was die perfekte Überleitung ist. Peinlich, aber egal: Ich bin zum absoluten Vampire Diaries Suchti geworden. Ja, Schande über mich. Ich kann es nicht ändern. Ich habe ... eigentlich darf man das echt nicht sagen ... die ersten drei Staffeln KOMPLETT gesehen. Anfangs dachte ich, es sei genauso bäh wie Twilight, es ist aber wesentlich cooler. Mir gefällt, dass Mystic Falls ein bisschen ist wie Stars Hollow, tausend Feste (am Ende ein paar zu viel), jeder kennt jeden, alle ein wenig merkwürdig. Ich mag die übernatürlichen Wesen und wie damit umgegangen wird, weil viele Szenen auch von historischen Ereignissen handeln und das mehr im Vordergrund steht als ich dachte. Das hat mir wirklich gut gefallen. Auch mag ich, wie mit Werten in Bezug auf Freundschaft und Familie umgegangen wird. Blöd ist eher das Hin und Her, das natürlich rein muss und sich für mich in der dritten Staffel zu sehr gezogen hat. Allgemein fand ich die dritte Staffel schwächer, da zu viel Liebesdreieck-Blabla und zu viel unnötige Spannung. Das könnte ich jetzt noch endlos ausführen, aber das soll ja kein Post über Vampire Diaries werden. (Ich konnte es leider nicht verhindern, dass Ian Somerhalder als optisches Vorbild eines Protagonisten dient.) Außerdem noch Awkward. Da ist Name Programm. Manchmal ist die Serie total unterhaltsam und manchmal nervt sie mich einfach nur, weil sie ZU awkward ist. Ist ein sehr schmaler Grad, der nicht jedem gefallen wird und ich weiß nicht, ob ich das drei weitere Staffeln durchhalte, ehrlich gesagt. Was mich ebenfalls total begeistern konnte, waren The Shannara Chronicles. Diese Optik!!! Die ersten Folgen habe ich permanent nur pausiert, um mir diese wunderschönen Bilder anzuschauen. Boah. Ich meine. Boah!!! Beim Ausmalen gucke ich derzeit McLeod's Daughters auf Englisch, bzw. Australisch ;) Ich liebe diese Serie so sehr und es ist beinahe wie Hogwarts - man kommt nach Hause und fühlt sich wohl. Auch wenn ich dabei ganz schlimmes Fernweh kriege und ich traurig bin, inhaliere ich jedes "no worries, mate". Im Kino habe ich Colonia Dignidad gesehen und das war ein sehr aufwühlender, aber guter Film. Das ganze Kino hat permanent die Luft angehalten, das war eine sehr intensive Erfahrung.


Viiiiiel Jessica Mauboy. An sich gar nicht meine Musik, aber einige ihrer Lieder gehören zur Playlist von WTIS und generell machen ihre Lieder extrem gute Laune. Musste wieder an einige Erlebnisse zurückdenken, was sehr gut getan hat.




Ansonsten viel Foals und Two Steps From Hell zum Überarbeiten von Die Weltenbewahrerin.


Ich bin sehr zwiegespalten, was der April bringen wird. Momentan geht es mir gar nicht gut. Ich habe mit großen Selbstzweifeln und Widerständen zu kämpfen und auch wenn ich diverse Techniken ausprobiert habe, mir zu helfen, hat bisher nichts gewirkt. Ich muss sehr aufpassen, dass ich mich nicht in die nächste Schreibblockade reinmanövriere. Bisher habe ich auf Autopilot geschaltet und der rattert noch ganz gut. Die Frage ist, wie lange. Ich weiß noch nicht ganz, ob ich dazu einen Post schreiben kann / will. Ich fühle mich momentan sehr zerrissen, leer und vollkommen verzweifelt, was direkt mit dem Schreiben zu tun hat. Ich habe im April tolle Dinge vor, ich habe im Juni DIE Reise meines Lebens vor mir und gerade freue ich mich auf nichts. Ich freue mich nicht darauf, das erste Mal eine Freundin zum Anastacia Konzert zu treffen, die ich bisher seit über 10 Jahren nur online kenne. Wobei das auch falsch formuliert ist. Ich freue mich drauf. Wir planen mit den lustigsten WhatsApp-Chats, die ich je hatte, unser Treffen. Aber ich empfinde dabei nichts. Das fühlt sich falsch an und das stört mich und macht mich traurig. Alles wird von diesen Dreckszweifeln überschattet und ich kann mir da gerade nicht helfen und das macht mich wieder sauer und naja. Ihr merkt schon. Ist gerade nicht so einfach.
Abgesehen vom Konzert stehen die Reisevorbereitungen an, die Überarbeitung der Zeitungswanderer-Trilogie und Plotten an WTIS. Das Projekt tut mir gerade sehr gut. Meinen Gebärdensprachkurs musste ich wegen der Reise stornieren (wieso, erkläre ich, wenn ich über die Reise spreche). Das macht mich etwas traurig, aber ich kann mir nicht alle Lebensträume / Wünsche zugleich erfüllen und da es unwahrscheinlich ist, dass ich so eine Reise nochmal demnächst machen kann, hat das Vorrang. Schade ist es trotzdem, gerade wo ich gemerkt habe, wie gerne ich Rafael Grombelka bei den Wettergebärden der Tagesschau zuschaue.


Meine Mutter: Wie heißt nochmal der aus Panem, der sie will, aber nicht kriegt, in Echt?
Ich (im Brustton der Überzeugung): Gale Hemsworth
x)



Ja. Das war mein Rückblick bzw. März.
Würde mich freuen, wenn ihr einen Kommentar dalasst, wie euch diese Art von Post gefällt. Wollt ihr das in Zukunft öfter lesen? Oder hat euch meine Vampire Diaries-Sucht abgeschreckt? :D
Wie war euer März?

Liebe Grüße





 
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